Nasenspülung selber machen

Erfahre mehr über selbstgemachte Spüllösungen für die Nasendusche und wie man diese richtig anwendet. Fotolia © Dan Race

Erfahre mehr über selbstgemachte Spüllösungen für die Nasendusche und wie man diese richtig anwendet. Fotolia © Dan Race

Spätestens in der kalten Jahreszeit ist es wieder soweit: Überall putzen sich Menschen die Nase oder husten. Wer an einer Erkältung leidet, kann oft nicht mehr frei atmen, die Nase ist dicht. Naseputzen ist eine Möglichkeit, den ungeliebten Schleim in den Nasennebenhöhlen loszuwerden. Sehr effektiv ist häufig jedoch auch eine Nasendusche. Hier wird der überflüssige Schleim mithilfe einer Spüllösung herausbefördert.

Wer an einem Schnupfen leidet, dessen Schleimproduktion ist stark erhöht. Das ist der Grund, warum wir uns beim Atmen dann häufig schwertun. Die Anwendung einer Nasendusche spült die Schleimhäute der Nase. Der Schleim wird dabei gelöst, und das Atmen fällt wieder leichter. Die Krankheitserreger werden auf diesem Weg ebenfalls herausgespült, und die Schleimhäute werden befeuchtet.

Eine Spüllösung für die Nasendusche selbst herstellen

Um die Nase zu spülen, eignet sich eine sogenannte physiologische Kochsalzlösung. Päckchen mit der passenden Menge Kochsalz gibt es in jeder Apotheke. Es ist jedoch ganz einfach, eine Spüllösung für die Nasendusche selbst herzustellen. Das Ziel ist dabei, eine Mischung herzustellen, die dem Salz-Wasser-Gemisch des menschlichen Körpers gleicht.

Pro Liter Wasser sollten in einer Lösung für die Nasendusche deshalb neun Gramm Kochsalz enthalten sein. Das entspricht zwei Teelöffeln. Pro Viertelliter sollte also ein halber Teelöffel Kochsalz verwendet werden. Wichtig ist dabei, weder zu warmes noch zu kaltes Wasser zu verwenden. Beides würde bei der Anwendung in der Nase weh tun. Lauwarmes Wasser ist deshalb am besten geeignet. Bei der Auswahl des Salzes ist es wichtig, dass weder Jod zugesetzt wurde noch Rieselhilfen enthalten sind.

Das Wasser-Salz-Gemisch sollte gut verrührt werden, damit sich das Salz vollständig auflöst. Wenn du zu wenig oder zu viel Salz verwendest, wird das Spülen der Nase unter Umständen unangenehm. Deshalb solltest du die oben genannte Menge unbedingt beachten. Wer unsicher ist, ob die Mischung richtig ist, kann auch einen Geschmackstest machen: Die Lösung sollte nach Tränen schmecken.

Die richtige Anwendung einer Nasendusche

Egal, ob bei Erkältung, einer Nasennebenhöhlenentzündung, trockenen Schleimhäuten oder bei Heuschnupfen – eine Nasendusche hilft, den Schleim in den Nasennebenhöhlen zu lösen. Auch nach Nasen-Operationen kann die Verwendung einer Nasendusche sinnvoll sein. In diesem Fall sollte die Anwendung jedoch mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Selbst vorbeugend oder bei äußeren Einflüssen auf die Atemluft, etwa durch Feinstaub, kann eine Nasendusche angewendet werden.

Eine Nasendusche gibt es sowohl in Plastik- als auch in Glas- oder Keramik-Ausführung. Sie sind immer mit einer Art Aufsatz für die Nase ausgestattet. Die hergestellte physiologische Kochsalzlösung wird in das Spülgerät eingefüllt. Zur Anwendung stellst du dich vor ein Waschbecken, der Kopf ist leicht seitlich und etwas nach oben gebeugt.

Bei manchen Nasenduschen gibt es ein Ventil, das vor der Verwendung zugehalten werden muss. Hiermit kannst du den Wasserfluss regeln. Das Ventil wird dann an das obere Nasenloch gehalten. Die Flüssigkeit fließt dann von dem betreffenden Nasenloch über die Nasennebenhöhlen in Richtung des anderen Nasenlochs. Dort tritt es wieder aus. Es ist wichtig, die Seite regelmäßig zu wechseln. Der Mund sollte während der Anwendung leicht geöffnet sein. Andernfalls flöße die Flüssigkeit in den Rachen, was für den Anwender unangenehm wäre.

Wer an einem akuten Infekt oder einer Pollen-Allergie leidet, kann eine Nasendusche mehrmals täglich verwenden. Vorbeugend kann dieses Hilfsmittel je nach Bedarf angewendet werden. Nach der Benutzung sollte das Spülgerät gründlich gereinigt werden, damit sich dort keine Keime festsetzen können.

Übrigens: Die Kochsalzlösung kann auch aus der Hand durch die Nase hochgezogen werden, wie es vielleicht die eigenen Großeltern noch getan haben. Das Ergebnis ist dasselbe, auch wenn nur ein Nasenloch zur selben Zeit gespült wird. Die Flüssigkeit fließt dann über den Rachen ab. Die meisten Menschen empfinden diese Variante jedoch als unangenehmer.

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