Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Harpagophythum Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Harpagophythum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Arthrose, Bandscheibenschäden und Gelenkentzündung. Fotolia © Madeleine

Erfahre mehr über Harpagophythum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Arthrose, Bandscheibenschäden und Gelenkentzündung. Fotolia © Madeleine

Das weniger oft verwendete homöopathische Mittel Harpagophytum, abgekürzt mit Harp. und zu deutsch „Teufelskralle“, gehört zur Familie der Sesamgewächse und wächst weit verbreitet in Südafrikanischen Steppenlandschaften. Aufgrund der dortigen Wetterlage, wird die Afrikanische Teufelskralle nicht sehr hoch. Sie wächst eher in die Breite, dabei bildet sie aus den bis zu 1 Meter langen Blättern holzige Früchte, die armartige Auswüchse bilden. Diese gaben ihr ihren Namen und bleiben oftmals im Fell von vorbeilaufenden Tieren hängen, so vermehrt sich die Pflanze. Die krautige Pflanze besitzt hellrosane Blüten, was sie optisch ansprechend macht. In der Homöopathie wird die bis zu 600 Gramm schwer werdende Wurzelknolle der Pflanze genutzt. Von der Teufelskrallenwurzel werden die dicken, seitlichen Speicherwurzeln zerkleinert und anschließend getrocknet. Die Heilpflanze Harpagophytum procumbens wird in der Homöopathie in Globuli und als Dilution (flüssig) angeboten. Als Globuli in der D Potenz von D2 bis D200, in der C Potenz von C2 bis C200, 1M und 10M, in der LM Potenz 1-30 und in der Fluxionspotenz 1M FC, 5M FC und 10M FC. Als Dilution ist es in der D Potenz von D4 bis D200, in der C Potenz von C2 bis C200, in der LM Potenz als 1-74 und in der Q Potenz Q 1 erhältlich, die geläufigsten Potenzen D2 bis D6.

Steckbrief

Volkstümlicher NameTeufelskralle
Art der SubstanzHeilpflanze
Typische PotenzenD2 – D6
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinung 
HauptanwendungenArthrose
Bandscheibenschäden
Gelenkentzündung

Anwendungsgebiete von Harpagophytum in der Homöopathie

Die Wurzel der Teufelskralle besitzt entzündungshemmende, abschwellende und schmerzlindernde Eigenschaften. Das war schon den Afrikanischen Ureinwohnern bekannt, weswegen sie einen Tee-Aufguss bei Schmerzen oder Entzündungen tranken.

Da die Wirksamkeit des Homöopathischen Mittel Harp. erst nach zwei bis vier Wochen einsetzt, eignet es sich nicht für eine akute Behandlung. Vielmehr zeichnet es sich durch seine gute Verträglichkeit bei längerer Einnahme aus, weswegen es oftmals bei chronischen oder länger andauernden Erkrankungen verwendet wird. So zum Beispiel bei verschleißbedingten Gelenkbeschweren oder rheumatischen Erkrankungen. Leitsymptome dabei sind entzündliche Prozesse in den betroffenen Bereichen des Körpers. Gerade bei Bandscheibenbeschwerden, Gicht oder Arthrose hat sich die Teufelskralle in der Homöopathie bewährt.

Gerade, wenn die großen Gelenke des Körpers, also Hüfte, Schulter oder Knie betroffen sind und die Schmerzen bohrend oder sogar krampfartig auftreten hat sich die Gabe von Globuli als verlässlich erwiesen.

Die Einnahme von Teufelskralle in Kapselform ist mittlerweile die Gängigste, da die Pflanze doch einen recht bitteren Geschmack besitzt. Kapseln erhalten Sie sowohl in der Apotheke als auch beim Discounter. Nach sechs Wochen sollten Sie eine Pause einlegen, da sonst die Wirksamkeit nicht mehr gewährleistet ist und unerwünschte Nebenwirkungen auftreten könnten.

Selten ist die Anwendung der Teufelskralle in der Homöopathie bei Hauterkrankungen wie Schuppenflechte, Gürtelrose oder Ekzemen. Die Symptome verschlechtern sich in der Regel durch Bewegung und verbessern sich durch Wärme und Ruhe.

Für eine Anwendung während der Schwangerschaft oder Stillzeit liegen keine Daten vor, so dass davon abgeraten wird. Ebenfalls sollte Teufelskralle nicht bei Geschwüren des Magen-Darm-Traktes verwendet werden, da die verdauungsfördernde Bitterstoffe enthält.

Harpagophytum hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Arthritis
  2. Coxarthrose
  3. Gelenkschmerzen
  4. Gicht
  5. Knieentzündungen
  6. Knieschmerzen
  7. Morbus Bechterew
  8. Muskelrheuma
  9. Polyarthritis
  10. Rheuma
  11. Rückenschmerzen
Informieren Sie sich auf folgender Seite über die Anwendung und Dosierung von Homöopathie:
Anwendung und Dosierung von Homöopathie
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