Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Aethusa Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Aethusa und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Brechdurchfall, Krämpfe und Pylorusstenose. Fotolia © emer

Erfahre mehr über Aethusa und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Brechdurchfall, Krämpfe und Pylorusstenose. Fotolia © emer

Aethusa ist ein weniger häufig verwendetes homöopathisches Mittel. Der volle lateinische Name der Pflanze ist Aethusa cynapium und wird mit Aeth. abgekürzt. In manchen Regionen wird die Pflanze auch Glanzpeterlein, Tollpetersilie oder Gartengleiße genannt. Der wohl bekannteste Name im deutschen Volksmund ist aber Hundspetersilie. Dieser leitet sich von der Tatsache ab, dass Aethusa, im Gegensatz zur Gartenpetersilie, nicht zum Verzehr geeignet ist. Die giftige Hundspetersilie darf nicht mit der bekömmlichen Gartenpetersilie verwechselt werden. Dies führte in der Vergangenheit schon zu schweren Vergiftungen, die tödlich endeten.

Ursprünglich ist Aethusa in Asien und Europa beheimatet, wo sie hauptsächlich als Unkraut auf Äckern und Weiden zu finden ist. Sie wächst am besten auf Lehmböden, die stickstoffhaltig sind. Die Hundspetersilie wird bis zu einem Meter hoch, also weit höher als die Gartenpetersilie. des Weiteren sind ihre Stängel rund bis leicht kantig und sie weisen teilweise eine rötliche bis bläuliche Verfärbung auf, die der Pflanze ein schmutziges Aussehen verleiht. Die Pflanze trägt weiße Doldenblüten, die ca. ein Millimeter lang werden. Diese blühen von Juni bis Oktober. Die grünen Blätter der Hundspetersilie haben eine glänzende Oberfläche und sind zwei- bis dreifach gefiedert. Geruch und Geschmack der Hundspetersilie unterscheiden sich stark von der Gartenpetersilie. Ihr Geruch ist unangenehm und hat Ähnlichkeit mit Knoblauch. Ihr Geschmack ist scharf und verursacht ein Brennen im Mund.

Steckbrief

Volkstümlicher NameHundspetersilie
Art der SubstanzPflanze
Typische PotenzenD2 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinungreizbar
verkrampft
HauptanwendungenBrechdurchfall
Krämpfe
Pylorusstenose

Anwendungsgebiete von Aethusa in der Homöopathie

In der Homöopathie kommt die Giftpflanze in niedriger Dosierung vorwiegend zur Behandlung verschiedener Arten von Krämpfen zum Einsatz. Das Mittel hat insbesondere eine Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt. Die üblichen Potenzen, in denen das homöopathische Mittel verabreicht wird, liegen zwischen D2 und D12. Die häufigsten Krankheiten, die mit Aethusa behandelt werden, sind Brechdurchfall, Krämpfe und Pylorusstenose. Weitere Anwendungsgebiete sind Diarrhoe, Erbrechen, Magen-Darm-Grippe, Magenpförtner-Verengung, Pylorusspasmus, Reizbarkeit, Sommer-Durchfall und Übelkeit. Neben Erkrankungen, die Magen und Darm betreffen, wird Aethusa auch gegen Herpes auf der Nasenspitze und gegen Lernschwierigkeiten bei verkrampften Kindern verabreicht. Typische Leitsymptome für die Magen-Darm-Erkrankungen sind starke Krämpfe und gelb-grüne Durchfälle. Säuglinge erbrechen häufig geronnene Milch. Aethusa wird oft zur Behandlung von Kinderkrankheiten angewandt. Diese Kinder leiden unter starken Krämpfen, die sich in quälenden Schmerzen äußern. Das Kind ist ängstlich und schreit mit einem schmerzverzerrten Gesicht. Auch leichte Reizbarkeit ist ein typisches Symptom. Dieses kann zu heftigen Wutanfällen führen. Das Kind verträgt keine Milch und erbricht diese sofort wieder. Kinder, sowie erwachsene Patienten, sind nervös und körperlich und geistig stark erschöpft. Auch reißende Kopfschmerzen geben einen Hinweis auf die Möglichkeit einer Behandlung mit dem homöopathischen Mittel. Durch Aufstehen und aufrechte Haltung verschlimmert sich der Kopfschmerz, durch Hinlegen kann er gelindert werden. Kinder rollen beim Einschlafen häufig ihre Augen nach oben und wirken stark benommen bis apathisch. Ein typisches Symptom bei Aethusa-Patienten ist der gänzlich fehlende Durst. Hungergefühl hingegen ist vorhanden, insbesondere nach dem Erbrechen. Den Patienten ist meist kalt und sie schwitzen kalten Schweiß aus. Der Zustand des Patienten wird durch Sonne, Hitze, am Abend und am sehr frühen Morgen verschlechtert. Durch frische Luft verbessert sich der Zustand des Erkrankten.

Aethusa hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Diarrhoe
  2. Durchfall
  3. Erbrechen
  4. Magen-Darm-Grippe
  5. Magenpförtner-Verengung
  6. Pylorusspasmus
  7. Reizbarkeit
  8. Sommer-Durchfall
  9. Übelkeit
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