Opium Globuli in der Homöopathie

Hauptanwendung

Appetitlosigkeit
Bewusstseinsstörungen
Husten
Schlaganfall
Verstopfung

Erscheinung

teilnahmslos
schreckhaft
überempfindlich

Typische Potenzen

 D6, D12, C6, C12

Verschreibungspflichtig bis

bis zur Potenz D5

Volkstümlicher Name

Schlafmohn

Art der Substanz

Heilpflanze

Opium kurz und knapp erklärt

Erfahre mehr über Opium Globuli bei Darmträgheit, Bewusstseinstrübung und Schlaganfall. Fotolia © costadelsol

Erfahre mehr über Opium Globuli bei Darmträgheit, Bewusstseinstrübung und Schlaganfall. Fotolia © costadelsol

Schlafmohn (Papaver somniferum) wurde bereits in der Antike als Nutzpflanze angebaut, schon damals war die berauschende Wirkung des aus dem Milchsaft der unreifen Samenkapsel gewonnenen Opiums bekannt. Im 19. Jahrhundert suchten vor allem die Künstler und Akademiker Europas Inspiration durch den Konsum der Droge, der nicht selten in einer Abhängigkeit endete. In der Homöopathie sind die Anwendungsgebiete von Opium etwas enger begrenzt als bei anderen Homöopathika, die Wirksamkeit ist dafür umso effektiver. Es wird häufig bei einem widersprüchlichen Beschwerdebild eingesetzt und entfaltet seine Wirkung vorwiegend auf das zentrale Nervensystem, aber auch das Verdauungssystem und die Psyche werden beeinflusst. Erhältlich ist das homöopathische Mittel Opium als Globuli in den Potenzen D6, D12, D30, D200, C6, C12, C30, C200 und C1000 sowie als Dilution in den Potenzen D6, D12, D30, D200 und C20. Ferner stehen Tabletten in den Potenzen D6, D12, D30 und C30 und Ampullen in den Potenzen D8, D12 und D30 zur Verfügung. Gebräuchlich sind vor allem die Potenzen D6 bis D12, aber auch C6 und C12.

🌟 Anwendung

Das homöopathische Mittel Opium wird klassischerweise bei Verstopfungen eingesetzt, die sich nicht selten zu einem Darmverschluss ausweiten. Oft treten die Beschwerden nach einer Operation oder Geburt auf, der Bauch ist hart und aufgebläht. Auch milde Formen der Verstopfung bei Kindern und alten Menschen sprechen gut auf eine Behandlung mit Opium an. Typisch sind auch die mit der Darmträgheit verbundenen Krämpfe im Unterleib. Kann Stuhl abgegeben werden, ist er zu schwarzen, harten Kugeln geformt.

Häufig kommt Opium zur Anwendung bei Zuständen, die durch ein traumatisches seelisches Erlebnis ausgelöst wurden, etwa nach einem Unfall oder einer schweren Operation. Lähmungserscheinungen nach einem Schlaganfall, meist verbunden mit Krämpfen und Zittern, können ebenfalls mit Opium behandelt werden. Bei chronischem Alkoholmissbrauch kann Opium die Symptome des Delirium tremens lindern, das sich durch Halluzinationen, Angstgefühle, Benommenheit und starkes Schwitzen äußert.

Kopfschmerzen treten oft gemeinsam mit Schwindelgefühl auf und beeinflussen die Konzentrationsfähigkeit stark. Viele Opium-Patienten schlafen äußerst tief, insbesondere während eines Fieberschubes. Sind sie dagegen sehr geräuschempfindlich, versuchen sie oft vergeblich einzuschlafen. Auch lebhafte Träume und nächtliche Schweißausbrüche stören häufig den Schlaf. Das Schmerz- und Temperaturempfinden von Opium-Patienten ist in der Regel deutlich herabgesetzt.

Akute Erkrankungen gehen oft mit Atembeschwerden und trockenem Husten einher. Generell besteht eine Neigung zu trockenen Schleimhäuten, die das Schlucken erschweren und ein starkes Durstgefühl auslösen. Kalte Getränke lindern Halsbeschwerden und Husten. Es besteht meist ein großes Verlangen nach Alkohol, Fleisch wird eher abgelehnt. Oftmals besteht eine Abneigung gegen Essen im Allgemeinen, was zu einem massiven Gewichtsverlust führt.

🎭 Symptome

Äußerlich fallen der stark gerötete Kopf, hängende Augenlider und der ins Leere gerichtete Blick auf. Ein Schockerlebnis kann entweder Apathie und Abstumpfung oder Euphorie und Ausgelassenheit auslösen. Ebenso können aggressives Verhalten, aber auch Schreckhaftigkeit, Panikattacken und depressive Verstimmungen bis hin zu Selbstmordgedanken auftreten.

Pulsschlag, Reflexe und Reaktionsvermögen sind stark verlangsamt, allgemein wirken Opium-Patienten eher träge und benommen. Dennoch sind sie geistig häufig erregt, phantasieren viel und haben Visionen. Typisch ist auch die Wahnvorstellung, an einem fremden Ort zu sein. In Gesellschaft stellen sich Opium-Menschen entweder aufgeschlossen und redselig oder gleichgültig-abweisend dar. Bewegung, frische Luft und kalte Getränke bessern das Beschwerdebild, Wärme, Schlaf, Schwitzen und Alkohol führen zu einer Verschlechterung.

💊 Darreichungsform

Das homöopathische Mittel Opium wird üblicherweise in Form von Globuli oder Tropfen in den Potenzen D6 bis D12 eingenommen.

🌍 Anwendungsgebiete

Alkoholismus

Lindert das Beschwerdebild des Delirium tremens bei einem Alkoholentzug

Es besteht eine Abneigung gegen Essen, starke Gewichtsabnahme

Einnässen nach Erschrecken, obwohl das Kind normalerweise bereits sauber ist

Bewusstlosigkeit / Bewusstseinstrübung

nach Unfall, Schock, Schlaganfall oder einer Narkose

Harninkontinenz

Unkontrollierter Harnabgang bei emotionaler Erregung

Husten

Trockener Reizhusten, verbunden mit dem Bedürfnis zu gähnen

Menstruationsstörungen

Ausbleibende oder schmerzhafte Regelblutung, häufig nach einem seelischen Trauma

Schlaganfall

Halbseitige Lähmungserscheinungen, oft einhergehend mit Zittern und Krämpfen, die durch Licht ausgelöst oder verschlimmert werden

Tagesschläfrigkeit, Schlaflosigkeit trotz großer Müdigkeit, jedes Geräusch vertreibt den Schlaf

Verstopfung

Darmträgheit ohne Stuhldrang, verbunden mit Krämpfen im Unterleib. Oft nach einer Operation, bei Stress oder nach einem Schock.

👩‍⚕️ Anwendungsinformation

Die nachfolgenden Hinweise informieren über Dosierung und eventuell auftretende Nebenwirkungen von Opium sowie über Verbesserung und Verschlechterung der Leiden.

💉 Dosierung

Einschlafstörungen werden mit jeweils fünf Globuli in der Potenz D12 zwei Stunden vor und unmittelbar beim Zubettgehen behandelt. Bei akuter Verstopfung werden dreimal täglich fünf Globuli in der Potenz D12 eingenommen, zur Therapie der chronischen Verstopfung empfiehlt sich die Einnahme von fünf Globuli in der Potenz D30 einmal täglich.

Akute seelische Schockzustände können mit fünf Globuli in der Potenz D6 oder D12, eingenommen in halbstündlichen, bei besonders schwerer Symptomatik auch viertelstündlichen Intervallen, therapiert werden. Tritt eine Besserung ein, wird das homöopathische Mittel abgesetzt. Wenn nötig, kann die Behandlung mit fünf Globuli in der Potenz D30, bei Bedarf einmal täglich, weitergeführt werden.

💪 Wirkung

Opium wirkt auf das zentrale und vegetative Nervensystem, die Verdauungsorgane, Gefäßnerven und Muskulatur.

💑 Schwangerschaft

In der Schwangerschaft ist Opium hilfreich bei Ein- und Durchschlafstörungen trotz großem Schlafbedürfnis. Außerdem wird es zur Behandlung von Geburtstraumata eingesetzt, die oft mit Darmträgheit und Verstopfung einhergehen.

👶 Babys und Kinder

Opium ist bei sehr blassen Babys angezeigt, die nach der Geburt keine Reaktion zeigen oder noch Stunden danach benommen wirken.

🐎 Hunde, Katzen, Pferde

Das homöopathische Mittel wird apathisch wirkenden Tieren verabreicht, die an einer hartnäckigen Verstopfung ohne Stuhldrang leiden.

⚡️ Nebenwirkungen

Nebenwirkungen sind nicht bekannt. Bis zur Potenz D5 ist Opium verschreibungspflichtig, auch die Einnahme in anderen Potenzen sollte zur Vorsicht von einem Homöopathen überwacht werden.

😀 Verbesserung

  1. frische Luft
  2. Bewegung
  3. kalte Getränke

😢 Veschlechterung

  1. Wärme
  2. Schlaf
  3. Schwitzen
  4. Alkohol

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