Ackerschachtelhalm gegen Blasenschwäche, Blutungen und Krampfadern

Erfahre mehr über die heilende Wirkung des Ackerschachtelhalms. Die Heilpflanze eignet sich vor allem zur Behandlung von Blasenschwäche, Blutungen und Krampfadern. © emer

Erfahre mehr über die heilende Wirkung des Ackerschachtelhalms. Die Heilpflanze eignet sich vor allem zur Behandlung von Blasenschwäche, Blutungen und Krampfadern. © emer

Der Ackerschachtelhalm gehört zur Gruppe der Schachtelhalmgewächse, der Equisetaceae, und wird auch mit den Volksnamen Fegekraut, Katzenschwanz, Pfannebutzer oder Zinnkraut bezeichnet. Eindeutig definierbar ist der Ackerschachtelhalm unter dem lateinischen Namen Equisetum arvense. Er breitet sich unterirdisch auf einer lang verzweigten und kriechenden Grundachse aus. Als eine Art Urpflanze ist er sehr widerstandsfähig und ausdauernd. Einmal im Garten angesiedelt, bedarf es einiger Mühe, den Ackerschachtelhalm wieder loszuwerden. Sein Vorkommen zieht sich über sehr weite Flächen Europas hin und ist fast überall zu Hause. Vorrangig wird er auf Äckern, Böschungen oder Eisenbahndämmen gefunden. Aber auch auf Wiesen und in Wäldern trifft man ihn sehr oft an. Die Pflanze ist mehrjährig, jedoch blüht sie aber nicht, sondern hat sehr typische endständige Sporenähren. Der März und der April sind die Monate der Sporenreife. Es gibt fruchtbare und unfruchtbare Stängel. Aus der Grundachse treiben im Frühjahr die ca. 20 cm hohen, unverzweigt sporentragenden Stängel, deren Farbe Hellbraun bis Rötlich scheint. Nach dem Abwelken der fruchtbaren Sprosse zeigen sich grüne Sommersprosse, die unfruchtbaren Stängel. Diese sind aus einer Reihe hohler Glieder zusammengefügt, die bis zu 5 mm dick werden und nahezu einen halben Meter hoch wachsen können. Am Blattgrund lassen sich die einzelnen Pflanzenteile wie Steckhütchen leicht voneinander trennen und wieder zusammenstecken. Jeder dieser Gliederabschnitte steckt mit einen Blattquirl mit einem gezähnten Schaft. Am Ende der grünen, gefurchten Stängel kommen aus dem Blattquirl ungeteilte Blätter. Die Pflanze wächst aufrecht, mit abstehenden Blattästen. Leider besteht eine Verwechslungsgefahr mit dem giftigen Sumpfschachtelhalm. Deshalb sollte Ackerschachtelhalm nur von absolut Fachkundigen gesammelt und identifiziert werden, um ihn als Heilpflanze zur Beschwerdelinderung einzusetzen.


Verwendung des Ackerschachtelhalms als Heilpflanze

Die heilsamen Pflanzenteile des Ackerschachtelhalms befinden sich nur in den grünen Sommersprossen und werden auch nur im Frühsommer gesammelt. In dieser Reifezeit enthalten sie vor allem Kieselsäure und Saponine, die lokal den Durchtritt von Wasser durch das Gewebe erleichtern. Deshalb setzt man die Heilpflanze oft zur Behandlung von Nieren- und Blasenerkrankungen ein. Aufgüsse können für wohltuende Sitzbäder verwendet werden und haben sich als sehr hilfreich bewährt. Als harntreibendes Mittel zeigen die Wirkstoffe bei Wassersucht ihre positive Wirkung. Dabei wird der Ackerschachtelhalm zur Teezubereitung eingesetzt. Hierfür werden ein bis zwei Teelöffel der zarten grünen Sommersprosse mit einer Tasse Wasser für ca. 10 Minuten ziehen gelassen. Natürliche Stoffe in den Pflanzenteilen des Ackerschachtelhalms unterstützen die Heilung auch von Lungenleiden, wie Lungentuberkulose und verhelfen zu einer Linderung der Beschwerden. Besonders bei inneren Blutungen wie Magenblutungen haben sich Teekuren aus der weit verbreiteten und leicht zu findenden Pflanze bewährt. Diese Teekuren unterstützen die Heilung, sind jedoch nicht so schleimhautaggressiv wie vergleichbare Mittel zur Heilung. Natürlich braucht eine Behandlung mit Naturheilmitteln bis zu einem wahrnehmbaren Effekt Zeit und Geduld und ersetzt keinen Arzt. Als Alternative zur Linderung leichter Beschwerden ist sie jedoch hilfreich.

Der Ackerschachtelhalm hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Afterjucken
  2. Blasenschwäche
  3. Blutungen
  4. Durchblutungsstörungen
  5. Frostbeulen
  6. Hautentzündungen
  7. Krampfadern
  8. Nierenschwäche
  9. Ödeme
  10. Rheumatische Schmerzen
  11. Schwache Menstruation
  12. Wassersucht
  13. Wunden
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