Zitronenmelissensalbe gegen Herpes

Erfahre mehr über Zitronenmelissensalbe und wie Sie gegen Herpes wirkt. Fotolia © PhotoSG

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Der am häufigsten auftretende Herpes ist der Lippenherpes. Er ist nicht nur lästig, sondern auch schmerzhaft und hochgradig virulent. Sobald die Bläschen eröffnet sind, ist der Herpesvirus hochgradig ansteckend. Er kann beim Küssen oder Berühren anderer Menschen übertragen werden. Zudem sind auch Haustiere durch diesen ansteckenden Virus gefährdet. Doch der Herpes-Betroffene kann den aktivierten Virus auch auf die eigene Nase, das Naseninnere und das Augeninnere weitertragen. Eine Herpesinfektion und ein Herpesausbruch sind also nicht zu unterschätzen.

Zur Behandlung von Lippenherpes nutzen viele Menschen entweder die gängigen Antivirustatika wie Aciclovir, oder sie versuchen es mit Hausmitteln. Zu diesen gehören beispielsweise das Betupfen der Herpesbläschen mit Zahnpasta oder Bienenhonig. Beides kann die Herpesinfektion verschlimmern oder die Bläschen öffnen, statt sie einzutrocknen. Die sanfte Methode, einen Herpesausbruch zu beantworten, liegt in drei Schritten: Zum einen sollte einer der Förderer des Herpesvirus aus der Ernährung eliminiert werden. Die auslösende Aminosäure Arginin ist in Kakao, Schokolade und Fleisch enthalten. Diese sollten nicht verzehrt werden, sobald ein Herpesausbruch an der Lippe bemerkt wird. Stattdessen sollte die Lysin-Zufuhr durch Amaranth-Popps, Quinoa oder Lysin-Kapseln erhöht werden. Als äußerliche Maßnahme ist Melissensalbe bzw. eine Salbenzubereitung mit Zitronenmelisse ratsam. Der Grund dafür, dass Zitronenmelisse in einer Herpessalbe besser wirkt als Virustatika aus der Apotheke, ist für Heidelberger Forscher klar: Die ätherischen Öle in der Zitronenmelisse wirken auf natürliche Weise gegen Herpesviren. Laborversuche am Universitätsklinikum Heidelberg haben nachgewiesen, dass die ätherischen Öle in der Melisse die Herpesviren effektiv in Schach halten können. Im Reagenzglas konnten Melissenöle die angelegten Herpesviren-Kulturen zu fast 97 Prozent unschädlich machen. Das Virus wird durch Zitronenmelissensalbe daran gehindert, in die Hautzellen einzudringen. Umfassende Studienvorhaben sollen diese Erkenntnis nun verifizieren. Tatsächlich gibt es im Handel bereits eine Melissensalbe und einen Lippenstift mit Melissenöl, die erfolgreich bei Herpes eingesetzt werden: LomaHerpan und LomaProtect. Da die meisten Menschen den schlummernden Herpesvirus in sich tragen, sind sie bei Vorhandensein der bekannten Herpes-Auslöser gefährdet, regelmäßig Herpesausbrüche zu erleben. Sobald der Herpesvirus aktiv wird, treten die bekannten Bläschen in Erscheinung. Nun gilt es, sie schnellstmöglich daran zu hindern, sich zu öffnen und den darin enthaltenen Virus weiter zu verbreiten. Mit Zitronenmelissensalbe kann das gelingen. Die Krux am Herpesvirus ist, dass er sich sofort nach dem Ausbruch wieder in die Nervenknoten zurückzieht und so für Herpesmedikamente unerreichbar ist – bis zum nächsten Ausbruch. US-Forscher arbeiten seit Jahren an einem Medikament, das den im Körper schlummernden Herpesvirus ein für alle Mal unschädlich machen soll.

Tipps bei einem Herpesausbruch

Wenn die Herpesviren nicht mehr in ihren Nervenknoten-Nestern schlummern, sondern aktiv sind, sollten die Betroffenen das Sonnenlicht meiden. Starke Sonneneinstrahlung kann den bereits aktivierten Herpesvirus noch beflügeln.

Unbedingt wichtig ist die Unterstützung des Immunsystems. Meide alles, was Dich stresst und gönn Dir mehr Ruhe. Anstrengende sportliche Betätigung sollte heruntergefahren werden. Moderater Sport wie Radfahren oder Walken ist jetzt angezeigt.

Bei einer drohenden Erkältung sollte das Immunsystem prophylaktisch durch zusätzliche Vitamingaben, Stressentlastung und Ruhe unterstützt werden. Bei fieberhaften Infekten und Schnupfen neigt der Lippenherpes besonders gerne dazu, auszubrechen. Daher ist eine gezielte Vorbeugung gegen grippale und andere Infekte wichtig.

Hausmittel wie Zahnpasta oder Honig sind bei Lippenherpes eher nicht empfehlenswert. Honig begünstig durch seinen Zuckergehalt sogar zusätzlichen Pilzbefall. Das Betupfen mit Kölnisch Wasser, Zinksalbe oder verdünntem Alkohol hilft, wenn keine Zitronenmelissensalbe zur Hand ist.

Die üblichen Herpessalben mit antiviralen Pharmazeutika (z. B. Acyclovir, Penciclovir) helfen bei Lippenherpes leider nur bedingt. Die Dauer des Herpesausbruchs wird kaum verkürzt. Die schnellere Abheilung wird kaum begünstigt. Der eingenistete Herpesvirus lässt sich damit nicht aus seinem Versteck entfernen. Bestenfalls trocknen die Bläschen schneller ab. Dadurch wird das Streuen und Verteilen unterbunden – aber nur, sofern wirklich alle Viren abgetötet wurden.

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