Podophyllum Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Podophyllum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Blähungen und Durchfall. Fotolia © emer

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Podophyllum wird auch Fußblätter oder Maiäpfel genannt, obwohl die Früchte bei keiner Art dieser Pflanze im Mai reif sind, sondern erst im späten Sommer, beziehungsweise Herbst. Es handelt sich um ausdauernde und sommergrüne, krautige Pflanzen, die 20 bis 60 Zentimeter hoch werden können. Stängel, Rhizom und Blätter sind hochgiftig. Die gesamte Pflanze ist glatt oder spärlich flaumig behaart. Die Wurzeln sind faserig und dick. Jedes Jahr bildet sich ein blütenloser oder ein blühender und fruchtender Stängel. Ist der Stängel blütenlos, so hat er meist nur ein Laubblatt, blühende Stängel haben meist drei, es schwankt jedoch zwischen keinem und drei Blätter. Die Blattspreiten sind 10 bis 38 Zentimeter groß und nieren-, kreis-, beziehungsweise schildförmig. An jedem fruchtenden Stängel bildet sich eine, sehr selten bilden sich zwei große Blüten aus. Die sechs Kelchblätter sind weiß oder grünlich, die sechs bis neun Kronblätter sind auffällig groß, weiß oder rosafarben. In der Blüte befindet sich nur ein Fruchtblatt, welches viele Samenanlagen besitzt. Sind die Beeren reif, so sind sie gelb, orange, rot, oder sogar Kastanienfarben. Die Samen sehen aus, wie umgedrehte Eier und sind 20 bis 50 Mal in einer Frucht vorhanden. Nur wenige Arten diesen als Zierpflanzen. Oft wird berichtet, dass die Früchte reif und roh gegessen werden. Die asiatische und amerikanische Art werden als Heilpflanzen genutzt. Bis auf die Beere ist an ihnen alles giftig. Die Behandlung erfolgt nur unter Ärztlicher Aufsicht, da eine hohe Gefahr auf Vergiftung besteht.

Steckbrief

Volkstümlicher NameMaiapfel
Art der SubstanzHeilpflanze
Typische PotenzenD6 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinungerschöpft
HauptanwendungenBlähungen
Durchfall

Verwendung von Podophyllum in der Homöopathie

Podophyllum wird meist bei Erbrechen und Durchfall verwendet, schulmedizinisch auch als Abführmittel. Die Patienten leiden meist sehr stark unter ihrer Krankheit und glauben, sie seien totkrank. Meist sind sie sehr betrübt, da sie ununterbrochen davon sprechen, wie schlecht es ihnen geht und dass sie in naher Zukunft sterben müssen. Da sie sich so in diese Rolle hinein steigern führt dies zu schweren Depressionen. Ständig sagen sie, dass alles sinnlos ist und ihnen alles gleichgültig ist, da sie eh bald sterben müssen. Zudem stellt sich ein heftiges Fieber ein. Kopfschmerzen und Schwindelgefühl sind nicht unüblich und auch ein drückendes Gefühl herrscht im Kopf. Ist der Zustand akut, so sind Patienten meist unruhig und rollen andauernd ihren Kopf hin und her. Oft stöhnen sie vor Schmerz und klagen viel darüber. Kopfschmerz wandelt sich meist in Durchfall oder Erbrechen ab. Nachts und früh morgens tritt Kopfschweiß auf. Kommen kleine Kinder in die Zahnung, so pressen sie den Mund bei Durchfall fest zusammen und knirschen später nachts mit den Zähnen. Die Zunge fühlt sich geschwollen an und ein unangenehm bitterer Geschmack macht sich im Mund breit. Bei Erkältungen schmerzt der Hals stark wie rohes und wundes Fleisch und die Halslymphknoten schwellen an. Erbrechen, Sodbrennen und Durchfall gehen mit drückenden Schmerzen einher. Oft besteht ein großes Verlangen nach saurem Obst.

Podophyllum hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Bauchschmerzen
  2. Darmentzündung
  3. Darmkolik
  4. Darmkrämpfe
  5. Durst
  6. Eierstockzysten
  7. Gallenblasenentzündung
  8. Gallengriess
  9. Gallenkolik
  10. Gallensteine
  11. Gebärmuttervorfall
  12. Hämorrhoiden
  13. Kopfschmerzen
  14. Meteorismus
  15. Nabelkolik
  16. Roemheld-Syndrom
  17. Sodbrennen
  18. Zahnungs-Durchfall
  19. Zahnungskrämpfe
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Anwendung und Dosierung von Homöopathie
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