Was ist Iris versicolor?

Schwertlilie in der Natur. Aus der Pflanze wird das Globuli zur homöopathischen Behandlung hergestellt. Das Globuli Iris versicolor wird in der Homöopathie bei Krankheiten wie Durchfall, Erbrechen und Sodbrennen eingesetzt. Fotolia © Viliam
Schwertlilie in der Natur. Aus der Pflanze wird das Globuli zur homöopathischen Behandlung hergestellt. Das Globuli Iris versicolor wird in der Homöopathie bei Krankheiten wie Durchfall, Erbrechen und Sodbrennen eingesetzt. Fotolia © Viliam

Iris versicolor, zu Deutsch verschiedenfarbige Schwertlilie, ist eine Pflanze der Ordnung der spagelartigen Gewächse. Sie wird 20 bis 80 Zentimeter, selten sogar einen Meter hoch. Das Rhizom, also das unterirdische Wachstum, besitzt meist einen Durchmesser von einem bis 2,5 Zentimeter. Der Stängel der Iris versicolor ist markig, ein wenig verzweigt und wächst aufrecht. Die Laubblätter dieser Pflanze sind genauso lang, wie der Stängel. Die Verschiedenfarbige Schwertlilie hat zwei oder vier Blüten. Diese bestehen aus zwei Trichtern und sind violett, lavendelfarben oder blauviolett. Die Blütezeit ist von Juni bis August. Die Iris versicolor bildet Kapselfrüchte aus, die im Durchschnitt dreieckig bis nahe zu rund ist und einen Schnabel hat. Die Samen der Iris versicolor sind geformt wie ein D, dunkelbraun und 5 bis 8 Millimeter groß. Die Verschiedenfarbige Schwertlilie kommt in Gebieten Nordamerikas vor, wo es gemäßigt bis kühl ist und die östlich liegen, vorwiegend von Virginia bis Manitoba. Häufig wird sie auch als „Weidenunkraut“ bezeichnet. Zudem ist sie als eingebürgerter Neophyt bekannt. Das bedeutet, dass sich die Pflanze in Deutschland eingebürgert hat und dies ohne jeden Einfluss der Menschheit. Dies erklärt ihr Vorkommen im südöstlichen Deutschland, besonders in nährstoffreichen Gewässern. Aber auch in Gärten fällt sie besonders auf, da sie relativ groß und schön ist. Seit spätestens 1732 ist die Iris versicolor in Kultur. Nur selten werden sie als Zierpflanzen genutzt. Häufiger ist die Anwendung in der Homöopathie.

Steckbrief

Volkstümlicher Name Schwertlilie
Art der Substanz Pflanze
Typische Potenzen D6 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinung  
Hauptanwendungen Durchfall
Erbrechen
Sodbrennen

Anwendungsgebiete der Iris versicolor in der Homöopathie

Wenn Patienten mit Iris versicolor behandelt werden, klagen sie meist über starke Schmerzen oder Entzündungen an Organen des Magen-Darm-Trakts. Häufig leiden sie unter saurem Aufstoßen, Magen- sowie Darmbeschwerden und Sodbrennen, was durch ein brennendes Gefühl begleitet wird. In vielen Fällen wird das homöopathische Mittel bei Magen-Darm-Rulux, Verstopfungen, brennendem Durchfall und Erbrechen, sowie bei einer zu hohen Magenflüssigkeitsproduktion vom behandelnden Homöopathen verschrieben. Zudem sind Bauchverspannungen, Brennen in der Aftergegend nach einem Stuhlgang und krampfartige Beschwerden an der Speiseröhre Gründe für eine empfohlene Einnahme von Iris versicolor. Das homöopathische Mittel wird aus dem gesamten Wurzelstock der Verschiedenfarbigen Schwertlilie gewonnen und wirkt hauptsächlich, Schmerzen an Verdauungsorganen zu lindern. Aber auch in anderen Bereichen findet es seine Anwendung. Leidet der Patient unter Migräne, so wird er Iris versicolor vermutlich kennen. Das Mittel lindert nicht nur den Schmerz einer Migräne, die sich hauptsächlich im Kopf abspielt, sondern auch jene Fälle, bei denen die Augen der Patienten besonders schmerzen. Zudem ist es vollkommen egal, wie stark oder schwach die Kopfschmerzen sind, ob sie oft oder selten vorkommen oder ob sie spontan eintreten. Iris versicolor lindert jede Art von Kopfschmerzen. Nicht nur die Homöopathie beschäftigt sich mit dieser Pflanze. In der Rheumatologie wird sie eingesetzt. Besonders bei Schmerzen, die sich meist in der Schulter oder anderem Gelenken befinden, ist das Mittel eine große Hilfe. In der Laryngologie wird Iris versicolor eingesetzt, wenn der Kehlkopf starke Schmerzen aufweist oder eine Mandelentzündung vorliegt.

Iris versicolor hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Bauchspeicheldrüsen-Entzündung
  2. Gastritis
  3. Hyperemesis gravidarum
  4. Koliken
  5. Kopfschmerzen
  6. Magenkrämpfe
  7. Magenschleimhautentzündung
  8. Migräne
  9. Migräne-Übelkeit
  10. Nabelkolik
  11. Neuralgien
  12. Saures Aufstossen
  13. Schwangerschaftserbrechen
  14. Sehstörungen
  15. Sonntagsmigräne
  16. Trigeminusneuralgie

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