Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Beifuß gegen Verdauungsprobleme, Gelbsucht und Appetitlosigkeit

Erfahre mehr über die heilende Wirkung des Beifuß. Die Heilpflanze eignet sich vor allem zur Behandlung von Appetitlosigkeit, Geblsucht und Verdauungsproblemen. © katharinarau

Erfahre mehr über die heilende Wirkung des Beifuß. Die Heilpflanze eignet sich vor allem zur Behandlung von Appetitlosigkeit, Geblsucht und Verdauungsproblemen. © katharinarau

Beifuß,  die wilde Verwandte der Gartenpflanze Wermut, wird zur Familie der Korbblütler und der Gattung der Artemisia zugeordnet. Der wissenschaftliche Name stammt aus dem lateinischem und lautet Artemisia vulgaris. Der Beifuß ist in allen Teilen der Nordhalbkugel vorzufinden – Europa, Asien und Nordamerika. Man vermutet, dass der Mensch mit dem Ackerbau den Beifuß in die unterschiedlichen Regionen gebracht hat. Deshalb ist der Ursprung des Beifußes nicht mehr exakt auszumachen. Der Beifuß bevorzugt karge und nährstoffreiche Böden. Sammler, die zwischen Juli und September nach Beifuß suchen, finden ihn häufig an Wegrändern, Böschungen, Bahndämmern und Geröllplätzen. Der Beifuß wächst über Jahre hinweg, da er eine mehrjährige Pflanze ist, und kann eine Höhe von bis zu 2 m erreichen. Aufgrund seiner Höhe und seiner vielen Seitenausläufern benötigt der Beifuß einen harten stabilen Stängel, der kaum behaart ist.  Die Farbe des Stängels ist rötlich braun. Die doppelgefiederten Blätter sind zweifarbig und 2,5-5 cm lang sowie 2-3 cm breit. Die Oberseite der Beifußblätter ist dunkelgrün und die Unterseite weißlich filzig. Der Beifuß besitzt nur sehr kleine unscheinbare Blüten, die weißlich-grau, gelblich oder rotbraun sind. Die Blütenkörbchen können auf eine Höhe von 3,8 mm anwachsen. Sie blühen im Zeitraum zwischen Juli und September.


Verwendung von Beifuss als Heilpflanze

Die Geschichte des Beifußes als Heilpflanze liegt lange zurück. Bereits die Ägypten und Perser schätzten die heilende Wirkung des Beifußes.  Im Mittelalter galt der Beifuß als wertvoller Bestandteil magischer Rezepturen und wurde außerdem als Mittel gegen Hexerei eingesetzt. Der Beifuß enthält ätherisches Öl, Sesquiterpenlactone, Flavonoide, Hydroxycumarine, Polyine, Triterpene und Carotinoide. Der Beifuß hat, wie sein Verwandter das Wermut, einen sehr bitteren Geschmack, der auch bei sehr hoher Verdünnung herauszuschmecken ist. Trotz seines bitteren Geschmackes besitzt der Beifuß ausgezeichnete heilende Wirkung. Beifuß unterstützt die Verdauung und hilft so genug Nährstoffe ins Blut zu transportieren. Beifuß wird auch bei anderen Leiden empfohlen. Zum Beispiel lindert Beifuß Augenschwäche, juckende Hautleiden und Flechten. Darüber hinaus findet Beifuß Anwendung bei Gelbsucht, Appetitlosigkeit, Gallenleiden, Bauchwassersucht, Bleichsucht, Würmer, Blähungen, Verstopfung und Leberentzündung. Bereitet man Beifuß als Tee zu, kann er für die Frauen bei einer schwachen Periode menstruationsfördernd wirken. Es sollte aber Vorsicht geboten werden, da man Beifuß nicht überdosieren darf. Ebenso sollte man auf Beifuß verzichten, wenn man schwanger ist oder Fieber hat. Zudem kann es bei manchen Menschen zu allergischen Reaktionen kommen oder  es können sogar Asthma-Anfälle ausgelöst werden. Beifuß hat aber auch eine beruhigende Wirkung, da es entspannend auf das Nervensystem wirkt und so gegen Nervosität und Schlafstörungen wirkt. Abgesehen von der heilenden Wirkung hat Beifuß auch geschmacklich etwas zu bieten. Beifuß wird häufig als Gewürz bei fettigen Speisen hinzugefügt, zum einem, weil die Mahlzeit durch den Beifuß noch die richtige Würze bekommt und zum anderen weil es den Appetit und die Verdauungsvorgänge fördert. Beifuß lässt die Magensäfte und den Gallensaft fließen, wodurch die Verdauung optimal angeregt wird.

Beifuß hilft bei folgenden Krankheiten:

  1. Blähungen
  2. Blasenentzündung
  3. Chronische Eierstockentzündung
  4. Durchblutungsstörungen
  5. Durchfall (chronisch)
  6. Frauenheilkunde
  7. Gallenschwäche
  8. Gebärmutterkrämpfe
  9. Geburt
  10. Hämorrhoiden
  11. Kalte Füße
  12. Kalte Hände
  13. Menstruationsbeschwerden
  14. Mundgeruch
  15. Muskelkater
  16. Müde Beine
  17. Nervenanspannung
  18. Neuralgien
  19. Periodenschmerzen
  20. Schlafstörungen
  21. Übelkeit
  22. Unruhe
  23. Verdauungsschwäche
  24. Wechseljahrsbeschwerden
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