Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Ledum palustre Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Ledum palustre und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Juckreiz, Rheuma und Wunden. Fotolia © Xaver Klaussner

Erfahre mehr über Ledum palustre und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Juckreiz, Rheuma und Wunden. Fotolia © Xaver Klaussner

Ledum palustre, welches auch unter dem Namen Sumpfporst bekannt ist, erreicht eine Höhe zwischen einem halben und eineinhalb Meter. Seine immergrünen, ausladenden Zweige sind rostbraun behaart. Er verströmt einen charakteristischen harzigen oder auch kampferartigen Geruch. Sowohl sein Holz, wie auch seine Blätter riechen würzig. Dies ist auf die enthaltenen ätherischen Öle zurückzuführen. Der Geschmack der Blätter kann am besten mit dem von Balsamterpentin oder Rosmarin verglichen werden. Daher wird der Sumpfporst gelegentlich auch als Wilder Rosmarin bezeichnet. Ledum palustre ist eine altbekannte Heilpflanze, mit vielen verschiedenen Namen. Die verbreitetsten sind Altseim, Baganz, Flohkraut, Mottenkraut,, Heidebienenkraut, Gichttanne, Brauerkraut und Hartheide. Im englischen Sprachraum ist Ledum palustre auch unter dem Namen “Labrador Tea“ bekannt, weil aus ihr heilender Tee gewonnen wird. Seine Heimat ist Nordeuropa oder Kanada. Die zwittrigen fünfzähligen Blüten, blühen zwischen Mai und Juli.

Steckbrief

Volkstümlicher NameSumpfporst
Art der SubstanzHeilpflanze
Typische PotenzenD2 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinungreizbar
ungeduldig
verschwitzt
HauptanwendungenJuckreiz
Rheuma
Wunden

Anwendungsgebiete von Ledum palustre in der Homöopathie

Zur Verarbeitung zu Arzneimitteln werden die getrockneten Zweigspitzen benötigt. Eine gängige Abkürzung in der Homöopathie ist Ledum. Häufig verwendete Potenzen sind D2 bis D12. Bereits früh wurde Ledum palustre wegen seiner berauschenden Wirkung als Schmerzmittel bei Zahnproblemen eingesetzt. Bierbrauer verwendeten Sumpfporstblätter zum Brauen, um die berauschende Wirkung ihres Bieres zu steigern. Die Wirkung des Ledum palustre verstärkt sich vor allem in der Kombination mit Alkohol. Zudem wurde es als natürliches Schädlingsbekämpfungsmittel gegen Läuse, Motten und Krätze verwendet. Die Inuit und Athabasken Nordamerikas bereiten aus ihm einen Tee zu, dem unterschiedliche Heilkräfte nachgesagt werden.

In der Homöopathie wird er typischerweise für Schnitt-, Schürf- und Stichwunden angewendet. Eine wiederkehrende Modalität die darauf hinweist, dass eine Anwendung richtig sein könnte ist, wenn sich Beschwerden bei Hitze verschlechtern und bei Kälte lindern. Eine Verschlechterung wird ebenfalls durch Bewegung oder Alkoholgenuss verursacht.

Auch Wunden und Bisse, sowie die daraus resultierenden Folgeerscheinungen, wie Entzündungen, können mit Ledum behandelt werden. Hat der Patient einen allgemeinen Mangel an Wärme – ist ihm zum Beispiel ständig kalt – kann Sumpfporst helfen. Er ist ein bewehrtes Mittel bei rheumatischen Schmerzen und chronischem Rheumatismus. Hiervon ausgehende Begleiterscheinungen wie, Schwellung und Entzündung der Füße und Knöchel, sowie Steifheit und Schmerzen in den Gliedern, legen eine Behandlung mit Ledum nahe. Für ältere Menschen, die während des Winters über Gelenkschmerzen klagen, kann Ledum Linderung schaffen. Es verringert, sowohl die akuten Schmerzen während eines Gichtanfalls, als auch die chronischen Schmerzen, wie sie etwa bei Arthritis auftreten. Zellulitis, verbunden mit Schwellungen und Lymphangitis gehören ebenfalls zum Anwendungsgebiet. Einen anderen Anwendungsbereich stellt die Behandlung von Blutergüssen jeglicher Art dar. Ledum eignet sich hervorragend, um ein blaues Auge zu kurieren.
Gute Ergebnisse kann man auch bei der Behandlung von Akne erzielen. Besonders bei nervösen, leicht aufbrausenden Mädchen hat es sich als homöopathisches Mittel bewährt. Es beugt ganz allgemein Infektionen vor, oder dämmt diese ein. Somit dient es sich auch zur Behandlung von Lippenherpes, zur Wunddesinfektion und bei der Behandlung von Augenentzündungen.

Keuchhusten kann ebenfalls mit Ledum behandelt werden. Auch bei Knochenbrüchen kann er als Folgemittel nach Arnica gegeben werden. Ist ein Eingipsen wegen eines Blutergusses nicht möglich, kann er hier heilende Effekte zeigen. Ledum wird auch bei Sportverletzungen, wie Zerrungen, Prellungen und Quetschungen eingesetzt, besonders dann wenn die betroffene Stelle äußerlich kalt, innerlich aber heiß brennend wahrgenommen wird. Bei Impfreaktionen, bei denen dem Betroffenen stark berennende Schwellungen zu schaffen machen, ist ein Einsatz von Sumpfporst ratsam.

Ledum palustre hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Arthritis
  2. Bandscheibenschäden
  3. Bandscheibenvorfall
  4. Gelenkentzündung
  5. Gelenkrheumatismus
  6. Gicht
  7. Harnsaure Ablagerungen
  8. Harnsäure Überschuss
  9. Hexenschuss
  10. Insektenstiche
  11. Ischias
  12. Kreuzschmerzen
  13. Lumbago
  14. Polyarthritis
  15. Rheumatismus
  16. Rückenschmerzen
  17. Rückensteifigkeit
  18. Wirbelsäulenprobleme
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