Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Naphthalinum Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Naphthalinum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Asthma, Bronchitis und Heuschnupfen. Fotolia © vinodpillai

Erfahre mehr über Naphthalinum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Asthma, Bronchitis und Heuschnupfen. Fotolia © vinodpillai

Naphthalinum ist ein Mittel der Homöopathie, das weniger oft genutzt wird. Umgangssprachlich ist es auch als Naphthalin bekannt. Es wirkt besonders auf Patienten, die ein gelbliches und unruhiges Erscheinungsbild haben. Sie werden von krampfartigen Schmerzen in den Atem- und Harnwegen geplagt, können aber auch Asthma, Heuschnupfen oder Bronchitis haben. Die empfohlene, herkömmliche Potenz liegt bei D4 bis einschließlich D12. Es ist eine chemische Substanz, die farblos ist. Sie setzt sich aus Kohlenstoff und Wasserstoff zusammen. Schon bei Raumtemperatur geht der Stoff direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Naphthalin riecht nach Teer oder Mottenpulver und ist meist umwelt- und gesundheitsschädlich. Die chemische Substanz kommt jedoch auch in der Natur vor. So wurden bereits Spuren des Stoffes entdeckt, die von Magnolien und Hirscharten abgesondert wurden. Zudem sind Termiten einer bestimmten Art Stoffträger des Naphthalins. Sie nutzen es, um sich vor Feinden, wie beispielsweise giftigen Pilzen oder Ameisen, zu schützen. Mengenmäßig ist Naphthalinum in Steinkohleteer die größte Komponente. Ihr Vorkommen in Petroleum ist bewiesen und nicht selten. Zudem steckt Naphthalin in vielen fossilen Energieträgern. Es entsteht, wenn Tabak oder Holz verbrannt wird.

Steckbrief

Volkstümlicher NameNaphthalin
Art der SubstanzChemische Substanz
Typische PotenzenD4 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinunggelblich
unruig
HauptanwendungenAsthma
Bronchitis
Heuschnupfen

Verwendung von Naphthalinum in der Homöopathie

Früher war der Stoff der Hauptbestandteil in Mottenkugeln, da die Substanz jedoch sehr streng riecht, wurde sie durch einige andere ersetzt. Oft wird Naphthalin zur Desinfektion von Insektensammlungen genutzt, auch wenn es kaum wirksam ist. Anfang des 20. Jahrhunderts kam es im Leuchtgas vor. In der natürlichen Form des Naphthalins reagiert die Haut mit starken Reizungen auf diesen Stoff. Ein Hautkontakt kann zu Dermatitis führen. Naphthalin schadet den roten Blutkörperchen. Wenn Naphthalin eingeatmet wird, treten Schleimhautreizungen und Kopfschmerzen, sowie Übelkeit auf. Oft kommt es in diesen Fällen zu Erbrechen oder zu Fällen starker Verwirrtheit. Eine unbedachte Einnahme des Stoffes führt unmittelbar zu Magen-Darm-Störungen und Krämpfen, aber auch Atemlähmung und Tremor können hervorgerufen werden. Naphthalin wurde trotz dieser gesundheitsschädlichen Wirkung zur Behandlung von Darminfektionen genutzt. Hauptsächlich findet der Stoff seine Anwendung heutzutage in der Weiterverarbeitung zu Kraft- und Kunststoffen sowie Lösungsmitteln. Auch in Seifen befindet sich Naphthalinum. In der Homöopathie zeigt der Stoff eine heilende Wirkung. Leidet ein Patient oder eine Patientin unter Asthma, grauem Star oder Lungenemphysem, so ist Naphthalin ein sehr wirksames Mittel. Es wird ebenfalls eingesetzt, wenn im Falle einer Bronchitis der Husten sehr trocken und krampfartig ist. Eine gereizte Harnröhre und Krämpfe der Harnblase werden durch das homöopathische Mittel gelindert. Zudem lassen sich gelbliche Färbungen der Haut mit Naphthalin behandeln. Beim Niesen entweicht dem Patient manchmal versehentlich etwas Urin und er leidet unter anhaltender Unruhe. Entzündungen des Auges, die zu einem unangenehmen jucken führen sind ebenfalls Symptome für einen Patienten, der Naphthalin benötigt. Plötzliche Appetitlosigkeit und hohes Fieber quälen den Betroffenen. Jedoch sollte das Mittel nicht leichtfertig eingenommen werden und vor der Behandlung sollte ein Arzt oder erfahrener Homöopath sicherstellen, dass das Mittel wirklich benötigt wird.

Naphthalinum hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Atemnot
  2. Blasenkrämpfe
  3. Emphysem
  4. Grauer Star
  5. Harnröhrenentzündung
  6. Husten
  7. Katarakt
  8. Keuchhusten
  9. Krampfhusten
  10. Reizblase
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