Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Aloe Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Aloe und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Blähungen, Durchfall und Verstopfung. Fotolia © Nenov Brothers

Erfahre mehr über Aloe und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Blähungen, Durchfall und Verstopfung. Fotolia © Nenov Brothers

Die Aloen stammen aus der Familie der Grasbaumgewächse und der Unterfamilie der Affodillgewächse. Die Gattung der Aloen umfasst über 500 verschiedene Arten und gehört zur Ordnung der spargelartigen Pflanzen. Die Hauptverbreitung der Aloe-Pflanze befindet sich auf Süd- sowie Ostafrika, Indien, Karibik, Madagaskar, Maskarenen und Teile der Arabischen Halbinsel. Carl von Linné war der Erster, der 1753 die Aloen wissenschaftlich beschrieben hat. Die Aloen sind saftreiche Pflanzen, die entweder stammlos, strauchig oder baumförmig auftreten. Der Stamm besitzt bei manchen Arten weitere Zweige und bei anderen ist er ganz einfach. Die Blätter sind meistens dreieckig und der Rand besitzt feine dreieckige Zähne. Der Saft der Aloen, der sich in den Blättern befindet, ist ein bitterer gelber oder brauner Saft. Die Blätterfarbe weicht von Art zu Art voneinander ab; die Blätter sind entweder einheitlich gefärbt oder mit weißen oder hellgrünen Flecken bedeckt. Die Blätter der Barbados-Aloe (Aloe vera) können bis zu 50 cm lang werden und der Blütenstand bis zu einem Meter hoch wachsen. Die Blüten der Aloe vera sind orange-gelb und sitzen an ungefähr 5 mm langen Blütenstielen. Die Barbados-Aloe findet man hauptsächlich in der Karibik und Indien und nennt man auch häufig noch die echte Aloe, da vera auf lateinisch wahr bzw. echt bedeutet. Die wildwachsenden Aloen vera sind seit 1973 geschützt. Eine Legende besagt, dass bereits Kleopatra Aloe vera nutzte, um noch schöner zu werden. Neben den kosmetischen Aspekten wird die Aloe vera sehr häufig in der Homöopathie genutzt.

Steckbrief

Volkstümlicher NameAloe
Art der SubstanzHeilpflanze
Typische PotenzenD6 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinung 
HauptanwendungenBlähungen
Durchfall
Verstopfung

Anwendungsgebiete der Aloe in der Homöopathie

Aus der Aloe vera wird die sogenannte Curaçao-Aloe gewonnen, die den Inhaltsstoff Aloin enthält. Aloin hat bei Einnahme eine starke abführende Wirkung, weshalb Aloe vera häufig als homöopathisches Mittel gegen Verstopfung eingesetzt wird. Das Problem hierbei ist nur, dass bei längerer Einnahme Nebenwirkungen auftreten können. Denn Aloe vera stört in großer Menge den Wasser- und Elektrolythaushalt und es kann zu einem Kaliumverlust kommen. Außerdem kann das Urin des Betroffenen Eiweiß und Blut enthalten. Bei einer Überdosierung kann es sogar zu Vergiftungserscheinungen kommen. Das bedeutet, dass der Patient krampfartige Schmerzen und schwere Durchfälle bekommt. Die im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein können, falls der Elektrolyt- und Wasserhaushalt zu sehr darunter leidet. Daher sollten Sie Aloe vera nur mit Absprache eines Arztes, Apothekers oder eines Homöopathen nehmen. Aus der Aloe vera kann man auch ein Aloe-vera-Gel herstellen, das nicht nur in der Kosmetik, sondern auch in der Homöopathie seine Anwendung findet, weil es entzündungshemmende, wundheilende und immunstimulierende Eigenschaften besitzt.

Neben der Verstopfung helfen die Aloen auch bei Darmentzündungen. Die Potenz der Aloe D6 unterstützt den Heilungsprozess der Darmentzündung. Die Potenz D6 zeigt ihre heilende Wirkung auch bei Durchfall, Hämorrhoiden und Blähungen. Darüber hinaus sind aber die kompletten Potenzen D6-12 der Aloe in der Homöopathie bekannt. Denn die Aloen helfen als homöopathisches Mittel auch bei akuten Magen- sowie Darmbeschwerden, starkem Stuhldrang, blutigen sowie schleimigen Stuhl, Afterbrennen, Darmkolik, Stuhlinkontinenz, Verdauungsstörungen und Dickdarmentzündung.

Aloe hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Afterbrennen
  2. Blutiger Stuhl
  3. Darmkolik
  4. Hämorrhoiden
  5. Schleimiger Stuhl
  6. Stuhldrang
[Gesamt:3    Durchschnitt: 3.7/5]