Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Inhalationslösungen gegen Husten selber machen

Erfahre mehr über selbstgemachte Inhalationslösungen und welche Rezepte es gegen Husten gibt. Fotolia © Heike Rau

Erfahre mehr über selbstgemachte Inhalationslösungen und welche Rezepte es gegen Husten gibt. Fotolia © Heike Rau

Das Inhalieren zählt noch immer zu den wirksamsten und am häufigsten genutzten Hausmitteln zur Linderung von Erkältungsbeschwerden. Leidet man unter trockenen Schleimhäuten oder einer verstopften Nase, dann gewährleistet eine Inhalation eine schnelle Hilfe. Idealerweise bereitet man sein Dampfbad selbst zu: Viele Zutaten hat man bereits im Küchenschrank vorrätig. Alles, was zur Inhalation benötigt wird, sind ein Topf mit heißem Wasser sowie ein Handtuch, das über den Kopf gelegt wird. Die beliebtesten Zusätze für wohltuendes Inhalieren stellen wir Ihnen hier vor. Sollten Sie nicht Wissen, welche Zugabe die richtige ist, dann probieren Sie ruhig verschiedene Inhalationslösungen aus. Meist braucht es einige Anwendungen, um herauszufinden, welche Variante sich am besten eignet.

Diese Inhalationsrezepte helfen gegen Husten

  1. Salz zählt zu den am häufigsten Zutaten für eine wirkungsvolle Inhalation. Kochsalz reinigt und befeuchtet die Atemwege gleichermaßen. Es lässt sich sowohl bei Asthma als auch bei Erkältungen und viralen Infekten nutzen. Zähes Sekret kann durch das Inhalieren von kochendem Salzwasser verflüssigt werden, so dass es anschließend leichter abfließt. Verwenden Sie für einen Liter heißes Wasser etwa 10 Gramm unbehandeltes Meersalz.
  2. Auch Thymian ist ein duftender und wohltuender Zusatz für eine entspannende Inhalation. Das Gewürz ist besonders bei Husten und Bronchitis sehr hilfreich. Für einen Liter Wasser sollte ein Esslöffel frischer Thymian oder ein Teelöffel ätherisches Öl verwendet werden. Bei Bedarf kann die Dosis natürlich entsprechend erhöht werden.
  3. Kamille gilt als bewährte Heilpflanze, die sich nicht nur beruhigend auf die Bronchien auswirkt, sondern auch Entzündungen wirksam beseitigt. Heiserkeit und Husten lassen sich durch eine Inhalation mit Kamille deutlich lindern. Hierfür verwenden Sie eine Handvoll frischer Kamillenblüten auf einen Liter Wasser oder auch Kamillenextrakt aus der Apotheke.
  4. Ätherisches Eukalyptus-Öl duftet nicht nur sehr angenehm, sondern beruhigt auch unseren Geist. Gleichzeitig werden die Schleimhäute von zähem Sekret befreit, so dass es nur noch abgehustet werden muss.
  5. Haben Sie frischen Salbei zur Hand, können Sie diese Blätter für eine lindernde Inhalation verwenden, um die Atemwege zu befreien. Pflücken Sie eine Handvoll frischer Blätter, die anschließend in das Wasser gegeben werden. Selbstverständlich können Sie auf diese Weise auch einen Tee aufbrühen und diesen in kleinen Schlucken trinken, was die Wirkung noch verstärkt.
  6. Erfrischend und regenerierend zugleich wirkt sich frische Minze aus. Das darin enthaltene Menthol bringt eine antibakterielle Wirkung mit sich und befreit verstopfte Atemwege in kürzester Zeit. In der Regel genügen fünf bis zehn Tropfen von einem ätherischen Öl aus der Apotheke oder auch eine Handvoll frischer Minzblätter.
  7. Kampfer ist eine eher seltener verwendete Zugabe, die aber deshalb nicht minder wirksam gegen bronchiale Infekte ist: Sie erweitert die Atemwege und sorgt für ein leichteres Abhusten. Ähnlich wie auch Menthol bringt es ein kühlendes, beruhigendes Gefühl mit sich. Einige Tropfen eines ätherischen Öls genügen für eine wirksame Linderung der Beschwerden.
  8. Sind Sie schwanger oder stillen Ihr Baby, dann sollten Sie auf die Zugabe von ätherischen Ölen verzichten. Das gilt sowohl für Eukalyptus- als auch für Thymian-, Menthol- und Campher-Öl. Sie eignen sich ebenfalls nicht für Kinder unter sechs Jahren. Besprechen Sie in diesem Fall mit Ihrem Hausarzt, welche Zugabe geeignet ist.
  9. Leiden Sie unter Allergien oder juckenden Entzündungen, dann sind Inhalationen ebenfalls sinnvoll. Allergiker sollten sich für ein Dampfbad mit Meersalz, Kamille oder Fenchel entscheiden.
  10. Möchten Sie keine Zugabe verwenden, dann lässt sich selbstverständlich auch ganz normales Wasser verwenden. Purer Wasserdampf ist besonders schonend und so beispielsweise für Schwangere und Allergiker geeignet. Er kann den Körper sogar dabei unterstützen, Infekten erst gar keine Chance zu geben. Das heiße Wasser steigt in kleinen Tröpfchen nach oben auf, die dann eingeatmet werden und direkt in die Schleimhäute der Nase und des Mundes gelangen. Zäher Schleim verflüssigt sich und Krankheitserreger werden vom Körper leichter abtransportiert.
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