Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Akelei gegen Läuse, Rheuma und Appetitlosigkeit

Erfahre mehr über die heilende Wirkung der Akelei. Die Heilpflanze eignet sich vor allem zur Behandlung von Appetitlosigkeit, Rheuma und Läusen. © doris oberfrank-list

Erfahre mehr über die heilende Wirkung der Akelei. Die Heilpflanze eignet sich vor allem zur Behandlung von Appetitlosigkeit, Rheuma und Läusen. © doris oberfrank-list

Die Akelei ist in Mitteleuropa verbreitet. Bei uns in Deutschland findet man sie besonders im Süden, dort sogar recht häufig. In nördlicheren Gegenden ist sie jedoch kaum vertreten. Als Standort bevorzugt die Akelei lichte Laubwälder, Waldränder und Lichtungen. Außerdem ist die Pflanze aus der Familie der Ranunculaceae auch als Gartenpflanze sehr beliebt und in vielen Unterarten vertreten. Manche Züchtungen weisen sich durch weiße oder auch purpurne Blüten aus. Im Frühjahr treibt die Akelei schon zeitig aus und wird bis zu einem Meter hoch. Von April bis Juli blüht die Pflanze. Die gemeine Akelei trägt dabei schöne blau-violette Blüten, die ihr, wegen ihrer besonderen Form, viele volkstümliche Namen verliehen haben. Frauenhandschuh, Taubenblume oder Pfaffenkäpple sind einige Beispiele. Gerade im Mittelalter war die Akelei als Heilkraut sehr beliebt, schon früh wird ihr Anbau in Klostergärten erwähnt. Hildegard von Bingen erwähnt sie in vielen ihrer Rezepturen. Damals galt die Akelei zudem als Aphrodisiakum und sollte die Manneskraft steigern. Im Volksmund war sie daher auch unter dem Namen Venuswagen bekannt. Außerdem war die Akelei in der Kunst wegen ihrer Symbolik ein beliebtes Motiv und findet sich auf vielen Gemälden und Wandmalereien. So galt ihre kompliziert aufgebaute Blüte als Symbol für die Dreifaltigkeit Gottes. Oft wurde sie auch als Sinnbild für die Demut und Bescheidenheit Marias verwendet. In der italienischen Kunst hingegen, galt sie als Symbol für heimliche Liebe.


Verwendung der Akelei als Heilpflanze

Da die Akelei leicht giftig ist, wird sie kaum als Heilpflanze genutzt. Hinzu kommt, dass sie nicht wild geerntet werden darf. Auch wenn sie in Süddeutschland recht häufig zu finden ist, ist ihr Bestand in einigen Bundesländern gefährdet und in anderen ist die Pflanze schon völlig verschwunden. Zieht man die Akelei im eigenen Garten, kann sie jedoch ohne Bedenken gesammelt werden. Hierzu eignet sich die Zeit zwischen Juni und Oktober. Auch wenn die heilenden Eigenschaften der Akelei nicht zu stark ausgeprägt sind, kann sie doch gut eingesetzt werden. Gerade als Ergänzung zu anderen Kräutermischungen, bietet sie sich an. Hierbei muss man keine Bedenken bezüglich ihrer Giftigkeit haben, denn getrocknet oder erhitzt verlieren ihre Blätter die schädlichen Inhaltsstoffe. Nur die Samen sollten nicht innerlich angewandt werden.

In einer Teemischung beispielsweise, kann die Akelei die Verdauung anregen und Magendarmbeschwerden mildern. Zudem wirkt der Tee blutreinigend und eignet sich daher als Entschlackungskur und bei einem allgemeinen Schwächezustand. Rheuma und Gischt können mit einem Tee aus Akeleiblättern und Wurzeln gelindert werden, denn er regt den Stoffwechsel an. Außerdem soll er auch bei Menstruationsbeschwerden eine positive Wirkung zeigen.

Äußerlich kann der Tee gegen Hautprobleme helfen. Waschungen und Umschläge bekämpfen dabei Parasiten die sich auf der Haut eingenistet haben und Juckreiz und Entzündungen auslösen.
Auch die Samen der Akelei fanden traditionell Anwendung. Zerstampft und getrocknet sollen sie gegen Läuse und andere Parasiten helfen.

Die Akelei hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Appetitlosigkeit
  2. Gicht
  3. Rheuma
  4. Skorbut
  5. Nervenreizung
  6. Hautunreinheiten
  7. Ekzeme
  8. Geschwüre
  9. Fisteln
  10. Parasiten
  11. Läuse
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