Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Lycopodium clavatum Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Lycopodium clavatum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Blähungen, Haarausfall und Reizbarkeit. Fotolia © Martin Schwan

Erfahre mehr über Lycopodium clavatum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Blähungen, Haarausfall und Reizbarkeit. Fotolia © Martin Schwan

Lycopodium clavatum ist der lateinische Name des Keulen-Bärlapp, der auch oft Wolfsklaue genannt wird. Der Name der Pflanze leitet sich von dem griechischen „lycos“ für Wolf und „pos“ für Fuß ab. Dies kommt daher, weil die die Zweige, die dicht beblättert sind, entfernt an einen Tierfuß erinnern. „clavatum“ ist lateinisch für Klaue und beschreibt die Sporenstände. Es handelt sich um eine ausdauernde Pflanze, die schon mit 0,2g für Frösche und Mäuse tödlich ist. Sie besteht aus einem Spross, der am Boden kriecht und zwischen 0,5 und 4 Meter groß wird und Seitenästen, die bis 30 Zentimeter aufrecht stehen. Die Blättchen sind nadelig und stehen dicht aneinander. Sie besitzen ein ein bis drei Millimeter langes Haar, das An der Spitze steht. Durch diese wirkt die Pflanze pelzig, was den Namen Wolfsklaue noch unterstreicht. Sie wächst bevorzugt auf kalkfreien und kargen Böden, die in Nadelwäldern vorzufinden sind. Auch auf Heiden und Magerrasen sind sie zu finden und selten auch in Laubwäldern. Sie wächst nicht im Schatten oder bei großer Feuchtigkeit. Das Gebiet, in dem sie wächst, zieht sich durch ganz Mittel- und Nordeuropa. Zudem wächst die Wolfsklaue in Russland, Amerika, Asien und in den tropischen Zonen Afrikas. In Deuschland stehen sie auf der Roten Liste und gelten somit als gefährdet.

Steckbrief

Volkstümlicher NameBärlapp
Art der SubstanzPollen des Bärlappmooses
Typische PotenzenD6 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinungintellektuell
selbstbewusst
unabhängig
HauptanwendungenBlähungen
Haarausfall
Reizbarkeit

Lycopodium clavatum in der Homöopathie

Ein Patient, der Lycopodium braucht, wirkt vor Mitmenschen robust und selbstbewusst, was noch mit scharfer Intelligenz kombiniert wird. Sie lernen sehr schnell haben auch sonst wenig Probleme. Erst im fortgeschrittenen Stadium der Krankheit werden sie langsamer und vieles fällt ihnen schwer, sodass sie viele Flüchtigkeitsfehler machen. In Ihnen schlummert jedoch ein unsicherer und zurückhaltender Mensch. Nur in ihren gewohnten Umfeld fühlen sie sich wohl und können sich nur schwer umstellen, da sie sich zu sehr an dieses Umfeld angepasst haben. Dadurch sind sie misstrauisch und schüchtern, wenn sie mit etwas Neuem in Berührung kommen. Steht eine Prüfung bevor oder kommen sie in eine neue Umgebung, so leiden sie an einer nervösen Angst. Diese Angst haben sie ebenfalls davor, verlassen zu werden. Kinder, die Lycopodium clavatum brauchen, hängen enorm an ihren Eltern und sind immer süß und brav. Nur, wenn sie mit anderen Kindern spielen und diese schwächer sind, treten sie dominant auf. Die Patienten sehen sich selbst als starre Denker und reagieren empfindlich auf Widerspruch. In ihrer Familie wirken sie oft herrisch. Die meisten Betroffenen haben einen sehr schwachen Kreislauf, der besonders geschwächt wird, wenn sie nichts essen. Dies führt zu starken Kopfschmerzen. Die Beschwerden werden vor allem durch frische Luft gebessert. Die Haare der Betroffenen ergrauen sehr früh und die Ohren reagieren empfindlich auf Zugluft. Die Haut ist trocken und es bildet sich häufig Herpes. Die Patienten sind selten durstig, doch warme Getränke lindern ihre Schmerzen, die durch die geschwollenen Mandeln auftreten. Husten wird besonders in der Nacht schlimmer und Glieder fühlen sich kalt oder sogar taub an.

Lycopodium clavatum hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Angst
  2. Blasenschwäche
  3. Erbrechen
  4. Erschöpfung
  5. Gallenschwäche
  6. Haarausfall
  7. Halsentzündung
  8. Husten
  9. Hämorrhoiden
  10. Kopfschmerzen
  11. Müdigkeit
  12. Nervosität
  13. Nierenschwäche
  14. Nierensteine
  15. Prostatavergrösserung
  16. Schlaflosigkeit
  17. Schuppenflechte
  18. Unsicherheit
  19. Verdauungsschwäche
  20. Verstopfung
  21. Übelkeit

Leiden werden verbessert durch:

  1. Aktivität
  2. Bewegung
  3. Frische Luft
  4. Heiße Nahrung
  5. In der Nacht
  6. Lockere Kleidung
  7. Wärme
  8. Warmes Essen

Leiden werden verschlechtert durch:

  1. Am frühen Morgen
  2. Am Morgen
  3. Beim liegen auf der schmerzhaften Seite
  4. Extreme Hitze und Kälte
  5. Geistige Arbeit
  6. Kalte Getränke
  7. Kalte Luft
  8. Mangelnde Bewegung
  9. Milch
  10. Nach dem essen
  11. Nasses und kaltes Wetter
  12. Vollmond
  13. Wärme
  14. Warme geschlossene Räume
  15. Wein
  16. Zwischen 16-20 Uhr
[Gesamt:0    Durchschnitt: 0/5]