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Löwenzahnsalbe gegen Muskelkater, raue und rissige Haut

Erfahre mehr über selbstgemachte Löwenzahnsalbe und bei welchen Beschwerden die Salbe am effektivsten ist. Fotolia © Anatolii

Erfahre mehr über selbstgemachte Löwenzahnsalbe und bei welchen Beschwerden die Salbe am effektivsten ist. Fotolia © Anatolii

Löwenzahn gehört zu den wahren Muntermachern unter den Kräutern. Die Pflanze hilft gegen Kopfschmerzen, spült Giftstoffe aus dem Körper, stärkt die Haut und reduziert Muskelkater und andere Beschwerden der Muskeln, Gelenke und Knochen. Die Pflanze aus der Familie der Korbblütler enthält viele Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Mangan, Eisen und Vitamin K, die positive Effekte auf den gesamten Organismus und die einzelnen Organe haben. Daneben enthält die Pflanze seltene Bitterstoffe wie Eudesmanolid Tetrahydroiridentin B oder das Germacranolid Ainsliosid. Ebenso wirkungsvolle Triterpene wie die Substanz Taraxasterol. Auch Schleimstoffe, Zucker und Inulin sind in Wurzel, Stängel und Blüte zu finden. Löwenzahnsalbe enthält alle diese Wirkstoffe in extrahierter Form und eignet sich zur lokalen oder oralen Anwendung bei unterschiedlichen Beschwerden. Für welche Leiden Du den weißlichen Extrakt der Löwenzahn-Stängel verwenden kannst und wie Du Löwenzahnöl und Löwenzahnsalbe herstellst.

Löwenzahnsalbe hilft bei folgenden Beschwerden

  1. Löwenzahnsalbe gilt als Wundermittel bei Muskelkater. Ähnlich dem Ginseng, kann sie bei sämtlichen Schwächezuständen eingesetzt werden und ist somit ideal, um die erschöpften Muskel wieder in Schwung zu bringen. Für den positiven Effekt genügt es, die schmerzenden Muskeln mit etwas Salbe zu massieren. Nach fünf Minuten Einwirkzeit sollten die Beschwerden bereits nachlassen.
  2. Bei rissiger Haut ist Löwenzahn ebenfalls ein wirkungsvolles Mittel. Die Pflanze versorgt den Organismus mit wichtigen Mineralstoffen, insbesondere mit Kalium und Eisen, und wirkt außerdem entzündungshemmend. Eine Salbe enthält besonders viele wertvolle Mineralien und ist ideal für die lokale Anwendung bei Hautverletzungen.
  3. Raue Haut, aber auch Hühneraugen, Hornhaut und Warzen werden durch die Wirkstoffe des weißen Pflanzensafts merklich reduziert. Nach mehrwöchiger Behandlung ist die Haut deutlich weicher und weniger anfällig für Einrisse und ähnliche Verletzungen. Ursächlich für den positiven Effekt sind auch hier Kalium, Magnesium, Manga, Eisen und Co.
  4. Du kannst Löwenzahnsalbe nicht nur lokal anwenden. Zu einem dickflüssigen Saft verarbeitet, kann der Extrakt auch getrunken werden. Dadurch bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe weitestgehend erhalten und können vom Körper optimal umgesetzt werden.
  5. Die antibakteriellen Eigenschaften von Löwenzahnöl sind ideal, um Wunden zu heilen und Infektionen zu verhindern. Auch Schmerzen, Juckreiz und Rötungen aufgrund von Insektenstichen werden gelindert. Du kannst die Wirkung verstärken, indem Du die komplette Pflanze mit etwas Wasser in einen Mixer gibst. Der Brei kann als Sofort-Medizin auf die entsprechenden Stellen aufgetragen werden.

Löwenzahnöl herstellen – so geht es

Löwenzahnblüten enthalten viel Feuchtigkeit und sollten deshalb vor der Verarbeitung getrocknet werden. Hierfür genügt es, die Blüten nach der Ernte für ein bis zwei Tage an einem sonnigen Platz – etwa auf der Fensterbank oder dem Terrassentisch – liegen zu lassen. Anschließend kann mit der Zubereitung begonnen werden.

Zunächst musst Du die getrockneten Blüten in ein gut verschließbares, hitzeunempfindliches Glas geben und etwas Pflanzenöl dazugeben. Anschließend einen Topf drei bis vier Fingerbreit mit Wasser füllen und das Gefäß hineinstellen.

Nachdem sich das Wasser aufgeheizt hat, musst Du die Zutaten mindestens eine Stunde lang im Wasserbad köcheln lassen. Das Öl sollte anschließend noch mindestens drei Tage nachziehen, denn so entfaltet es seine wertvollen Inhaltsstoffe vollständig und hilft später wirksam gegen Muskelkater und Co.
Das fertig Öl kann in ein anderes Glas umgefüllt werden. Die Blüten werden am besten noch einmal über dem Öl ausgedrückt. Anschließend kann es direkt als Massageöl oder als Grundlage für Löwenzahlsalbe verwendet werden.

Rezept um eine Löwenzahnsalbe herzustellen

6. Um aus dem Löwenzahnöl eine Salbe herzustellen, musst Du das Öl nur mit etwas Bienenwachs (15 Gramm pro 100 Milliliter Öl) vermischen und in einem Wasserbad zum Schmelzen bringen. Sobald aus dem Sud eine flüssige Masse geworden ist, kannst du den Topf vom Herd nehmen, die Masse noch einmal umrühren und die Salbe direkt verwenden.
Tipp: Wenn die Löwenzahnsalbe zu fest ist, fülle einfach etwas Öl nach. Ist sie zu flüssig, gib etwas Wachs hinzu.

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