Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Urtica urens Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Urtica urens und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Gelenkentzündung, Hautausschlag und Juckreiz. Fotolia © Marina Lohrbach

Erfahre mehr über Urtica urens und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Gelenkentzündung, Hautausschlag und Juckreiz. Fotolia © Marina Lohrbach

Urtica urens, die kleine Brennessel, wird auch Eiternessel genannt und ist eine Pflanzenart der Gattung der Brennesseln. In Eurasien ist sie weit verbreitet und hat sich in einigen Gebieten der Welt ohne Hilfe der Menschheit verbreitet. Sie wächst als krautige einjährige Pflanze, wobei sie zwischen 10 und 60 Zentimeter groß wird. Die Blattspreite ist oft weniger als 5 Zentimeter lang und dunkelgrün. Die Blütenstände sind meist kürzer als der Blattstiel. Diese Blüten sind eingeschlechtlich und es werden einsamige Nussfrüchte ausgebildet. Bei einer Berührung auf der Haut brennt die kleine Brennessel stärker als die große. Die Bestäubung findet über den Wind statt und für die Keimung benötigt die Urtica urens hohe Temperaturen. Sie wächst auf Unkrautfluren der Schuttplätze, in Gärten, Gemüsekulturen, Mistplätzen und vor allem in der Umgebung um Dörfer. Sie bevorzugen enorm stickstoffhaltige Böden und nährstoffreiche Gebiete. Die kleine Brennessel kann sehr vielseitig eingesetzt werden. In der Küche ist sie zum Beispiel eine sehr Vielseitige Zutat. Die jungen Sprossen, die im April oder Mai geerntet werden, können in Gemüsegerichten oder Gemüsesaft eingefügt werden. Roh und fein gehackt schmeckt sie besonders gut in Kräuterbutter und Salate, Kräutersaucen, Spinat und Brotbeläge können mit ihr abgewürzt werden.

Steckbrief

Volkstümlicher NameBrennessel
Art der SubstanzHeilpflanze
Typische PotenzenD6 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinungallergisch
kratzt sich
rote Haut
HauptanwendungenGelenkentzündung
Hautausschlag
Juckreiz

Urtica urens in der Homöopathie

In der Homöopathie wird Urtica urens bei Nesselsucht eingesetzt. Auch allergische Schwellungen, die einen brennenden oder stechenden Charakter haben, werden mit diesem homöopathischen Mittel behandelt. Der Ausschlag ist Folge von Übersäuerung und kehrt jährlich wieder. Zudem besteht ein erhöhtes Risiko auf Gicht. Wie es der Volksmund verkündet, sind Brennesseln in diesem Mittel gut gegen Rheuma. Die Kopfschmerzen fühlen sich stechend an und treten meist zusammen mit Schwindel auf. Die Tränensäcke der Patienten sind geschwollen und um die Augen bildet sich Ausschlag, der aus vielen kleinen und erhabenen Quaddeln besteht, was charakteristisch für Nesseln ist. Diese Symptome können am ganzen Körper auftreten. Die Lippen neigen zu Fieberbläschen und schwellen an. Die Schleimhäute produzieren mehr Sekret, als sonst, was zu vermehrten Speichelfluss führt. Nicht nur obere Schleimhäute weisen dies auf, sondern auch die des Magen-Darm-Traktes. Durchfall ist dem entsprechend meist mit Schleim vermengt. Nesselsucht und Durchfall wechselt sich ab. Auch wenn die Patienten an Harnsteinen leiden, ist Urtica urens ein bewährtes Mittel. Weil das Urin allgemein sehr sauer ist, fördert es die Bildung von Harnsteinen ideal. Im fortgeschrittenem Stadium der Krankheit, führt die Übersäuerung zu Ablagerungen von Gicht in den Gelenken. Der gesamte Genital- und Analbereich juckt und ist wund, was von dem wundmachenden Urin und Durchfall kommt. Der Genitalbereich ist meist angeschwollen, was mit stechenden und juckenden Schmerzen einhergeht. Die Gelenke, besonders die der Finger, sind verdickt, geschwollen und schmerzen bei jeder Bewegung. Jegliche Regung und Berührung empfinden die Patienten als unangenehm. Auch bei Windpocken und Feuchtplattern kann das Mittel zur Unterstützung des Heilungsprozesses eingesetzt werden.

Urtica urens hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Insektenstiche
  2. Nesselsucht
  3. Verbrennungen

Leiden werden verbessert durch:

  1. Reiben
  2. Sich hinlegen

Leiden werden verschlechtert durch:

  1. Berührung
  2. Berührungen
  3. Feuchte Kälte
  4. Feuchtigkeit
  5. Kälte
  6. Kalte Bäder
  7. Nässe
  8. Schwitzen
  9. Sich Waschen
  10. Zugluft
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