Fliederbeerensuppe gegen Erkältung

Erfahre mehr über Fliederbeerensuppe und wie Sie gegen Erkältungskrankheiten wirken. Fotolia © silencefoto

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Bei der Fliederbeersuppe handelt es sich um eine norddeutsche Spezialität. Fliederbeeren sind im Rest Deutschlands als Holunderbeeren bekannt. Deren Heilkraft wussten schon Kelten und Germanen zu schätzen, auch in der traditionellen Kräutermedizin kommt dem Schwarzen Holunder eine tragende Rolle zu, besonders bei Erkältungskrankheiten.

Blätter und Blüten werden getrocknet und davon ein Tee aufgebrüht, der schweißtreibend und schleimlösend wirkt, was ihn als Hausmittel bei Erkältungskrankheiten prädestiniert. In Vergessenheit geraten ist heute an vielen Orten jedoch, dass auch die Beeren ein ideales Mittel gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit sind. Pur ist der Saft extrem bitter und somit ungenießbar, doch als gesüßter, heißer Holunder am Krankenbett serviert, waren sogar einer Erkältung noch gute Seiten abzugewinnen. Vermutlich ist es experimentierfreudigen norddeutschen Großmüttern zu verdanken, dass aus dem heißen Holunder irgendwann die Fliederbeersuppe wurde.

Holunderbeeren sind ideal, wenn Du beim Anflug einer Erkältung entsprechend gegensteuern möchtest. Denn in den Beeren stecken knapp 4000 extrem gesundheitsfördernde Verbindungen drin, die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe. Doch auch die enthaltenen Vitamine, Spurenelemente und Aminosäuren sind nicht von schlechten Eltern. Ihre dunkelrote Farbe erhalten die Holunderbeeren von einem Pflanzenfarbstoff namens Anthozyane. Der wirkt entzündungshemmend und schützt darüber hinaus die Gefäße. Auch Blutzucker und Blutdruck sollen durch den Schwarzen Holunder abgesenkt werden.

Der in ganz Europa beheimatete Holunderstrauch hat seine Blütezeit von Mai bis Juni, die Beeren können zwischen August und Oktober geerntet werden. Während im Sommer Holundergelee eingekocht wird, kommt die Fliederbeersuppe bei heißem Wetter als erfrischende Kaltschale auf den Tisch. Im Herbst und Winter wird dann aus der Kaltschale eine heiße Suppe. Doch in welcher Variante man auch immer die Holunderbeeren serviert – Grießnocken, die in manchen Regionen auch aus Mehl hergestellt werden, gehören immer dazu. Die Beeren zählen nicht zum Standardrepertoire der Markthändler, aber da viele Holunderhecken als Feldbegrenzung dienen, ist das Sammeln kein Problem. Um in der kalten Jahreszeit die Suppe herzustellen, müssen die Beeren eingekocht und aus ihnen Fliederbeersaft gemacht werden. Wenn Du selbst erntest, solltest Du darauf achten, dass nur reife Früchte in den Korb wandern. Dann das in noch unreifen Holunderbeeren enthaltene Sambunigrin kann eine ziemlich heftige Übelkeit auslösen. Das ist auch der Grund, warum Du Holunderbeeren oder den Saft immer erhitzen musst, denn erstens wird das Sambunigrin nur kochend zerstört und zweitens entfaltet der Holunder nur so seine Heilkraft.

Wenn Du versäumt hast, die Holunderbeeren im Spätsommer zu ernten und zu entsaften, kannst Du einfach auf Fliederbeersaft zurückgreifen, der im Bioladen oder Reformhaus erhältlich ist. Aus einer Flasche lassen sich drei bis vier Teller Fliederbeersuppe herstellen. Mitunter sogar mehr, denn der Saft ist sehr stark konzentriert und weist zudem einen recht würzigen, herben Eigengeschmack auf. Daher empfiehlt es sich, den Fliederbeerensaft mit Wasser zu verdünnen.

Ein Beispielrezept für eine gute Fliederbeerensuppe gegen Erkältungskrankheiten

  1. 1 Flasche Fliederbeersaft
  2. 0,4 Liter Wasser oder Orangensaft
  3. 1 unbehandelte Zitrone
  4. 1 Stange Zimt
  5. 1 Apfel

Zubereitung der Fliederbeerensuppe

Die Zitrone auspressen, den Apfel schälen und in kleine Stücke schneiden. Den Fliederbeerensaft mit dem Wasser oder Orangensaft, dem Saft der Zitrone sowie die Apfelstücke in den Topf geben. Kurz aufkochen lassen und dann drei Minuten bei schwacher Hitze weiter köcheln. Wenn Dir die Suppe zu flüssig ist, kannst Du ein Bindemittel wie Maisstärke oder Guarkernmehl dazu geben. Die fertige Fliederbeerensuppe wird mit Honig oder Rohrzucker nach Geschmack gesüßt.

Dazu gehören traditionell Grießklößchen, die zwar keine nachgewiesene Heilwirkung haben, aber bei einer Erkältung auch der Seele guttun.

Rezept für Grießklößchen:

  1. 200 Milliliter Milch
  2. 50 Gramm Weichweizengrieß
  3. 1 Teelöffel Butter
  4. 2 TL Honig
  5. Zimt nach Belieben

Zubereitung der Grießklößchen

Die Milch aufkochen lassen, Grieß dazugeben und unter Rühren zu einem Brei werden lassen. Dann Butter, Honig und Zimt unterrühren und mit einem Teelöffel Klößchen abstechen und in die Fliederbeerensuppe geben.

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