Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Ipecacuanha Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Ipecacuanha und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Atemnot, Migräne und Übelkeit. Fotolia © Heike Rau

Erfahre mehr über Ipecacuanha und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Atemnot, Migräne und Übelkeit. Fotolia © Heike Rau

Das häufig verwendete Mittel ist ebenfalls unter dem deutschen Namen „Brechwurzel“ bekannt. Es ist rein pflanzlich und die Potenzen D6 bis einschließlich D12 sind besonders typisch. Die Anwendung erfolgt meistens an Atemwegen, bei Süchten, am Magen, im Falle einer Infektion, sowie bei Darmleiden und bei Keuchhusten. In der Medizin wird aus dem Wurzelstock ein starkes Brechmittel namens Ipecacuana-Sirup hergestellt. Die Brechwurzel ist ein Strauch, der bis zu einem halben Meter hoch werden kann. Die am Wurzelstock gebildeten, zahlreichen Wurzeln sind von einer dicken Rinde umgeben. Es wächst ein einziger, kurzer Stamm, der nur an den oberen Zweigen Blätter trägt. Diese sind Laubblätter, die ledrig, dunkelgrün und glatt sind. Ipecacuanha bildet fleischige, purpurrote Früchte, die sich später blauschwarz färben. Ihre Blüten sind weiß. Ihr Vorkommen ist besonders in Brasilien und Nicaragua zahlreich. Durch ihr sehr langsames wachsen, ist sie für eine Zucht oder Plantagenkultur eher ungeeignet. Dies kommt dennoch gelegentlich in Amerika und Indien vor. Gefunden wurde die Brechwurzel in Costa Rico ebenso, wie in Panama, Kolumbien, Brasilien und Ecuador, dort aber nur in Napo. Die betroffenen Patienten leiden meist unter anhaltender Übelkeit, häufigem Erbrechen oder Migräne. Häufig ist auch bei Asthma oder Bronchitis eine Anwendung von Arzt empfohlen. Sollte die Frau eine sehr starke Monatsblutung haben, Kopfschmerzen und Ohnmachtsgefühle zugleich, so hilft Ipecacuanha ebenfalls. Dies zählt auch für die morgendliche Übelkeit bei Schwangeren.

Steckbrief

Volkstümlicher NameBrechwurzel, Cephaelis ipecacuanha
Art der SubstanzWurzel
Typische PotenzenD6 – D12
Verschreibungspflichtig bisD3
Erscheinungblass
verschwitzt
ängstlich
HauptanwendungenAtemnot
Migräne
Übelkeit

Verwendung des Ipecacuanha in der Homöopathie

Da die Brechwurzel sehr giftig ist, ist Ipecacuanha in Deutschland verschreibungspflichtig. Bei einer Einnahme führt die Brechwurzel zu Heiserkeit, Husten, sowie zu Fließschnupfen. Es kann zu blutigem Durchfall, Krämpfen, sogar bis zum Schock oder Koma kommen. Das Mittel wird aus der getrockneter Wurzel und verdünntem Alkohol hergestellt. Das wirksamste Mittel hier ist Emetin, ein weiteres Cephaelis. Sie wirken besonders auf Schleimhäute, Magen und Darm, sowie auf die Atemwege. Das Arzneimittel wird dazu genutzt, Erbrechen herbeizuführen. Früher wurde es im Anfangsstadium einer Bronchitis als Hustenmittel genutzt, obwohl es dazu bessere Mittel gibt. In erster Linie wirkt Ipecacuanha auf den Verdauungstrakt und bewirkt in großen Gaben einen heftigen Magen- oder Darmkatarrh. Zudem reagieren Atmungsorgane gereizt auf das Mittel. Nerven und Blutgefäße werden ebenfalls beeinflusst. Meist klagen die Patienten auch über Widerwillen gegen jede Nahrung und erbrechen diese häufig sofort wieder. In der Homöopathie wird Ipecacuanha vorrangig bei Erkrankungen der Atemwege genutzt, die sich durch heftige, fast erstickende Hustenattacken ausdrücken, die Brechreize auslösen können. Leiden die Patienten an Keuchhusten oder Atemnot kann dies auf eine hohe Verschleimung der Atemwege zurück zu führen sein. Ipecacuanha ist aber auch in geläufigen Mitteln vorhanden, wie zum Beispiel in den Hustentabletten Aralis. Hier hat es die Potenzstufe D4. In der Zeit der Anwendung hatte das homöopathische Mittel viel Erfolg, wenn die Betroffenen einen Luftröhrenkatarrh, Keuchhusten, Amöbenruhr oder Wechselfieber hatten, sowie wenn sie aus diversen Organen bluteten. Bei empfindlichen Personen und besonders bei Frauen und Kindern wirkt das Mittel ausgesprochen gut. Durch ihre hohe Giftigkeit wird Ipecacuanha in der Pflanzenheilkunde nicht mehr verwendet.

Ipecacuanha hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Bindehautentzündung
  2. Brechdurchfall
  3. Bronchitis
  4. Diarrhoe
  5. Durchfall
  6. Dysenterie
  7. Fliess-Schnupfen
  8. Gastritis
  9. Gebärmutterblutungen
  10. Husten
  11. Keuchhusten
  12. Koliken
  13. Konjunktivitis
  14. Laufschnupfen
  15. Magen-Darm-Grippe
  16. Nausea
  17. Niesen
  18. Norovirus-Infektion
  19. Salmonellen-Infektion
  20. Verschleimung
  21. Zu starke Menstruations-Blutungen
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