Hausmittel und Alternativmedizin gegen Krankheiten

Hausmittel gegen Blähungen

Blähungen sind ein heikles Thema in unserer Kultur, man spricht nicht gerne darüber. Besonders peinlich, wenn sie uns in der Öffentlichkeit erwischen. Während andere Kulturen damit völlig unverkrampft umgehen, gilt es bei uns als gesellschaftlicher Fauxpas, seinen Blähungen den Weg nach draußen zu ermöglichen. Als Folge unserer Erziehung verkrampfen wir die Bauchregion und riskieren lieber ein ordentliches Bauchgrimmen, als pikierte Gesichter und gerümpfte Nasen in unserer Umgebung. Oft sind Blähungen die Folge unserer Ernährung, manchmal steckt jedoch auch eine ernste Krankheit dahinter. Chronische Blähungen sollten daher vom Arzt abgeklärt werden. So kann eine Laktoseunverträglichkeit ebenso zu chronischen Blähungen führen wie eine entzündliche Darmerkrankung. Doch was genau sind Blähungen? Blähungen sind eine Ansammlung von Gasen im Verdauungstrakt. Sie entstehen durch Verschlucken von Luft, vermehrte Gasbildung bei der Verdauung und deren gestörten Abfluss. Es entsteht so ein Völle- oder Druckgefühl im Bauch, der manchmal aufgetrieben wirkt. Oft werden Blähungen von krampfartigen Schmerzen begleitet. Da diese Symptome seit Jahrhunderten auftreten, gibt es viele Hausmittel zur Vorbeugung und Behandlung. Ein Blick auf die Hauptursachen macht bereits deutlich, dass selten die chemische Keule der Medizin angewendet werden muss. Mittel aus der Naturheilkunde und Homöopathie lindern sanft und sicher die meisten Beschwerden. Normalerweise verschwinden die Beschwerden, mit den richtigen Hausmitteln behandelt, nach kurzer Zeit wieder.

Diese Tipps helfen bei Blähungen:

  1. Kauen Sie jeden Bissen ordentlich durch. Je besser zerkaut die Nahrung im Verdauungstrakt ankommt, desto einfacher haben es die Darmbakterien mit der Zersetzung. Weniger Gasbildung ist die Folge.
  2. Trinken Sie ausreichend und viel Wasser oder ungesüßten Tee. Das verflüssigt den Nahrungsbrei und sorgt für eine gute Verdauung.
  3. Bewegen Sie sich nach dem Essen. Ein Spaziergang vermindert die Gasbildung.
  4. Setzen Sie Bärlauch-Schnaps an. Bärlauch können Sie bereits im zeitigen Frühjahr ab März sammeln. Schneiden Sie den Bärlauch sehr klein, geben ihn in eine Flasche und füllen mit Korn oder Wodka auf. Lassen Sie den Ansatz drei Wochen an einem warmen Platz ziehen, dann abseihen und in eine dunkle Flasche umfüllen. Ein Gläschen davon hilft der Verdauung nach einem schweren Essen.
  5. Legen Sie bei beginnenden Beschwerden eine warme Wärmflasche auf den Bauch.
  6. Essen Sie statt Gebratenem öfter Gekochtes. Gekochte Speisen sind im Normalfall leichter verdaulich.
  7. Nutzen Sie Kümmel als Gewürz beim Kochen.
  8. Für ihre blähende Wirkung sind Hülsenfrüchte und Kohlgerichte bekannt. Wirken Sie dem entgegen, indem Sie etwas Bohnenkraut mitkochen.
  9. Mischen Sie zu gleichen Teilen Fenchel, Kümmel und Anis. Aus einem Teelöffel mit einer Tasse heißem Wasser bereiten Sie einen Tee. Dieser Tee ist so mild, dass er auch von Kleinkindern gut vertragen wird.
  10. Verzichten Sie auf schwere Rohkost und frischen Salat nach 19.00 Uhr. Nachts läuft die Verdauung auf Sparflamme, die rohen Speisen werden so langsam verdaut, dass sie zu gären beginnen. Die Folge sind Blähungen und Bauchschmerzen.
  11. Verwenden Sie die Schüßler-Salze Nr. 2, Nr. 6, Nr. 7, Nr. 8, Nr. 10, Nr. 11
  12. Kindern hilft besonders gut eine Einreibung mit Majoransalbe auf Brust, Rücken und Bauch. Für die Herstellung der Salbe einen Esslöffel Majoranblätter fein mörsern und zusammen mit einem Esslöffel 95%igem Weingeist aus der Apotheke in einem Gefäß ein bis zwei Stunden ziehen lassen. Die Mischung im Wasserbad erwärmen und gut einen Esslöffel Butter hinzufügen. Schmelzen, verrühren und abkühlen lassen.
  13. Bereiten Sie einen Tee aus einem Esslöffel getrockneter Pfefferminzblätter auf 250 Milliliter Wasser. Trinken Sie dreimal am Tag jeweils eine Tasse des Tees.
  14. Den Saft einer ausgepressten Knoblauchzehe in ¼ Liter warme Milch geben und mit Honig süßen, gleich trinken.
  15. Morgens und abends je eine Tasse Tee aus Dillsamen trinken. Dazu je einen Teelöffel Dillsamen mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen und dann abseihen.
Andreas

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