Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Secale cornutum Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Secale cornutum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Ameisenlaufen, Durchblutungsstörungen und Schmerzen. Fotolia © emer

Erfahre mehr über Secale cornutum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Ameisenlaufen, Durchblutungsstörungen und Schmerzen. Fotolia © emer

Das Mutterkorn hat sehr viele Namen. So nennt man es auch Purpurroter Hahnenpilz, Ergot, Hahnensporn, Krähen-, Toll- oder Hungerkorn und Roter Keulenkopf. Es handelt sich um eine kornähnliche, längliche Dauerform des Mutterkornpilzes. Die Bezeichnung Mutterkorn stammt von der früheren Verwendung als Geburtenhilfe und als Abtreibungsmittel. Die Inhaltsstoffe des Mutterkorns lösen bei Schwangeren Wehen aus. Im 17. Jahrhundert wurde die Droge von Heilern und Badern in die Praxis eingeführt. Im Mutterkorn sind Kohlenhydrate, Öle, Aminosäuren und Mineralstoffe enthalten. Aber auch Farbstoffe und toxische Alkaloide lassen sich feststellen. Bis zu einem Prozent der Masse des Korns ist toxisch. Das Mutterkornalkaloid hat als Grundstein Ergolin und gehört zu den Indolalkaloiden. Bisher sind 80 verschiedene Arten der Mutterkornalkaloide bekannt. Sind die Getreidekörner reif, so fallen die Mutterkörner mit ihnen auf den Boden und machen dort eine Winterruhe. Dass es sich hierbei nicht um pflanzliche Gebilde, sondern um Körner handelt, die von Pilzen gebildet werden, fällt erst im Frühjahr auf. So wird aus einem dieser Mutterkörner ein Köpfchen mit vielen Fruchtkörpern, der knapp über dem Boden wächst. In jedem Fruchtkörper wachsen zahlreiche schlauchförmige Zellen, die Asci genannt werden. Zu Zeiten, wenn Gräser und Getreide blühen, werden die Ascosporen freigesetzt, die mit dem Wind verbreitet werden. Die Keimhyphen dringen durch die Narben von unbefruchteten Blüten in die Fruchtknoten ein.

Steckbrief

Volkstümlicher NameMutterkorn
Art der SubstanzPflanzenpilz
Typische PotenzenD6 – D12
Verschreibungspflichtig bisD3
Erscheinungkraftlos
mager
schlaff
HauptanwendungenAmeisenlaufen
Durchblutungsstörungen
Schmerzen

Verwendung von Secale cornutum in der Homöopathie

Das homöopathische Mittel Secale cornutum wird weniger oft angewendet und wird meist in Potenzen zwischen D6 und D12 angewendet. Bis D3 ist das Mittel verschreibungspflichtig. Patienten, die dieses homöopathische Mittel benötigen sind meist enorm geschwächt und in fortgeschrittenem Alter. Sie sind kaum noch fähig ihrer Arbeit nachzugehen. Besonders auffällig sind hierbei der schnelle Verfall und eine enorme Abmagerung. Sie sind auch sehr vergesslich wodurch sie oft einen verwirrten Eindruck machen. Es besteht ein großes Bedürfnis nach Nacktheit, denn die Kleidung gibt den Patienten das Gefühl, eingeengt zu sein, oder ihnen ist sehr warm. Manchmal besteht das genannte Bedürfnis auch, wenn der Patient ein großes Verlangen nach Sexualität hat. Durch diese Gefühle wird er enorm unruhig, was sich erst beim Entkleiden bessert. Weibliche Patienten haben starke Blutungen und ein Gefühl, als ob der gesamte Körper eingeengt wird. Zudem sind sie sehr schwach und fühlen sich sehr kalt an. Dennoch besteht eine große innere Hitze. Die Patienten sind immer sehr blass, besonders beim frühen Aufstehen. Schon früh fallen Haare aus oder ergrauen. Die Augen wirken müde und sind tief in der Augenhöhle. Tränensäcke sind bläulich verfärbt und die Lider zucken unwillkürlich, was auch bei der Wangenmuskulatur und den Mundwinkeln auftritt. Patienten verspüren immer großen Hunger und Durst. Ein brennender Schmerz macht sich im Magen breit und es fühlt sich an, wie ein breites Band, dass fest um den Rumpf gezogen wird. Der Stuhl der Patienten ist häufig dunkelgrün, dünnflüssig und besitzt einen fauligen Geruch, sowie Blutbeimengungen.

Secale cornutum hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Blutungen
  2. Gebärmutterblutungen
  3. Geschwüre
  4. Offenes Bein
  5. Ulcus cruris
  6. Unterschenkelgeschwür
  7. Zu starke Menstruations-Blutungen
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Anwendung und Dosierung von Homöopathie
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