Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Laurocerasus Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Laurocerasus und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Herzschwäche, Husten und Neuralgien. Fotolia © Otto Durst

Erfahre mehr über Laurocerasus und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Herzschwäche, Husten und Neuralgien. Fotolia © Otto Durst

Der immergrüne Strauch der Kirschlorbeer gehört zur Pflanzenfamilie der Rosazeen. Er kann eine Höhe von bis zu sieben Metern erreichen und ist als Zierstrauch in vielen Gärten zu finden. Die Lorbeerkirsche stammt ursprünglich aus Kleinasien. Ihre reifen Früchte sind süß und haben einen bitteren Nachgeschmack. In einigen Ländern wird die Kirschlorbeere wegen ihrer Früchte kultiviert. Diese sind also generell genießbar. Allerdings enthalten die Samen – Prunasin, ein zyanogenes Glycosid. Erst im Magen entwickeln die zerkauten Samen die giftige Blausäure. Nach dem Verzehr der Samen oder Blätter, kann es deshalb zu Erbrechen, Übelkeit, Herzrasen und Krämpfen kommen. Eine Menge von 10 Samen kann zu Herz- und Atemstillstand führen. Durch Kochen können die Blausäureverbindungen unschädlich gemacht werden. Diese kommen in der höchsten Konzentration in den Samen und den Blättern vor. Die Angaben, ab wann es zu einer tödlichen Vergiftung kommt gehen stark auseinander. Es sind Fälle bekannt, in welchen bereits eine Dosis von 17 Tropfen der Urtinktur zum Tod führte. In anderen Quellen wird die letale Dosis mit 50 Gramm angegeben, was circa 1000 Tropfen entsprechen würde.

Laurecerasus wurde erstmals im Jahre 1835 als Arzneimittel geprüft. Die aus den toxikologischen Untersuchungen beschreiben auch hier wieder hauptsächlich, den kleinen, eingeschränkten Indikationsbereich. Die Anwendung bleibt weitestgehend auf diesen beschränkt. Die Blausäure, welche sich im Magen aus dem Prulaurasin bildet ist bestimmend für das Arzneibild von Laurocerasus.

Steckbrief

Volkstümlicher NameKirschlorbeer
Art der SubstanzHeilpflanze
Typische PotenzenUrtinktur – D6
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinungblass-blau
HauptanwendungenHerzschwäche
Husten
Neuralgien

Anwendungsgebiete der Laurocerasus in der Homöopathie

Besondere Verwendung findet Laurecarus bei Erkrankungen des Atemtraktes und Störungen des Atemzentrums. Bei Störungen die sich durch Sauerstoffmangel ergeben, wird es oft verwendet. Zu nennen sind hier: Höhenkrankheit, die Folgen von Sauerstoffmangel während der Geburt, die Folgen von Gewebeerstickungen und Karcinomsiechtum und Rechtsherzinsuffizienz auf Grund von Verengung oder Stauung der Lungenstrombahn.
Die eingeschränkte Funktionsfähigkeit des Atmungssystems gliedert sich in folgende Phasen. Hieraus ergeben sich die Leitsymptome des Arzneimittels: Zu Beginn kommt es zu einer Zyanose, mit der typischen bläulich-violetten Verfärbung der Haut, gefolgt von Dyspnoe mit Reizhusten. Anschließend daran entsteht ein Gefühl der Kälte, welches auch durch die Anwendung äußerer Wärme nicht gelindert wird.

Ein weiteres Leitsymptom ist zerebrale Insuffizienz durch Sauerstoffmangel, aus welcher sich weitere Folgezustände ableiten lassen. Es kann zu neurologischen Störungen im Bereich der Sensorik und Motorik kommen. Zu nennen sind hier: Narkolepsie, Atemstörungen, epileptiforme Krämpfe, Zuckungen und Sensibilitätsverlust.

Eine Behandlung mit Laurecerasus kann auch bei plötzlichem Verlust des Gedächtnisses, Sprach- oder Orientierungsverlust sinnvoll sein. Des Weiteren findet es Anwendung bei Schwindelfühlen, Benommenheit und Schwäche, die sich bis hin zur Ohnmachtsneigung steigert. Gut wahrnehmbare Symptome sind darüber hinaus: ein hörbares Gluckern in der Speiseröhre nach dem Trinken , ein verzerrtes Gesicht mit tetanischer Starre der Kiefer , teilweise mit Schaum vor dem Mund. Es kann zu starkem Schwitzen und einer Blaufärbung des Gesichts und der Lippen kommen. Die beschriebenen Symptome werden durch aufrechtes Sitzen oder Stehen verschlechtert. Zu einer Besserung der Beschwerden führt Liegen mit tief gelagertem Kopf an der frischen Luft.

Zusammenfassend gesagt wird Laurocerasus verwendet bei Atembeschwerden und Krämpfen und die davon abgeleiteten Folgeerscheinungen. Die Beschwerden mit den Atemwegen lassen sich in, Asthma, allgemeine Atemnot, Husten, Kurzatmigkeit und Reizhusten aufgliedern. Die krampfartigen Beschwerden unterteilen sich in, Blasen- und Darmkrämpfe sowie Magenkrämpfe. Laurocerasus wird bis zu einer Potenzierung bis D6 verwendet.

Laurocerasus hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Asthma
  2. Atemnot
  3. Blasenkrämpfe
  4. Darmkrämpfe
  5. Herzasthma
  6. Herzinsuffizienz
  7. Husten
  8. Kopfschmerzen
  9. Kurzatmigkeit
  10. Magenkrämpfe
  11. Nachtschweiss
  12. Nervenschmerzen
  13. Reizhusten
  14. Schweissausbrüche
  15. Schwitzen
Informieren Sie sich auf folgender Seite über die Anwendung und Dosierung von Homöopathie:
Anwendung und Dosierung von Homöopathie

Bitte beachte

Die Informationen die wir dir zur Verfügung stellen ersetzen keineswegs einen Arztbesuch. Wende dich bei Beschwerden und Krankheiten unbedingt an einen Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker!
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