Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Anacardium Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Anacardium und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Aufstossen, Erbrechen und Verstopfung. Fotolia © ณัฐวุฒิ เงินสันเทียะ

Erfahre mehr über Anacardium und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Aufstossen, Erbrechen und Verstopfung. Fotolia © ณัฐวุฒิ เงินสันเทียะ

Anacardium ist ein zusammengesetztes Wort. Es besteht aus „ana“ was „nach oben“ oder „ohne“ bedeutet, und aus „kardia“ was „Herz“ bedeutet. Der Markfruchtbaum ist eine Pflanzenart in der Familie der Sumachgewächse. Er ist in Südostasien beheimatet. Da er Wuchshöhen von 15 bis 25 Meter erreichen kann, gilt er als mittelgroßer bis großer Baum. Die graue Borke blättert in unregelmäßigen Abständen in Teilen ab. Die Laubblätter wachsen gestielt und wechselständig an den Zweigen. Sie werden zwischen 20 und 60 Zentimeter lang. Die obere Seite ist kahl und glatt, die untere Seite ist flaumig behaart. Es sind zwischen 15 und 25 Hauptnerven vorhanden. Auch die Blütenstände sind flaumig behaart und stehen in Bündeln zusammen. Die Blüten sind weiß bis grünlich oder gelblich. Es sind je drei Fruchtblätter vorhanden, die zu einem Fruchtknoten verwachsen. Die Steinfrüchte sind etwas 25 Millimeter lang und haben einen Durchmesser, der bis zu 20 Millimetern betragen kann. Diese Frucht wird auch Herzfrucht oder Herznuss genannt und wächst auf einem essbaren , fleischigen und herzförmigen Fruchtstiel. Dieser bildet ebenfalls eine Pseudofrucht aus, die bei Reife ebenfalls essbar ist. Die Schale ist hart und giftig. Zwischen ihr und dem Kern ist ein Öl, welches Milch ähnlich ist und an der frischen Luft rasch schwarz wird. Anacardium kommt vor allem in Ostindien, Südasien und den tropischen Ländern, wie Australien vor. In letzteren wird der Baum kultiviert.

Steckbrief

Volkstümlicher NameMalakkanuss
Art der SubstanzFrüchte
Typische PotenzenD3 – D6
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinungreizbar
schimpft
HauptanwendungenAufstossen
Erbrechen
Verstopfung

Verwendung von Anacardium in der Homöopathie

Patienten, die das homöopathische Mittel Anacardium benötigen, sind meist unsichere Personen mit Minderwertigkeitsgefühlen. Durch ihre Unsicherheit trauen sie sich nicht, Entscheidungen zu treffen. Auf Kritik reagieren sie sehr gereizt. Sie werden leicht beleidigt. Das Bild von Engel und Teufel auf den Schultern lässt sich gut auf die Patienten übertragen. Prüfungsangst ist ein großes Problem für die Patienten, da sie Erwartungsdruck nicht standhalten können. Black outs sind daher normal. Aber auch ein ständiges Misstrauen zeichnet die Patienten aus. Dies folgt daraus, dass sie sich selbst ebenfalls nicht trauen. Sie haben eine starke Neigung zum Fluchen und benutzen viele Kraftausdrücke. Selten kommt es sogar zu Gedächtnisverlust, Aggressivität, Depressionen und Wahnvorstellungen. Betroffene denken oft, sie könnten Stimmen von Toten hören. Körperlich beschweren sich Patienten über Schmerzen am Magen-Darm-Trakt. Nässende Ekzeme und Lippenherpes treten oft auf. Im Magen verspüren sie eine große Leere. Schon wenn die letzte Mahlzeit vor zwei Stunden eingenommen wurde, wird ihnen erneut schlecht. Kann der Betroffene über längere Zeit nichts essen, so überwiegt das Hungergefühl und er muss sich übergeben. Das Erbrochene ist meist braun und krümelig. Patienten können nur schwer Stuhl absetzen. Gerade bei Kindern, die das homöopathische Mittel benötigen, bemerkt man einen krampfartigen Hustenanfall, wenn sie sich aufregen. Generell leiden die Patienten an Schlafmangel. Die Beschwerden bessern sich, wenn Betroffene auf der Seite liegen. Massiert man schmerzende Stellen mit leichtem Druck, so lindert dies die Beschwerden.

Anacardium hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Akne
  2. Appetitlosigkeit
  3. Dyspepsie
  4. Ekzeme
  5. Gedächtnisschwäche
  6. Hautausschlag
  7. Hypochondrie
  8. Hysterie
  9. Juckreiz
  10. Konzentrationsschwäche
  11. Magengeschwür
  12. Obstipation
  13. Pickel
  14. Prüfungsangst
  15. Reizbarkeit
  16. Sodbrennen
  17. Ulcus duodeni
  18. Vergesslichkeit
  19. Verstopfung
  20. Zwölffingerdarmgeschwür
  21. Übelkeit
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