Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Phytolacca Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Phytolacca und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Geschwollene Lymphknoten, Halsschmerzen und Mandelentzündung. Fotolia © karo_s

Erfahre mehr über Phytolacca und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Geschwollene Lymphknoten, Halsschmerzen und Mandelentzündung. Fotolia © karo_s

Bei der Kermesbeere, oder auch Phytolacca genannt, handelt es sich um eine Pflanzengattung, die der Familie der Kermesbeerengewächse angehört. Im Persischen bedeutet „kermes“ rot, woher auch der deutsche Name der Pflanze stammt. Der botanische Name Phytolacca setzt sich aus zwei Wörtern zusammen. „Phyton“ ist griechisch und bedeutet Pflanze, „lacca“ ist das lateinische Wort für Lack. Letzteres bezieht sich hierbei auf das Erscheinungsbild der Beeren. Keine der bekannten Arten hat in Mitteleuropa ihren Ursprung. Hierbei ist unklar, ob sie eine schädliche Wirkung auf die dort heimische Flora haben. In Süddeutschland ist sie bereits als „Dauer-Gast“ in einigen Gärten bekannt. Die ausdauernde und krautige Pflanze wächst selten als Strauch oder als Baum. Sie kann ein bis zwei Meter groß werden. Der Stängel ist geformt, wie ein Bleistift, aufrecht und klettert selten. Manchmal ist er gefruchtet, manchmal kantig und meist rot. Junge Stängel und Blütenstände sind teilweise behaart, auf den Rest der Pflanze trifft das nicht zu. Die Wurzeln sind fleischig und dick. Es können fünf bis hundert Blüten in traubigen Blütenständen zusammen stehen. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig. Die Blütenhüllblätter sind meist grünlich weiß, wachsen und färben sich in der Fruchtentwicklung rot. Die Staubblätter stehen in einem oder zwei Kreisen und sind frei, manchmal auch mit der Basis verwachsen. Manche ragen aus der Blütenhülle heraus, andere nicht.

Steckbrief

Volkstümlicher NameKermesbeere
Art der SubstanzHeilpflanze
Typische PotenzenD6 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinungruhelos
schwach
HauptanwendungenGeschwollene Lymphknoten
Halsschmerzen
Mandelentzündung

Verwendung von Phytolacca in der Homöopathie

Das homöopathische Mittel ist besonders gut für Patienten geeignet, die an starken Halsschmerzen in Verbindung mit einem dunkelrotem Rachen leiden. Wenn sie husten strahlen die Schmerzen bis zu den Ohren. Die Halslymphknoten sind so sehr angeschwollen, dass es Betroffenen Schmerzen bereitet. Die Zungenspitze ist gerötet und auf der gesamten Zunge befindet sich gelber, schleimiger Belag. Wenn ein Patient eine Mandelentzündung hinter sich hat und noch immer an Folgebeschwerden leidet, können diese mit Phytolacca gelindert werden. Während des Stillens treten Schmerzen im gesamten Körper der Frau auf. Auch lange nach dem Stillen sondern die Brustwarzen chronisch Milch ab. Haben die Patienten harte Knoten in der Brust und geschwollene Achseldrüsen, wird ihnen oft das homöopathische Mittel verschrieben. Sie fühlen sich generell sehr schlapp und müde, sind kaputt und zerschlagen und dennoch ruhelos. Da ihr Gehörsinn sehr sensibel ist, reagieren Betroffene sehr empfindlich auf laute oder hohe Töne. Wenn ein Patient Angina hatte, die Schmerzen am Herz langsam nachlassen und dieser nun im rechten Arm stattfindet, ist Phytolacca besonders hilfreich. In den Nasennebenhöhlen verändert sich die Schleimhaut, sodass nun zähe, fadenziehende Absonderungen vorhanden sind, die auch nur schwer zu lösen sind. Besonders nachts und bei kaltem, nassen Wetter verschlimmern sich die Beschwerden. Gelindert werden sie durch Ruhe und Wärme. Auch bei harten oder geschwollenen Drüsen und Schmerzen, die überraschend und stechend kommen und sich anfühlen, wie Stromstöße, wurde das Mittel erfolgreich angewendet.

Phytolacca hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Angina
  2. Brustentzündung
  3. Gelenkentzündung
  4. Gelenkschmerzen
  5. Halsentzündung
  6. Lymphknotenschwellungen
  7. Rheumatisches Fieber
  8. Seitenstrang-Angina
  9. Zungenbelag
[Gesamt:6    Durchschnitt: 5/5]