Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Bibernelle gegen Asthma, Heiserkeit und Nierensteine

Erfahre mehr über die heilende Wirkung der Bibernelle. Die Heilpflanze eignet sich vor allem zur Behandlung von Asthma, Heiserkeit und Nierensteine. © Anton

Erfahre mehr über die heilende Wirkung der Bibernelle. Die Heilpflanze eignet sich vor allem zur Behandlung von Asthma, Heiserkeit und Nierensteine. © Anton

Die kleine Bibernelle, die auch Bibernell, Bockswurz, Bockwurz, Pfefferwurz, Rosskimm, Steinbrechwurz, Steinpeterlein oder Pimpernellwurz genannt wird, gehört zu der Gattung der Bibernellen. Zu dieser Gattung zählen weitere 150 Arten, unter anderem die als Gewürz bekannte Pflanzenart Anis. Die lateinische Bezeichnung der kleinen Bibernelle lautet Pimpinella saxifraga. In Europa, Zentralasien, Kleinasien und am Kaukasus kann die kleine Bibernelle, die zur Familie der Doldenblütler und der Unterfamilie der Apioideaer gehört, gefunden werden. Vermutet wird, dass die kleine Bibernelle in Deutschland zu den Archäophyten zählt, d.h. sie gilt nicht als einheimisch, sondern stammt aus einem fremden Ökosystem. Obwohl ihr Bestand aufgrund der Intensivierung der Bodennutzung rückgängig ist, gehört sie noch nicht zu den bedrohten Pflanzenarten. Am wohlsten fühlt sich die kleine Bibernelle an Zäunen, Wegen und auf Wiesen, ist aber grundsätzlich überall zu finden. Die kleine Bibernelle bevorzugt lichtreiche, halbwegs trockene, nährstoffarme und kalkhaltige Orte.  Ihre Größe liegt zwischen 30 und 50 cm. Der runde Stängel besitzt dunkelgrüne, gefiederte Blätter. Die Blüten sind von weißer Farbe, aus denen sich braune Samen mit beißendem Geschmack entfalten. Ein besonderes Merkmal der kleinen Bibernelle ist das Fehlen von Hüllblättern, Hüllchenblättern und Kelchblättern. Vom Aussehen her ähnelt die kleine Bibernelle der Kümmelblüte. Die kleine Bibernelle tritt aber im Gegensatz zur Kümmelblüte zwischen Juli und Oktober auf. Der auch gebräuchliche Name „Bockwurz“ entstand durch den Geruch der Wurzel, der dem eines Ziegenbockes ähnelt. Die Wurzel wird durchschnittlich 1 cm dick und verändert ihre Farbe beim Anschneiden nicht. Sie wird entweder im Frühjahr oder im Herbst gesammelt, der Samen dagegen wird nur im Herbst gesammelt. Die Raupen der Schmetterlinge, Bibernell-Widderchen und Bibernell-Bergwieseneulen ernähren sich ausschließlich von den Blättern der kleinen Bibernelle. Außerdem ist die Bibernelle eine Wirtspflanze für den Rostpilz Puccinia piminellea.


Verwendung der Bibernelle als Heilpflanze

Die Wurzel der kleinen Bibernelle wird in der Heilkunde genutzt, da sie ätherisches Öl und verschiedene Cumarinderivate enthält. Eine Methode, sie als Heilmittel gegen einen verdorbenen Magen oder gegen Heiserkeit zu sich zu nehmen ist es, sie zu Pulver zu zermahlen und danach entweder mit Wasser oder Wein aufzunehmen. Außerdem wird der Wurzel nachgesagt, dass sie Nierenentzündungen, Leberentzündungen und Galleleiden lindert. Der Absud der kleinen Bibernellwurzel erwirkt einen Brechreiz, der vom Nutzen sein kann, wenn man eine gifte Speise zu sich genommen oder sich den Magen mit etwas anderem verdorben hat. Eine andere Möglichkeit die heilende Wirkung der Bibernellwurzel zu entfalten ist es, sie zu zerkauen und mit Saft zu sich zu nehmen. Diese Verwendungsart hilft bei Asthma, Heiserkeit und Nierensteinen. Außerdem wird Bibernell bei Entzündungen, Eiter, Magenvergiftungen, unreinem Blut und Grippe zu sich genommen. Die kleine Bibernelle wird auch häufig als Hausmittel zum Schwitzen verwendet. Darüber hinaus wird ihr eine harntreibende und menstruationsfördernde Wirkung zu gesprochen, wenn man sie flüssig zu sich nimmt. Von der Likörindustrie wird sie dahingehend genutzt, dass das Kraut Magenbitter aromatisieren soll.

Die Bibernelle hilft bei folgenden Krankheiten:

  1. Appetitlosigkeit
  2. Asthma
  3. Blähungen
  4. Bronchitis
  5. Darmentzündung
  6. Durchfall
  7. Ekzeme
  8. Erkältung
  9. Fieber
  10. Gicht
  11. Grippe
  12. Halsschmerzen
  13. Hämorrhoiden
  14. Hautausschläge
  15. Heiserkeit
  16. Herzbeschwerden
  17. Husten
  18. Kehlkopfentzündungen
  19. Menstruations fördernd
  20. Müdigkeit
  21. Nierensteine
  22. Rachenentzündung
  23. Rheuma
  24. Sodbrennen
  25. Verdauungsschwäche
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