Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Aconitum napellus Globuli in der Homöopathie

Erfahre mehr über Aconitum napellus und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Erkältung, Grippaler Infekt und Schmerzen. Fotolia © LianeM

Erfahre mehr über Aconitum napellus und die heilende Wirkung bei Krankheiten wie Erkältung, Grippaler Infekt und Schmerzen. Fotolia © LianeM

Aconitum napellus (kurz: Aconitum), auch als blauer Eisenhut oder Mönchskappe bekannt, wird häufig in der Homöopathie eingesetzt und ist eines der stärksten homöopathischen Mittel. Zu finden ist der blaue Eisenhut vor allem auf der Nordhalbkugel in schattigen und feuchten Gebieten mit nährstoffreichen, auch kalkhaltigen Lehm- und Tonböden. Es handelt sich um eine ausdauernde, krautige Pflanze, die 50 bis 200 cm groß werden kann. Aconitum napellus wird sowohl als Zierpflanze als auch als homöopathische Heilpflanze verwendet. Eigentlich sind alle Pflanzenteile, vor allem die Wurzeln und Samen des blauen Eisenhutes, solange sie nicht für die Homöopathie verdünnt wurden, hochgiftig. Aber auch schon wenige Blätter und Blüten können eine tödliche Wirkung haben. Die Bedeutung der wörtlichen Übersetzung von Aconitum ist „Ohne Staub“. In der Tat braucht der blaue Eisenhut für sein Wachstum geringe Massen an Erde. Es handelt sich bei dem Eisenhut um die giftigste Pflanze Europas. Früher fand der blaue Eisenhut als Pfeilgift ihren Einsatz. Homöopathisch verwendet wird das Mittel hauptsächlich in den Potenzen D4 bis D12. Bis D3 gilt es als verschreibungspflichtig. Demnach sollte es weder selbst hergestellt noch ohne Aufsicht eingenommen werden. Der behandelnde Arzt entscheidet hinsichtlich des Krankheitsbildes über die geeignete Potenzstufe.

Steckbrief

Volkstümlicher NameEisenhut
Art der SubstanzGiftpflanze
Typische PotenzenD4 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinunggesellig
stark
voller Ängste
HauptanwendungenErkältung
Grippaler Infekt
Schmerzen

Anwendungsgebiete von Aconitum napellus (Eisenhut)

In der Homöopathie kommt Aconitum napellus bei Erkältung mit hohem Fieber, Halsentzündungen, ersten Anzeichen einer von Fieber begleiteten Erkältung, Heiserkeit, Kurzatmigkeit, gewaltigem Durst und Ohrenschmerzen zum Einsatz. Ebenfalls kann es bei Bronchitis, vor allem bei einer schnellen Entwicklung des Infektes, sowie bei Herzbeschwerden und Herzschmerzen mit Angstzuständen verwendet werden. Auch wird das homöopathische Mittel bei Blasen-Nieren-Entzündungen, Ischiasschmerzen und Hexenschuss gebraucht. Aconitum napellus hat sich auch für Psyche und Geist bewährt gemacht. Bei Schlafstörungen mit Angstzuständen, Nervosität, Angst, Panik, Schock und zur Beruhigung kann es in Anspruch genommen werden. Dabei hat der Betroffene erweiterte Pupillen und taube Glieder. Häufig ist der Betroffene menschenscheu und zieht es vor, alleine zu sein. Bei Kinderkrankheiten, wie Röteln, ist Aconitum napellus ebenfalls nützlich.

Aconitum napellus sollte dann eingesetzt werden, wenn Beschwerden plötzlich und sehr schlimm beginnen, wie bei Bindehautentzündung, Erkältung, Grippe, Fieber und Entzündung. Es empfiehlt sich das homöopathische Mittel direkt zu Beginn der Erkrankung einzusetzen, denn zu diesem Zeitpunkt zeigt es die beste Wirkung. Um Aconitum napellus zu verwenden, sollten die Beschwerden durch starke körperliche und psychische Ruhelosigkeit, Angst, Furcht bis hin zur Todesangst, trockene Haut und ein blasses Gesicht begleitet werden. Als Auslöser der Beschwerden gelten kalter, trockener Wind, Schock und Schreck.

Das Mittel eignet sich vor allem für Menschen, die sehr lebhaft und robust sind. Typisch für solche Personen ist es, dass sie schnell erkranken, aber auch zügig wieder gesund werden.

Außerdem kann Aconitum napellus bei roten entzündeten Augen oder tränenden Augen, verursacht durch Wind oder Schnee, gebraucht werden. Auch bei Zahnschmerzen und Zahnfleischentzündungen kann das homöopathische Mittel Linderung bringen.

Aconitum napellus hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Angst
  2. Augenentzündung
  3. Grippe
  4. Halsentzündung
  5. Husten
  6. Kehlkopfentzündung
  7. Kopfschmerzen
  8. Ohrenentzündung
  9. Panikattacken
  10. Schlafstörungen
  11. Schmerzen
  12. Schnupfen
  13. Schreck
  14. Taubheitsgefühle
  15. Unruhe
  16. Zahnungsschmerzen

Leiden werden verbessert durch:

  1. Wärme
  2. Alleine sein
  3. Schweißausbruch
  4. Ausruhen
  5. Warmes Schwitzen
  6. Im Freien
  7. Aufdecken des Kranken
  8. Nach dem Schwitzen
  9. Ruhe
  10. Frische Luft

Leiden werden verschlechtert durch:

  1. Abends
  2. Aufregung
  3. Berührung
  4. Druck
  5. Enge Räume
  6. Furcht
  7. Hitze
  8. In der Nacht
  9. In engen Räumen
  10. In Menschenmassen
  11. Kalten
  12. Liegen auf betroffenem Bereich
  13. Liegen auf schmerzhafter Seite
  14. Menschenansammlungen
  15. Nachts
  16. Schock
  17. Schreck
  18. Stickige Räume
  19. Stickige Zimmer
  20. Tabakqualm
  21. trockenen Wind
  22. Überanstrengung
  23. Um Mitternacht
  24. Während der Menstruation
  25. Zugluft
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Anwendung und Dosierung von Homöopathie
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