Calcium carbonicum Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Calcium carbonicum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Gelenkschmerzen, Menstruationsbeschwerden und Mittelohrentzündung. Fotolia © Björn Wylezich

Erfahre mehr über Calcium carbonicum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Gelenkschmerzen, Menstruationsbeschwerden und Mittelohrentzündung. Fotolia © Björn Wylezich

Auch genannt Calciumcarbonat, ist dieser Stoff eine Verbindung aus Calcium, Kohlenstoff und Sauerstoff. Das Calciumcarbonat ist eines der am weitest verbreiteten Stoffverbindungen auf der Erde. Sie ist besonders im Sedimentgestein zu finden. Zudem bildet die Verbindung den Hauptbestandteil in Dolomit, Marmor und Kalkstein. Krebstiere, Muscheln, Schnecken, aber auch Korallen und Einzeller nutzen Calciumcarbonat für ihr Außenskelett. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, ist Calciumcarbonat nicht in Knochen oder Zähnen der Wirbeltiere vorhanden. Eine typische Eigenschaft für diese Verbindung, ist die geringe Löslichkeit in Wasser, die sich allerdings mit gelöstem Kohlenstoffdioxid um das Hundertfache erhöht. In der Natur findet man Calciumcarbonat sehr oft. Kreide besteht beispielsweise aus feinem Sedimentgestein. Hierbei ist nicht die Tafelkreide gemeint, die aus Calciumsulfat besteht, sondern die Kreide, die in der Natur vorkommt. Wie Kreide, wird auch Kalkstein zum größten Teil von Tieren gebildet. Die größten Vorkommen in der Natur sind besonders in der Schwäbischen, sowie der Fränkischen Alb und den Kalkalpen, aber auch in den Westalpen und dem Himalaya. Das metamorphe, grobkristalline Gestein Marmor entsteht, wenn sich Kreide, Dolomit und Kalkgestein unter hohen Temperaturen und/oder großem Druck umkristallisieren. Das bisher größte Vorkommen befindet sich in Nordamerika und in Europa, wie zum Beispiel Südtirol, Österreich, im italienischen Carrara und in Norwegen. In Carrara ist der Ursprung des Marmors, aus dem Michelangelo seine Skulpturen schuf.

Steckbrief

Volkstümlicher NameKohlensaurer Kalk, Austernschale
Art der SubstanzAusternschalenkalk
Typische PotenzenD6 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinungfleissig
gelassen
schüchtern
HauptanwendungenGelenkschmerzen
Menstruationsbeschwerden
Mittelohrentzündung

Verwendung von Calcium carbonicum in der Homöopathie

Calciumcarbonat wird in großen Mengen in der Bauindustrie als Rohstoff genutzt. In der Stahlindustrie findet er Verwendung als Zuschlagstoff und als mineralischer Dünger, sowie Füllstoff in industriellen Anwendungen. Jährlich werden mehr als fünf Milliarden Tonnen Kalkgestein abgebaut. Hauptsächlich wird es für Zement und Branntkalk genutzt. Früher fand Calciumcarbonat auch Verwendung als Tafelkreide. 55 Prozent, der in Deutschland verkauften Tafelkreiden, bestehen jedoch aus Gips. Zudem ist Calciumcarbonat ein hervorragender Lebensmittelzusatzstoff, beziehungsweise Lebensmittelfarbstoff. In der Homöopathie wird Calcium carbonicum hauptsächlich aus dem Panzer der Austern gewonnen. Patienten, die dieses Mittel benötigen, leiden meist unter Schmerzen und Beschwerden im Verdauungstrakt, an der Haut oder in den Drüsen. Meist liegt eine stark verlangsamte körperliche Entwicklung vor. Calcium carbonicum wird häufig an Kindern angewendet. Obwohl sie sehr frostig sind, schwitzen Calcium carbonicum Patienten sehr stark, was besonders am Hinterkopf sichtbar wird. Oft setzt beim Treppensteigen Kopfschmerz und Schwindel ein. Viele Patienten leiden außerdem unter Höhenangst. Auch Kinder, die unter Milchschorf leiden, werden erfolgreich mit diesem homöopathischen Mittel behandelt. Lymphknoten, sowie Drüsen schwellen an und meist neigen Patienten zu Sodbrennen und Fettansatz. Die Beschwerden der Patienten verschlimmern sich besonders bei Kälte und Anstrengung, die sowohl geistig, als auch körperlich verrichtet wurde. Des Weiteren reagieren sie besonders empfindlich auf Milch. Bei Kindern in der Zahnung und Frauen im Klimakterium können genannte Beschwerden ebenfalls auftreten und mit Calcium carbonicum behandelt werden. Die Schmerzen, die durch die Symptome verursacht werde, werden durch Essen, Druck und Wärme gelindert, sowie durch Massieren der schmerzenden Stelle.

Calcium carbonicum hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Angst
  2. Bindehautentzündung
  3. Erschöpfung
  4. Hautausschlag
  5. Knochenbrüche
  6. Knochenschwäche
  7. Kopfschmerzen
  8. Mandelentzündung
  9. Menstruation (zu starke)
  10. Müdigkeit
  11. Rückenschmerzen
  12. Schweissausbrüche
  13. Verdauungsschwäche
  14. Verstopfung
  15. Wechseljahrsbeschwerden
  16. Weissfluss
  17. Zahnungsschmerzen
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Anwendung und Dosierung von Homöopathie
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