Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Jodum Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Jodum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Angst, Heiserkeit und Schnupfen. Fotolia © AlenKadr

Erfahre mehr über Jodum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Angst, Heiserkeit und Schnupfen. Fotolia © AlenKadr

Iod, Iodum, Iodid oder umgangssprachlich einfach Jod ist ein chemisches Element aus der Gruppe der Halogene. Den Namen trägt es aufgrund seiner typisch violetten Dampfeinfärbung beim Erhitzen, welche die alten Griechen „ioeides“ nannten, was so viel wie „veilchenfarbig“ bedeutet. Natürlich kommt Jodum hauptsächlich als Natriumsalz der Jodsäure in Mineralien wie bspw. Chilesalpeter vor. Organische Jodverbindungen lassen sich vor allem aus Meeresalgen, Tangen und Schwämmen gewinnen, weshalb man früher deren Aschen gegen Jodmangelerscheinungen wie Kropf verabreichte. Auch der Verzehr der Schilddrüse des Schafes wurde dagegen empfohlen, da das Organ für die Produktion der stoffwechselsteuernden Hormone Thyroxin und Triiodthyronin Jod einspeichert.

In der klassischen Medizin wird die Einnahme von Jod bei Problemen mit der Schilddrüsenfunktion direkt verordnet und darüber hinaus als Desinfektionsmittel bei bakteriellen und Pilzinfektionen sowie als Kontrastmittel eingesetzt. Eine besondere Bedeutung kommt den sogenannten „Jodtabletten“ zu, deren Einnahme bei nuklearen Störfällen die Schilddrüse gegen radioaktive Jodisotope immunisieren soll, weshalb diese Tabletten in den kernkraftreibenden Ländern in großen Mengen vorgehalten werden. Da Jod in seiner kristallinen Festform mit Ammoniak explosionsartig reagiert, ist es in der EU als Gefahrenstoff klassifiziert und darf nicht in die Umwelt freigesetzt werden. Handelsüblich sind deshalb jodhaltige Alkohollösungen, die für die homöopathische Anwendung weiter verdünnt werden können. Es ist aber auch möglich, die für die Dilution notwendigen Jodkristalle selbst zu gewinnen, in dem man Kalium- bzw. Natriumiodid in Schwefelsäure löst, dann vorsichtig verdampft und das im violetten Dampf aufsteigende Jod an einer kalten Glasplatte oder ähnlichem als Kristall niederschlagen lässt. Doch Vorsicht: Hierfür sind zumindest Schutzbrille und Atemschutz zwingend geboten. Als homöopathisches Mittel wird Jodum häufig in den Tiefenpotenzen zwischen D4 und D12 angemischt, da es bis D3 in Deutschland verschreibungspflichtig ist.

Steckbrief

Volkstümlicher NameJod
Art der SubstanzJod
Typische PotenzenD4 – D12
Verschreibungspflichtig bisD3
Erscheinungdünn
nervös
ängstlich
HauptanwendungenAngst
Heiserkeit
Schnupfen

Anwendungsgebiet von Jodum in der Homöopathie

Aufgrund der direkten Wirkung von Jod auf die Schilddrüsenfunktion wird es in der Homöopathie sehr häufig bei Personen angewandt, die über Probleme mit dem Stoffwechsel klagen und trotz Heißhunger abmagern. Damit einhergehenden anhaltenden Schnupfen, Heiserkeit oder auch Angstzustände kann die homöopathische Anwendung von Jodum wirksam lindern. Auch einschlägig ist die erfolgreiche Behandlung bei Diabetes mellitus, Gicht, Herzbeschwerden aufgrund von Bluthochdruck und schließlich gegen beinahe alle inneren Entzündungsherde, von der Sehnenscheitentzündung bis hin zur Magenschleimhautentzündung.

Personen, denen mit Jodum als homöopathischem Mittel geholfen werden kann, wirken dünn, nervös und ängstlich, eine ständige Unruhe bis hin zur Zappeligkeit wird oft beschrieben. Darüber hinaus ist auf hervorstechende Augen und ein verstärktes Schwitzen zu achten. Während Bewegung, Essen und kühle Luft Linderung verschaffen, verstärken Wärme, Fasten und Ruhe die Beschwerden noch.

des Weiteren können andere Symptome hinzutreten, die eine homöopathische Behandlung mit Jodum anraten lassen, wie bspw. eine Schrumpfung, Schwellung oder Verhärtung der Drüsen, Schmerzen in den Knochen bei Nacht, feuchtkalte Füße und Hände und eine schnell wiederkehrende Verunreinigung der Haut, einhergehend mit immer wieder auftretenden Entzündungen.

Jodum hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Abmagerung
  2. Abszesse
  3. Adnexitis
  4. Akne
  5. Angst
  6. Arteriosklerose
  7. Arthritis
  8. Asthma
  9. Atemnot
  10. Bronchitis
  11. Eierstockentzündung
  12. Fliess-Schnupfen
  13. Furunkel
  14. Gastritis
  15. Gelenkentzündung
  16. Halsentzündung
  17. Halsschmerzen
  18. Herzrasen
  19. Husten
  20. Kachexie
  21. Kehlkopfentzündung
  22. Krampfhusten
  23. Kropf
  24. Laryngitis
  25. Laufschnupfen
  26. Lungenentzündung
  27. Lymphknotenschwellung
  28. Magengeschwür
  29. Magenschleimhautentzündung
  30. Morbus Basedow
  31. Nervosität
  32. Pickel
  33. Pleuritis
  34. Pneumonie
  35. Polyarthritis
  36. Rachenentzündung
  37. Reizhusten
  38. Rheuma
  39. Rheumatismus
  40. Rhinitis
  41. Schilddrüsenüberfunktion
  42. Sehenscheidenentzündung
  43. Skrofulose
  44. Struma
  45. Tachykardie
  46. Tendovaginitis
  47. Ulcus duodeni
  48. Ulcus ventriculi
  49. Unruhe
  50. Zwölffingerdarmgeschwür
[Gesamt:1    Durchschnitt: 5/5]