Unsere Hände sind täglich enormen Belastungen ausgesetzt: häufiges Waschen, Witterungseinflüsse, Kontakt mit Reinigungsmitteln, Arbeit im Haushalt oder berufliche Beanspruchung. All diese Faktoren greifen die Hautbarriere an und führen dazu, dass sich feine Risse, trockene Stellen, Entzündungen der Nagelhaut oder schmerzhafte Schrunden bilden. Empfindliche Hände entstehen oft nicht über Nacht, sondern entwickeln sich schleichend – gerade dann, wenn die Haut regelmäßig mit Seife, Wasser oder Chemikalien in Berührung kommt.
Viele Cremes aus der Kosmetikindustrie versprechen schnelle Hilfe, enthalten jedoch häufig Stoffe, die die Haut noch mehr reizen oder austrocknen. Dabei gibt es zahlreiche Hausmittel und natürliche Präparate aus der Naturheilkunde und Homöopathie, die empfindliche Hände sanft beruhigen und die Haut nachhaltig regenerieren. Mit den richtigen Anwendungen kannst du trockene oder wunde Hände gezielt pflegen, Entzündungen reduzieren und die Hautbarriere langfristig stärken. Ein wichtiger Hinweis vorweg: Wasser entzieht Feuchtigkeit. Trage beim Putzen oder Abwaschen Handschuhe – du schützt damit deine Haut und vermeidest den direkten Kontakt mit aggressiven Reinigern. Oft reichen schon Essig, Putzseife oder Schmierseife, um ökologisch sinnvoll und hautschonend sauber zu machen.
Inhaltsverzeichnis
Ursachen für empfindliche Hände
Häufige Auslöser
Zu den größten Belastungsfaktoren gehören häufiges Händewaschen, Kälte, trockene Heizungsluft, Kontakt mit Reinigungsmitteln, mangelhafte Pflege oder aggressive Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten.
Welche Symptome treten auf?
Trockene Haut, Spannungsgefühl, feine Risse, entzündete Nagelhäute, raue Stellen und Schrunden sind typische Anzeichen gereizter Hände.
Hausmittel, Tipps und Tricks, die bei empfindlichen Händen helfen
- Geben Sie in Ihr Waschwasser immer einen guten Schuss Milch.
- Glätten Sie raue Hände vorsichtig mit einem Bimsstein. Cremen Sie dann mit Glyzerin versetzt mit etwas Zitrone ein. Alternativ verwenden Sie Lanolin.
- Machen Sie ein besonderes Handpeeling aus drei Esslöffeln Salz vermischt mit etwas Buttermilch. Die Hände damit wie beim Waschen bearbeiten, etwas einwirken lassen und dann lauwarm abspülen.
- Wenn Sie beim Putzen oder Abwasch keine Handschuhe tragen, cremen Sie danach die Hände mit Melkfett ein.
- Baden Sie Ihre Hände täglich einmal für 20 Minuten in einer Mischung aus gutem Olivenöl und dem Zitronensaft.
- Hühnerfett pflegt die Hände besonders gut. Reiben Sie die Hände damit ein, 30 Minuten einwirken lassen, dann lauwarm abspülen.
- Heben Sie das Kochwasser von Kartoffeln auf. Wenn es auf eine angenehme Temperatur abgekühlt ist, die Hände sieben bis maximal zehn Minuten darin baden, abspülen und trocken tupfen.
- Ringelblumensalbe hat sich auch bei schlecht heilenden Wunden bewährt. Tragen Sie die Salbe auf besonders raue oder rissige Haut auf. Ringelblumensalbe können Sie leicht selbst herstellen. Eine Möglichkeit ist, eine Handvoll Ringelblumenblüten in heißem Schweineschmalz auszulassen. Nach 20 Minuten die Blüten aus dem noch flüssigen Fett abseihen, in saubere Gläser füllen. Auch andere Fette können verwendet werden. Die Heilwirkung wird durch den Zusatz von Zinkoxyd verstärkt.
- Zwei Möhren fein reiben und mit drei Esslöffeln Quark sowie einem Teelöffel Weizenkeimöl verrühren. Diesen Brei auf die Hände geben und circa 15 Minuten einwirken lassen. Dann lauwarm abspülen.
- Eines der ältesten Heilmittel ist Honig. Er wirkt antibakteriell, entzündungshemmend und heilungsfördernd. Mischen Sie zwei Esslöffel mit zwei Teelöffeln frischem Zitronensaft und reiben Sie damit Hände und besonders die empfindlichen Nagelbetten sorgfältig ein. Abgewaschen wird die Paste nach fünf Minuten Einwirkzeit.
- Wenn Sie die Hände zur Nacht besonders reichlich eingecremt haben, tragen Sie leichte Baumwollhandschuhe über Nacht. Das schont die Wäsche und schützt Schrunden und Risse vorm Scheuern oder Hängenbleiben.
- Eine besonders reichhaltige Pflegepackung machen Sie aus einer reifen Banane, einem Esslöffel Joghurt und einem Teelöffel geschlagene Sahne. Rühren Sie aus den Zutaten einen festen Brei und lassen ihn 20 Minuten einwirken. Lauwarm abwaschen. Dazu nehmen Sie am besten Kamillentee.
- Rühren Sie aus neutralem Henna-Pulver und etwas angewärmtes Jojobaöl eine Paste, schmieren Sie diese großzügig auf die Hände und ziehen Sie Plastikhandschuhe über. Eine Stunde wirken lassen, dann lauwarm abspülen. Bitte kein färbendes Henna verwenden!
FAQ zu empfindlichen Händen
Warum werden meine Hände so schnell trocken?
Häufiges Waschen, kalte Temperaturen und aggressive Seifen entziehen der Haut Lipide und Feuchtigkeit. Dadurch wird sie schneller trocken und empfindlich.
Was hilft am schnellsten bei rissigen Händen?
Fettende Salben wie Melkfett, Ringelblumensalbe oder Olivenölbäder beruhigen die Haut und fördern die Heilung.
Kann empfindliche Haut an den Händen auch von Allergien kommen?
Ja. Kontaktallergien gegen Seifen, Metalle, Duftstoffe oder Reinigungsmittel können die Hautbarriere reizen oder beschädigen.
Wie kann ich empfindlichen Händen vorbeugen?
Regelmäßige Pflege, Handschuhe bei Hausarbeiten, milde Seifen und reichhaltige Cremes helfen, die Hautbarriere gesund zu halten.