Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Adlumia Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Adlumia und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Gicht, Leberschwäche und Nierensteine. Fotolia © emer

Erfahre mehr über Adlumia und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Gicht, Leberschwäche und Nierensteine. Fotolia © emer

Adlumia, umgangssprachlich auch Erdrauch genannt, ist eine Pflanze, die als homöopathisches Mittel eingesetzt wird. In der Homöopathie wird auch die Abkürzung Adlu verwendet. Die korrekte wissenschaftliche Bezeichnung nennt sich Adlumia fungosa. Die Kletterpflanze klettert in Höhen bis zu drei bis vier Metern und zeichnet sich durch rosa-weißliche Blüten aus. Man findet diese Pflanzengattung im Mittelmeergebiet, in Mitteleuropa und auch in Zentralasien. Sie wächst vornehmlich auf nährstoffreichen und bewirtschafteten Böden, daher findet man sie oft am Rande von Äckern, Weinbergen oder auch in Gärten. Ihre Blätter sind gespalten und haben sehr feine, einzelne, grau-grüne Blättchen, was der Pflanze von weitem einen rauchartigen Eindruck verleiht. Dieser Eigenschaft verdankt sie vermutlich ihren Namen Erdrauch. Die Pflanze ist als Giftpflanze bekannt, weil sie Isochinolinalkaloide enthält, unter anderem das Protopin und das Adlumin.

Bereits in der Antike war Adlumia als Heilpflanze anerkannt. Zunächst wurde die Pflanze für ihre blutreinigende Wirkung geschätzt. Später gelangte die Heilpflanze in die mittelalterliche Klosterheilkunde und wurde dort hauptsächlich gegen Hauterkrankungen und als stärkendes Mittel eingesetzt. Auch die positive Wirkung auf Verstopfung war schon damals bekannt. Heutzutage ist Adlumia ein weniger häufig verwendetes Mittel in der Homöopathie.

Steckbrief

Volkstümlicher NameErdrauch
Art der SubstanzHeilpflanze
Typische PotenzenD4 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinung 
HauptanwendungenGicht
Leberschwäche
Nierensteine

Anwendungsgebiete von Adlumia in der Homöopathie

Als homöopathisches Mittel wird Adlumia vornehmlich als Tee verabreicht. Der Tee wird gewonnen, indem ein bis zwei Teelöffel der Pflanze mit heißem Wasser übergossen werden. Dies muss etwa zehn Minuten ziehen. Danach wird der Tee abgeseiht und soll in kleinen Schlucken zu sich genommen werden. Der Patient nimmt ein bis drei Tassen täglich davon ein. Nach sechs Wochen der Einnahme wird empfohlen, den Erdrauch-Tee für eine Weile durch einen ähnlichen Tee zu ersetzen. Durch diese Pause verhindert man Langzeitwirkungen und eine Gewöhnung des Körpers an den Wirkstoff. Darüber hinaus ist das homöopathische Mittel auch in Form von Globuli oder einer flüssigen Dilution erhältlich. Die gängigsten Potenzen liegen zwischen D4 und D12.

Eine innerliche Anwendung von Adlumia als Tee ist am häufigsten bei Beschwerden wie harnsaure Ablagerungen, Harnsteine, Harnsäureüberschuss, Nierensteine, Leberfunktionsstörungen und Gicht. Auch bei Verdauungsbeschwerden, Verstopfung, Magenkrämpfen und Würmern kann der Erdrauch-Tee dem Betroffenen helfen. Darüber hinaus wird Adlumia bei Migräne, Kopfschmerzen, Hypochondrie und auch bei depressiven Verstimmungen verabreicht. Die Wirkung von Adlumia ist blutreinigend, schweißtreibend, harntreibend und krampflösend. Auf die Gallenblase wirkt die Heilpflanze regulierend, das heißt sie kann sowohl bei Über- als auch bei Unterfunktion angewandt werden.

Typische Leitsymptome können eine weiß belegte Zunge, ein Blähbauch, Schmerzen in der Lebergegend, ein Völlegefühl, Druck im oberen Bauchbereich und Blähungen sein. Schmerzen in den Gelenken sind ein Hinweis auf Gicht und bilden ebenfalls ein typisches Symptom für Patienten, für die eine Behandlung mit dem homöopathischen Mittel in Frage kommt.

Neben der innerlichen Anwendung der Heilpflanze ist auch eine äußerliche Anwendung möglich. Als Umschläge, Bäder oder Waschungen wird der Erdrauch-Tee gegen Ekzeme eingesetzt. Auch andere Hautentzündungen können so gelindert werden.

Adlumia hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Harnsaure Ablagerungen
  2. Harnsteine
  3. Harnsäure Überschuss
  4. Nierengriess
Informieren Sie sich auf folgender Seite über die Anwendung und Dosierung von Homöopathie:
Anwendung und Dosierung von Homöopathie

Bitte beachte

Die Informationen die wir dir zur Verfügung stellen ersetzen keineswegs einen Arztbesuch. Wende dich bei Beschwerden und Krankheiten unbedingt an einen Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker!
Jetzt bewerten!
[Bewertungen: 7 Durchschnitt: 4.7]