Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Mandragora Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Mandragora und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Bronchitis, Kopfschmerzen und Unruhe. Fotolia © frank1crayon

Erfahre mehr über Mandragora und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Bronchitis, Kopfschmerzen und Unruhe. Fotolia © frank1crayon

Mandragora ist eine giftige Pflanze, die im Mittelmeerraum beheimatet ist; sie ist auch unter dem Namen Springwurz, Zauberwurzel oder Alraune bekannt. Der wissenschaftlich korrekte Ausdruck ist Mandragora officinarum; sie gehört zu den Nachtschattengewächsen. Schon in der Antike und im Mittelalter wurde ihr als Heil- und Zauberpflanze große Bedeutung zugeschrieben. Während in der Homöopathie nur die bis zu 60 cm lange Wurzel und die frischen Blätter zur Heilung verwendet werden, fanden früher alle Bestandteile der Pflanze Verwendung: es wurde Alraunen-Öl und –Wasser gewonnen, sowohl die Früchte, als auch die Rinde der Wurzel wurden benutzt. Da die Pflanze sehr giftig ist, wird sie heutzutage nicht mehr in der Heilpflanzenkunde angewendet. In der Homöopathie wird sie ausschließlich in hochverdünnter Form verabreicht, da sie dann nicht gefährlich ist. Die typischen Potenzen liegen zwischen D3 und D12. Das Mittel kann in Form von Globuli oder Dilution eingenommen, aber auch als Salbe verwendet werden.

Steckbrief

Volkstümlicher NameAlraune
Art der SubstanzHeilpflanze
Typische PotenzenD3 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinung 
HauptanwendungenBronchitis
Kopfschmerzen
Unruhe

Anwendungsgebiet der Mandragora in der Homöopathie

Das homöopathische Mittel wird, im Gegensatz zum Mittelalter, wo es nahezu als Allheilmittel galt, nicht übermäßig oft eingesetzt.

Psychische Anzeichen, bei denen die Verwendung von Mandragora empfehlenswert sein kann sind vor allem Depressionen und Angstzustände. Aus Angst unterdrücken die Patienten sowohl positive, wie auch negative Gefühle und Emotionen, was dazu führt, dass sie traurig, mutlos und depressiv werden. Die Depression kann auch durch nicht ausreichende Fürsorge im frühkindlichen Alter entstehen. Nur selten lassen diese Menschen ihre innere Aggressivität nach außen dringen, sie fressen lieber alles in sich hinein und ziehen sich von ihrer Außenwelt zurück. Außerdem kann Mandragora bei Trauma-Patienten Heilung oder zumindest Besserung erzielen. Die Kompensation der inneren Unruhe äußert sich in hohem Konsum von Genussmitteln, wie Zigaretten, Essen oder sogar Drogen.

Die Wirkung der Alraune ist bei übermäßigem Gebrauch lähmend oder sogar tödlich, während sie wohl dosiert schlaffördernd und schmerzstillend ist. Deshalb wird sie oft bei Schlafstörungen oder Schlaflosigkeit eingesetzt. Auch gegen Asthma, Gelenkschmerzen, Migräne und Kopfschmerzen, Nervenschmerzen, Darmträgheit, Bronchitis, Zahnschmerzen oder starke Hustenanfälle kann Mandragora helfen. Sie wirkt schmerzlindernd bei Rheuma, Arthritis und Gicht.

Physische Kennzeichen, die das homöopathische Mittel Mandragora anzeigen, können allergische Ausschläge um den Mund herum, Herpes, außerdem ein trockenes Gefühl im Mund sein. Andauerndes Aufstoßen ist typisch, genauso wie krampfartige Magenschmerzen, Durchfall oder Verstopfungen und ein aufgeblähter Bauch. Des Weiteren leiden die Betroffenen oft unter Sinnestäuschungen oder Sehstörungen, die sich darin äußern, dass man Dinge größer wahrnimmt als sie eigentlich sind. Eine Pupillenerweiterung kann darauf hinweisen. Die Überempfindlichkeit gegenüber Geräuschen und Kälte, mangelnde Konzentration und Vergesslichkeit können ebenso Anzeichen dafür sein, dass eine Behandlung mit Mandragora geeignet ist.

Das Krankheitsbild verschlechtert sich mitten in der Nacht oder in den frühen Morgenstunden (3 – 5 Uhr), außerdem durch fettige Mahlzeiten, Bewegung, körperliche Anstrengung, Wärme und in geschlossenen engen Räumen. Eine Verbesserung findet hauptsächlich durch Liegen oder Rückwärtsbeugen statt.

Mandragora hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Asthma
  2. Atemnot
  3. Bronchialasthma
  4. Dyspnoe
  5. Heiserkeit
  6. Husten
  7. Kongestion
  8. Nervosität
  9. Reizhusten
  10. Sehstörungen
  11. Sinnestäuschungen
  12. Verwirrung
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