Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Digitalis Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Digitalis und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Herzschwäche, Migräne und Schlaflosigkeit. Fotolia © helmutvogler

Erfahre mehr über Digitalis und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Herzschwäche, Migräne und Schlaflosigkeit. Fotolia © helmutvogler

Das homöopathische Mittel Digitalis, oft auch Digitalis purpura genannt, wird aus dem roten Fingerhut gewonnen. Die Pflanze ist in Europa heimisch und vor allem an Waldrändern und auf Kahlschlägen zu finden. Wegen ihrer großen auffälligen Blütenkerzen ist sie auch eine beliebte Zierpflanze für den Garten. Sie wächst zweijährig, im ersten Jahr bildet sich nur eine bodenständige Blattrosette, aus der sich dann im zweiten Jahr ein bis zu 150 cm hoher Stiel entwickelt, welcher dann die charakteristischen Blüten trägt. Schon früh wurde der Fingerhut als Heilpflanze entdeckt und diente in der Volksmedizin als Mittel gegen Herzinsuffizienz. Aufgrund seiner hohen Giftigkeit sollte man sich in keinem Fall selbst an der Pflanze versuchen, schon der Verzehr einiger weniger Blätter führt zu tödlichen Vergiftungen. Zur Herstellung des homöopathischen Mittels Digitalis werden die Blätter der Pflanze geerntet, bevor sie ihren Blütenstand ausbildet. Zu diesem Zeitpunkt sind sie am wirksamsten. Typischerweise wird Digitalis in Form von Globuli angeboten. Die am häufigsten verwendeten Potenzen sind D6 bis D12.

Steckbrief

Volkstümlicher NameFingerhut
Art der SubstanzHeilpflanze
Typische PotenzenD6 – D12
Verschreibungspflichtig bisD3
Erscheinungkurzatmig
schwach
HauptanwendungenHerzschwäche
Migräne
Schlaflosigkeit

Anwendungsgebiete von Digitalis in der Homöopathie

Digitalis wird vor allem in der Kardiologie verwendet. Es ist als Mittel gegen Herzrhythmusstörungen sehr wirksam. Hierbei können sowohl Tachykardie, als auch Bardykardie behandelt werden. Bei Tachykardie hat der Patient einen beschleunigten Puls und leidet an Herzrasen. Typischerweise werden diese Beschwerden bei körperlicher Anstrengung noch ausgeprägter. Im Falle einer Bardykardie verringert sich die Herzfrequenz. Der Herzschlag wird schwächer und seltener, was bei vielen Patienten zu dem Eindruck führt, dass ihr Herz völlig aussetzen würde. Dieses Symptom führt daher nicht selten zu Todesangst und verschlimmert die körperlichen Beschwerden aufgrund der psychischen Belastung nochmals. Sind die Herzrhythmusstörungen nur leicht ausgeprägt, wird die Einnahme von den Potenzen C7 oder C9 empfohlen. Der Patient nimmt fünf Globuli täglich, bis sich die Beschwerden merklich bessern.

Auch ein Problem mit den Nieren kann Herzbeschwerden wie Extrasystolen hervorrufen. Hierbei haben Betroffene neben dem normalen Herzrhythmus noch zusätzliche unregelmäßige Herzschläge, die oft als „Stolpern“ wahrgenommen werden. Besonders bei Jugendlichen sind ungefährliche Extrasystolen öfter festzustellen. Sind sie jedoch mit einer Nierenentzündung verbunden, sollten sie auf jeden Fall behandelt werden. Zur richtigen Dosierung sollte dann ein Arzt aufgesucht werden.

Das Gemüt eines Digitalis-Patienten kann als pessimistisch beschrieben werden. Da Digitalis eng mit dem Herz-Kreislauf-System verbunden ist, waren Betroffene vor auftretenden Herzproblemen meist voller Tatendrang und sehr unternehmungslustig. Durch die Einschränkungen, welche mit Herzproblemen einhergehen, schlägt diese Einstellung ins Gegenteil um. Die Angst vor zu hoher körperlicher Belastung und der zusätzlichen Mühe, die einige Tätigkeiten den Patienten abverlangen, führen zu großer Niedergeschlagenheit und Trauer. Oft wird dieser Zustand auch von Furcht vor dem Tod begleitet.

Da Herzbeschwerden oft zu einer Sauerstoffunterversorgung oder auch Durchblutungsstörungen führen, wird Betroffenen leicht schwarz vor Augen. Viele frieren schnell und sind schnell erschöpft und außer Atem. Oft kommt es auch zu Wasseransammlungen, besonders Ödeme in den Beinen sind typisch für Digitalis-Patienten.

Ein weiteres Anwendungsgebiet von Digitalis ist die Prostatahypertrophie. Hierbei ist die Prostata vergrößert und erschwert das Wasserlassen. Besonders mit zunehmendem Alter tritt diese Erkrankung vermehrt auf und kann zu gefährlichem Harnstau führen. Patienten sollten daher bei deutlichen Beschwerden und Nierenschmerzen unverzüglich einen Arzt aufsuchen.

Digitalis hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Geschwollene Füsse
  2. Herzinsuffizienz
  3. Kurzatmigkeit
  4. Prostatahypertrophie
  5. Prostatavergrösserung
  6. Schlafstörungen
  7. Wassereinlagerungen
  8. Wassersucht
  9. Ödeme
Informieren Sie sich auf folgender Seite über die Anwendung und Dosierung von Homöopathie:
Anwendung und Dosierung von Homöopathie
[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]