Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Sambucus nigra Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Sambucus nigra und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Fieber, Gelenkentzündung und Schnupfen. Fotolia © slast20

Erfahre mehr über Sambucus nigra und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Fieber, Gelenkentzündung und Schnupfen. Fotolia © slast20

Sambucus nigra ist der lateinische Name des schwarzen Holunders. Weitere Namen sind Holunderbusch, Holler oder Flieder. Der Strauch gehört der Gattung der Holunder an. In Mitteleuropa ist er eine der am häufigsten wachsenden Straucharten. Er kann als Strauch oder kleiner Baum bis zu elf Meter groß werden. Die Rinde ist graubraun und mit helleren Flächen, die ins Auge fallen, den Korkporen, übersät. Die Borke am Stamm und an den dicken Ästen ist korkartig. Das Wurzelwerk ist flach und reicht sehr weit. Die unpaarigen, gefiederten Laubblätter fallen im Winter ab. Die jeweiligen Blattfiedern sind circa 30 Zentimeter lang und besitzen meist fünf oder sieben einzelne Blätter. Sie erreichen eine Größe von bis zu 12 Zentimetern. Das gesamte Blattwerk entwickelt sich im März bis in den April. Von Mai bis Juli wachsen am jungen Holz flache Schirmripsen, die bis zu 30 Zentimeter groß werden. Sie bestehen aus vielen Einzelblüten. Der Holunder verbreitet durch sie seinen charakteristischen, frisch fruchtigen Duft. Die Blüten sind gelblich oder hell weiß und zählten in der Regel fünf Kelchblätter, fünf verwachsene Kronblätter und fünf freie Staubblätter, die gelbe Staubbeutel besitzen. Dazu kommen drei Fruchtblätter, die mit einander verwachsen sind und später die Kerne der Frucht bilden. Im August und spätestens im September bilden sich die roten und später schwarzen Beeren, die etwa sechs Millimeter groß sind. Holundersträucher werden bis zu 20 Jahre alt.

Steckbrief

Volkstümlicher NameHolunder
Art der SubstanzHeilpflanze
Typische PotenzenD6 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinungverschleimt
verschwitzt
HauptanwendungenFieber
Gelenkentzündung
Schnupfen

Sambucus nigra in der Homöopathie

Bereits im Mittelalter wurde aus dem Holunder ein Hustensaft gekocht. Daher ist es auch eines der wichtigsten Akutmitteln, die bei Husten eingesetzt werden. Im gesunden Zustand sind die Patienten robust, doch bei Infektionen verlieren sie schnell ihr Gewicht. Sie sind sehr aktiv und oft nervös. Sie reagieren besonders empfindlich auf starke Emotionen, wie Angst, Wut, aber auch extreme Freude. Die meisten Beschwerden treten in Verbindung mit Schreck auf. Bei Kindern führt es beispielsweise zu heftigen Alpträumen, wenn sie sich bei einem Film erschreckt haben. Dabei werfen sie sich unruhig hin und her und schwitzen stark. Inhalt der Träume sind meistens schreckliche Geister oder Gesichter. Aber auch bereits bekannte Gegenstände und Personen können die Patienten während ihrer Krankheit erschrecken. Die Beschwerden bessern sich allgemein bei Bewegung. Die Betroffenen leiden an Kopfschmerzen, die auftreten, wenn sie sich ausruhen. Oft sind dies Druckschmerzen, als würde der Kopf anschwellen und das Gehirn lose im Kopf herum schwanken. Die Patienten schlafen mit offenen Augen und offenem Mund, weil die Nase häufig sehr verstopft ist. Besonders betroffene Säuglinge haben oft Schnupfen. Die Nase ist gerötet und es bilden sich trockene Krusten darin. Dies erschwert besonders nachts das Atmen. Trotz großer Hitze und Schweiß ist das Gesicht immer blass. Der Husten führt häufig zur Atemnot , sodass die Patienten blau anlaufen. Dabei hilft es ihnen sehr, wenn sie sich aufrichten. Sie frieren stark, obwohl ihr Kopf glüht. Die Füße jedoch sind eiskalt.

Sambucus nigra hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Asthma
  2. Atemnot
  3. Fieber
  4. Husten
  5. Schweissausbrüche
  6. Schwitzen
  7. Stockschnupfen

Leiden werden verbessert durch:

  1. Bewegung

Leiden werden verschlechtert durch:

  1. In der Nacht
  2. Sekretverlust
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