Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Tabacum Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Tabacum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Kreislaufschwäche, Schwindel und Übelkeit. Fotolia © Popova Olga

Erfahre mehr über Tabacum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Kreislaufschwäche, Schwindel und Übelkeit. Fotolia © Popova Olga

Tabacum ist auf der ganzen Welt bekannt. Tabak ist eine Pflanzengattung, die der Familie der Nachtschattengewäche angehört. Sie besitzt etwa 75 Arten und ist somit eine der größeren Gattungen der Familie. Die Arten sind jeweils kurzzeitige oder einjährige, ausdauernde Pflanzen, die auch krautig oder als Sträucher mit weichem Holz wachsen. Die meisten Arten können in ihren Wurzeln Nikotin herstellen. Dieses wird dann in den Blättern gelagert und dient der Abwehr von Fraßfeinden. Den Namen verdankt die Gattung dem französischen Konsul Jean Nicots. Einige Arten werden zwischen 10 und 30 Zentimeter groß, andere werden etwa zwei Meter groß und die selten wachsenden Bäume messen sogar bis zu 10 Meter. Gelegentlich verbreitet das Gewächs einen üblen Duft. Die Pflanze ist besonders in Süd-, aber auch in Nordamerika verbreitet. Zudem wächst sie in Australien und auf Inseln im Südpazifik. Die größte Verwendung fand der Tabak früher und bis ins 17. Jahrhundert in der Augenheilkunde. Heute werden vor allem Tabakwaren produziert. Aber auch als Insektizid ist die Pflanze sehr nützlich. Zudem kann man den Tabak in manchen Gärten vorfinden, denn schon seit langem gilt er als eine schöne Zierpflanze. In der Industrie wird der Tabak oft zur Herstellung von Herrenparfüms genutzt, da nur die Absolues aus echten Tabakblättern den gewünschten Effekt bringen. Dann ist er noch als Pharmapflanze bekannt, da er am besten erforscht werden kann, weil er weder vom Tier noch vom Menschen verzehrt wird und somit nicht versehentlich in Lebensmittel kommen kann. Die Produktion von Medikamenten in Tabakpflanzen ist somit durchaus ein ernsthafter und erfolgreicher Forschungszweig.

Steckbrief

Volkstümlicher NameTabak
Art der SubstanzGiftpflanze
Typische PotenzenD6 – D12
Verschreibungspflichtig bis
ErscheinungBlass
Schwach
HauptanwendungenKreislaufschwäche
Schwindel
Übelkeit

Tabacum in der Homöopathie

Das homöopathische Mittel Tabacum wird bei Patienten angewendet, die seekrank sind oder Beschwerden mit dem Verdauungsapparat haben. In dieser Hinsicht ist Tabacum eines der wichtigsten Mittel in der Homöopathie. Die Patienten sind sehr blass und leiden unter ihrer Situation. Sie reden gerne vor ihren Mitmenschen über ihre Beschwerden und steigern sich in dieses Jammer hinein. Bei jeder Krankheit werden Betroffene erschöpft und schwach. Sie haben keine Hoffnung, dass sie in nächster Zeit wieder gesunden werden. Die Patienten sind daher die meiste Zeit schlecht gelaunt und unzufrieden mit ihrer ganzen Situation. In regelmäßigen Abständen bekommen sie Angstzustände und Panikattacken. Allgemein ist der gesamte Körper unterkühlt. Die Beschwerden der Patienten treten plötzlich und ähnlich wie ein Anfall auf. Zu den Kopfschmerzen kommt oft noch Schwindel, der vor allem beim Öffnen der Augen stark ist. Charakteristisch für die Betroffenen ist eine heftige Migräne und Übelkeit. Diese wird durch jede Bewegung schlimmer. Kalter Schweiß tritt aus und der Kopf fühlt sich an, als würde er zusammengedrückt. In den meisten Fällen scheiden die Schleimhäute mehr Sekret aus als sonst, wodurch die Augen tränen und der Blick trüb wird. Auch aus der Nase und den Ohren tritt vermehrt Sekret aus. Gerade bei Übelkeit speicheln die Patienten stark. Man sieht ihnen die Erschöpfung wirklich an, denn das Gesicht ist eingefallen und blass. Oft zittern die Betroffenen sogar vor Erschöpfung.

Tabacum hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Brechdurchfall
  2. Erbrechen
  3. Frösteln
  4. Magen-Darm-Grippe
  5. Nervöse Herzbeschwerden
  6. Norovirus-Infektion
  7. Ohnmachtsneigung
  8. Reisekrankheit
  9. Salmonellen-Infektion
  10. Schmerzen
  11. Schweissausbrüche
  12. Tinnitus
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