Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Ferrum picrinicum Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Ferrum picrinicum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Erschöpfung, Leberschwellung und Prostatavergrösserung. Fotolia © domnitsky

Erfahre mehr über Ferrum picrinicum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Erschöpfung, Leberschwellung und Prostatavergrösserung. Fotolia © domnitsky

Das weniger oft verwendete homöopathische Mittel Ferrum picrinicum, abgekürzt mit Ferr-pic., ist eine chemische Verbindung und auch unter dem Namen Pikrinsaures Eisen bekannt. Im 18. Jahrhundert wurde Pikrinsäure hauptsächlich zur Gelbfärbung von Seide genutzt, im anschließenden 19. Jahrhundert aufgrund seiner detonierenden Wirkung auch als Waffenmunition. Pikrinsäure war unter anderem an der Halifax-Explosion 1917 Schuld, die als heftigste nicht-nukleare Explosion mit 1635 Toten in die Geschichte einging.

In der Homöopathie. Die chemisch hergestellte Substanz ist ein Mineral und wird auch Eisenpikrat genannt. Eisen(II)–pikrat wird durch Fällung, also Ausscheidung des Stoffes aus, einer Lösung hergestellt, die aus Calciumpikrat und Eisen(II)sulfat besteht.

Die Substanz Ferrum picrinicum wird in der Homöopathie in Globuli und als Dilution (flüssig) angeboten. Als Globuli in der D Potenz von D7 bis D200, in der C Potenz von C5 bis C200, 1M, 10M und 50M und als LM Potenz 2-30. Als Dilution ist es in der D Potenz von D7 bis D200, in der C Potenz von C5 bis C200, in der LM Potenz als 2-30 und in der Q Potenz von Q1 bis Q3 erhältlich, die geläufigsten Potenzen D4 bis D12.

Steckbrief

Volkstümlicher NamePikrinsaures Eisen
Art der SubstanzChemische Verbindung
Typische PotenzenD4 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinungdunkelhaarig
gelblich
müde
HauptanwendungenErschöpfung
Leberschwellung
Prostatavergrösserung

Anwendungsgebiete Ferrum picrinicum in der Homöopathie

Hauptanwendungsgebiete von Ferrum picrinicum sind Leber- oder Prostatavergrößerungen und beim Vorhandensein von Dellwarzen.
Dellwarzen sind kleine, flache, hautfarbene Warzen, welche in Gruppen zusammenstehen und sich häufig an den Füßen, Händen und oder im Gesicht befinden. Sie kommen vermehrt bei Kindern vor, vor allem bei Neurodermitiserkrankten und Menschen unter Kortisontherapie oder oder einer Immunschwäche.

Angezeigt bei einer Prostatavergrößerung, die durch einen Tumor verursacht wird und zu Problemen beim Urinieren führt. Die Prostata ist eine kleine Drüse, welche beim Mann die Harnhöre umfließt und zusammen mit den Samenbläschen für die Bildung der Samenflüssigkeit verantwortlich ist. Ist diese vergrößert, folgt häufiges Wasserlassen und eine mögliche Harnweginfektion kann folgen. Das Homöopathische Mittel Ferrum picrinicum ist ebenfalls bei einer Lebervergrößerung angezeigt, in Folge derer es zu einer Gelbsucht oder gelblich anmutendem Aussehen kommt. Ist die Leberfunktion, beispielsweise durch eine Vergrößerung gestört, kann das beim Abbau veralteter Blutkörperchen entstandene Bilirubin nicht mehr ausgeschieden werden. Infolgedessen lagert es sich gelblich in der Haut, den Augäpfeln und oder den Schleimhäuten ein.

Angezeigt ist Picrinsaures Eisen auch bei Menschen, die oftmals einen nervösen und erschöpften Eindruck machen, der vor allem nach geistiger Überanstrengung eintreten kann. Sie wirken ängstlich, müde oder melancholisch bis freudlos. Spannungskopfschmerzen und Konzentrationsstörungen können ebenfalls Symptome sein.

In der Homöopathie wird die Chemische Verbindung Ferrum picrinicum häufig bei dunkelhaarigen Menschen verwendet, bei Lebervergrößerungen, Prostataerkrankungen oder bei Warzen. Die am häufigsten verwendeten Potenzen des weniger häufig eingesetzten Mittels sind D4 bis D12.

Ferrum picrinicum hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Hepatopathie
  2. Leberschwellung
  3. Leberschwäche
  4. Müdigkeit
  5. Neurasthenie
  6. Prostatabeschwerden
  7. Prostatahypertrophie
[Gesamt:8    Durchschnitt: 4.6/5]