Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Asarum Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Asarum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Erkältung, Grippe und Übelkeit. Fotolia © emer

Erfahre mehr über Asarum und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Erkältung, Grippe und Übelkeit. Fotolia © emer

Asarum europaeum ist unter vielen Namen wie Brechwurz, Hexenrauch, Leberkraut, Speiblätter, Teufelskraut oder auch Wilder Pfeffer bekannt. Durchgesetzt hat sich in Deutschland schließlich die Bezeichnung Haselwurz, da diese kleinwüchsige Heilpflanze oft direkt am Fuß der Haselnuss aufgefunden wird, wo sie in dichten Kolonien siedelt und gleich mehrere Quadratmeter mit ihren fleischigen, immergrünen, nieren- bzw. herzförmigen Blättern bedeckt. Alle Pflanzenteile an der Oberfläche sind leichtzottig behaart, abgesehen von der glatten Blattoberseite, und riechen unverwechselbar kampferartig, die Rhizome stark nach Pfeffer. Wie die vielen sprechenden Namen schon andeuten, hat die Haselwurz in vielen Bereichen, von der Alchemie über die Homöopathie bis hin zur Pharmakologie, breite Anwendung gefunden. Als Trockenextrakt oder Tinktur der Wurzeln war die Haselwurz lange Zeit ein beliebtes Brech- und Abführmittel, heute wird das getrocknete und pulverisierte Wurzelwerk auch konventionellen Fertigarzneimitteln hauptsächlich gegen entzündliche Erkrankungen der unteren Atemwege beigemengt. Als homöopathisches Mittel wird dagegen ausschließlich die frische Wurzel verwendet, wobei Valeslavín (1596) die beste Wirkung verspricht, wenn die Rhizome zwischen Mitte August und Anfang September, also wesentlich nach der Blüte (März-Mai) gesammelt werden. Bei der Dilution wird das frische Rhizom der Haselwurz (HAB I/3a) feingerieben und in den Tiefpotenzen zwischen D3 und D12 angemischt. Da die ätherischen Öle der Pflanze auch das giftige Asaron enthalten, gilt die homöopathische Zubereitung in den Potenzen bis D10 in Deutschland allerdings als bedenklich.

Steckbrief

Volkstümlicher NameHaselwurz
Art der SubstanzHeilpflanze
Typische PotenzenD3 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinungapathisch
nervös
überempfindlich
HauptanwendungenErkältung
Grippe
Übelkeit

Anwendungsgebiete von Asarum in der Homöopathie

Aufgrund ihrer treibenden Wirkung wird die Haselwurz sowohl gegen Grippe und Erkältungserscheinungen, als auch allgemein gegen Übelkeit oder Reizmagen angewandt. Personen, denen mit der homöopathischen Verwendung von Asarum geholfen werden kann, klagen oft über Nervosität und Überreizung des gesamten Nervensystems, insbesondere über eine ausgeprägte Gehörempfindlichkeit und einen Zustand geistiger Erschöpfung bis hin zu Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisstörungen. Besonders oft wird ein Schwebe- und Abwesenheitsgefühl von den Patienten beschrieben, das bis zur Apathie reicht. Gerade bei einem Zusammenspiel der drei Leitsymptome Nervenüberreizung, Schwebegefühl und geistiger Apathie ist Asarum als homöopathisches Mittel zur Linderung anzuraten. Der Gemütszustand des Patienten ist dabei in der Regel instabil, die Überreizung der Nerven führt durch Schlafstörungen zu teils hysterischen, teils manisch-depressiven Verhaltensweisen, bei denen die Person zwischen Schreckhaftigkeit und Traurigkeit bis hin zum Weinen schwankt. Dazu kommt ein dumpfes, drückendes Gefühl im Kopf, meist im Stirnbereich und über den Augen, das sich insbesondere beim Spazierengehen in kalter Luft, in der Sonne, bei Gewitter und beim Vornüberbeugen durch einen pulsierenden Blutandrang zum Kopf äußert.

Ergänzende körperliche Symptome, die auf eine erfolgsversprechende Behandlung mit dem homöopathischen Mittel Asarum hindeuten, können sein: Ein schmerzhaftes Gefühl der Trockenheit in den Augen bzw. ein als scharf empfundener Tränenfluss, ebenso Trockenheit und Brennen im Mund, ein fauler, bitterer Speichelgeschmack, ein trockener Reizhusten bis hin zu einem ausgeprägten Hunger nach Luft in Verbindung mit einem Gefühl des Zusammenschnürens am Hals und Beklemmungsgefühlen an Brust und Herz, ein verstärkter Harndrang mit Brennen vor und nach dem Wasserlassen, Schmerzen in den Extremitäten, krampfartig, wie verrenkt, bis hin zu einem Stechen, Reißen, Ziehen in den Gliedern und dem Gefühl, als würden Ameisen durch Zehen und Finger laufen, schließlich Kälte in Füße und Händen und besonders abends auftretende Wechsel von Schüttelfrost und Hitzewallungen, bis hin zu vereinzelt auftretenden Quaddeln auf der Haut, die jucken und rötlich sind.

Asarum hilft außerdem bei folgenden Krankheiten

  1. Brechdurchfall
  2. Bronchitis
  3. Gastritis
  4. Gastroenteritis
  5. Husten
  6. Hysterie
  7. Koliken
  8. Magen-Darm-Entzündung
  9. Magen-Darm-Grippe
  10. Magenschleimhautentzündung
  11. Reizmagen
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