Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Ignatia Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Ignatia und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Depressionen, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Fotolia © luismolinero

Erfahre mehr über Ignatia und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Depressionen, Kopfschmerzen und Schlaflosigkeit. Fotolia © luismolinero

Ignatia ist ein homöopathisches Mittel, welches aus den getrockneten, bereits reifen und sehr harten Samen der Pflanze gewonnen wird. Die giftige Schlingpflanze Ignatia Amara, oder auch die Ignatiusbohne wächst in der Ebene genauso, wie an Berggipfeln. Meist findet man sie an Bäumen. Die Form und Farbe der Früchte ähnelt der Orange. Ignatia zählt zu der Gattung der giftigen Schlingpflanzen und der Familie der Brechnussgewächse. Ihren Ursprung findet sie auf den Philippinen, wo sie auch heute noch zahlreich vertreten ist. Die Wirkstoffe Ignatias sind psychoaktiv, was bedeutet, dass sie eine direkte Wirkung auf das Nervensystem haben. Dort löst sie psychische Veränderungen und Muskelkrämpfe aus. Meist kommt es zu mentaler und körperlichen Erschöpfung, wenn man Erfahrungen mit unterdrückter Wut oder Kummers hat, oft enttäuscht wurde oder ähnliches. Dies hat zur Folge, dass sich der Betroffene oft zurück zieht und allein sein möchte. Die Emotionen sind häufig sehr übertrieben. So macht beispielsweise Widerspruch wütend, manchmal sogar hysterisch. Ignatia-Patienten sind sehr launenhaft. Freude und Leid wechseln sprunghaft, sodass sie erst lachen und kurz darauf weinen können. Sie können meist ihre Gefühle gar nicht ausdrücken, daher wirkt ihr verhalten oftmals paradox oder unverständlich. Da die meisten Patienten eine zu hohe Erwartung an die Umwelt stellen ist Enttäuschung in den meisten Fällen unvermeidlich. Kinder, die von Ignatia betroffen sind wirken nervös oder haben Magenverstimmungen. Häufig sind sie auch geräuschempfindlich und haben oft Kopfschmerzen. Diese Kinder reagieren sehr empfindlich auf Rückschläge und haben große Angst vor Blamagen.

Steckbrief

Volkstümlicher NameSt. Ignatius Bohne, Strychnos ignatii
Art der SubstanzGiftige Samen
Typische PotenzenD6 – D12
Verschreibungspflichtig bisD3
Erscheinungempfindsam
idealistisch
unausgeglichen
HauptanwendungenDepressionen
Kopfschmerzen
Schlaflosigkeit

Verwendung von Ignatia in der Homöopathie

Schon sehr früh war die giftige Schlingpflanze mit ihren gelben hartschaligen Früchten bekannt. Sie sind sehr bitter, so groß wie Zitronen und beinhalten je 40 Ignatiusbohnen, die mit hellen Härchen überzogen sind. Anders als im europäischen, wurde in China Ignatia gegen Spulwürmer genutzt, aber auch bei Schwertwunden, Vergiftungen, oder Entbindungen. In der europäischen Medizin wurde Ignatia hauptsächlich bei der Behandlung gegen Krämpfe, Magenbeschwerden oder Lebererkrankungen eingesetzt. In der Homöopathie heutzutage wird Ignatia immer noch dazu genutzt, diese Beschwerden zu lindern, aber oft auch bei Erkrankungen von Milz und Darm. Für Ignatia sind die Potenzen D6 bis D12 typisch. Bis einschließlich D3 sogar verschreibungspflichtig. Die Patienten sind meist unausgeglichen oder idealistisch, doch Ignatia kann ebenfalls bei Schlaflosigkeit, Depressionen oder Kopfschmerzen verwendet werden. Auch die weniger seltenen Beschwerden wie Erbrechen, Brechdurchfall, Ohnmachtsneigung oder Hysterie können mit diesem homöopathischen Mittel behandelt werden. Für Frauen ist es ebenfalls möglich, bei Menstruationsbeschwerden das Mittel vom Arzt verschrieben zu bekommen. Das Mittel kann nicht einfach genutzt werden, da es zuerst einer ärztlichen Begutachtung bedarf. Bei ernsthafter oder unklarer Erkrankung sollte direkt der zuständige Arzt kontaktiert werden. Wenn Ignatia genutzt werden soll, ist eine Absprache mit dem Arzt oder dem Heilpraktiker Pflicht. Die Dosis und die Häufigkeit der Einnahme müssen vorschriftsmäßig erfolgen, da Ignatia bei einer Überdosis zu einer Vergiftung oder gar zum Erstickungstod führen kann.

Ignatia hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Brechdurchfall
  2. Erbrechen
  3. Fieber
  4. Halsentzündung
  5. Husten
  6. Hysterie
  7. Hämorrhoiden
  8. Magen-Darm-Grippe
  9. Magengeschwür
  10. Menstruation (ausbleibende)
  11. Menstruationsbeschwerden
  12. Migräne
  13. Norovirus-Infektion
  14. Ohnmachtsneigung
  15. Reizhusten
  16. Salmonellen-Infektion
  17. Schmerzempfindlichkeit
  18. Trauer
  19. Verstopfung
  20. Übelkeit
Informieren Sie sich auf folgender Seite über die Anwendung und Dosierung von Homöopathie:
Anwendung und Dosierung von Homöopathie
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