Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Sanguinaria Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Sanguinaria und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Erbrechen, Kopfschmerzen und Stockschnupfen. Fotolia  skpgarts

Erfahre mehr über Sanguinaria und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Erbrechen, Kopfschmerzen und Stockschnupfen. Fotolia  skpgarts

Die kanadische Blutwurz stammt aus dem Osten Nordamerikas und bevorzug feuchte Waldböden. Daher findet man sie besonders im rauen Klima Schottlands und Kanadas, sowie in der feucht-warmen Umgebung Floridas. Sie ist die einzige Art der Gattung Sanguinaria und kommt aus der Familie der Papaveraceae. Sie sind am ehesten mit den Eomecon aus dem Osten Asiens verwandt. Die Pflanze ist sehr krautig und mehrjährig. Sie wird bis zu 50 Zentimeter groß und wächst als Staude. Ihre Blätter haben eine blaugrüne Färbung, sind gelappt und werden bis zu 15 Zentimeter lang. Die weiße Blüte besitzt gelbe Staubgefäße und ist höchstens zwei Mal an einer Pflanze vorhanden. Zwischen März und Juni liegt die Blütezeit der kanadischen Blutwurz. Nach dieser bildet sich zunächst eine 5 Zentimeter große Frucht und dann in dieser viele kleine Samen. Früher war sie eine geschätzte Arzneipflanze, die man als Husten-, Abführ- und Brechmittel genutzt hat. Sogar gegen Brustkrebs sollte sie helfen. Heute findet man ihre Inhaltsstoffe beispielsweise in Zahnpasta oder Mundwasser, da diese bakterizid wirken. Der Saft in der Blutwurz ist rot und giftig. Er ist überall außer in der Fruchtkapsel und der Blüte. Man darf jedoch nicht die kanadische mit der einfachen Blutwurz verwechseln.

Steckbrief

Volkstümlicher NameKanadische Blutwurzel
Art der SubstanzHeilpflanze
Typische PotenzenD6 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinungrotes Gesicht
HauptanwendungenErbrechen
Kopfschmerzen
Stockschnupfen

 Verwendung von Sanguinaria in der Homöopathie

In der Homöopathie wird das Mittel Sanguinaria häufig verwendet und ist als Heilpflanze bekannt. Typische Potenzen sind hierbei D6 bis einschließlich D12. Das Gesicht von betroffenen Patienten ist erhitzt und gerötet, da sich viel Blut im Kopf sammelt. Die starken Kopfschmerzen befinden sich überwiegend rechts und wandern und werden von Erbrechen und Übelkeit begleitet. Die Beschwerden beginnen bereits am Morgen, gegen Mittag verschlimmern sie sich und dann tritt gegen Abend wieder eine Besserung ein. Häufig klagen Patienten über Hitzewallungen mit heißen, brennenden Händen und Füßen. Meist sind Patienten sehr ungeduldig und aufgebracht. Wenn der sie einen Schnupfen hinter sich haben, beginnt meist Durchfall. Weibliche Patienten können das homöopathische Mittel einnehmen, wenn sie vor der Regelblutung ein Jucken in den Achselhöhlen spüren. Auch Kopfschmerz, der im Klimakterium auftritt, kann mit Sanguinaria gelindert werden. Das Mittel wird allgemein bei Klimakterium, Hitzewallungen und starken Kopfschmerzen angewandt. Es ist ausschließlich ein Mittel für die rechte Körperseite. Betroffene reagieren sehr empfindlich auf Gerüche und haben ein großes Verlangen nach sehr scharfen, würzigen oder pikanten Speisen. Die Schleimhäute sind enorm trocken und alle Körperabsonderungen sehr scharf. Wenn das Wetter besonders stürmisch ist, so sind die Patienten sehr schlaff und ermüdet. Innerlich sind sie sehr aufgewühlt und unruhig. Auch Fälle von Kopfschmerzen, die Migräne sehr ähnlich sind werden durch das homöopathische Mittel gelindert. Allgemein treten die Beschwerden nahezu periodisch auf. Oft kann der Kopfschmerz sich auch wie eine Spannung anfühlen oder von Störungen des Sehens oder Hörens, sowie von Schwindel und Übelkeit begleitet werden. Bekannt ist auch die Behandlung der sogenannten Clusterkopfschmerzen.

Sanguinaria hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Arthritis
  2. Brechdurchfall
  3. Erkältung
  4. Gelenkentzündung
  5. Hitzewallungen
  6. Husten
  7. Kehlkopfentzündung
  8. Krampfhusten
  9. Magen-Darm-Grippe
  10. Migräne
  11. Norovirus-Infektion
  12. Rheuma
  13. Salmonellen-Infektion
  14. Schnupfen
  15. Verstopfte Nase
  16. Wechseljahrsbeschwerden
  17. Übelkeit
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