Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Hausmittel gegen Winterdepression

Winterdepression? Wir haben jede Menge gute Tipps die dir bei der Behandlung helfen können © magele-picture

Winterdepression? Wir haben jede Menge gute Tipps die dir bei der Behandlung helfen können © magele-picture

Wenn im vorgerückten Herbst die Tage kürzer und die Nächte immer länger werden, verdüstert sich mit der Anzahl der aufeinanderfolgenden Hochnebeltage auch die Stimmung vieler Menschen. Mit der Sonne gehen Jahr für Jahr zu dieser Zeit das Licht, mit den fallenden Blättern die prächtigen Farben der Natur auf Winterschlaf. Alles trübt sich ein in ein von Grau ins Grau übergehendes Erscheinungsbild, das sich bleiern aufs Gemüt legt. Schon am Morgen hindert eine gewisse Trübsal über den Abschied vom Licht und der Sonne viele Menschen daran schwungvoll aus dem Bett und schaffensfroh in den Tag zu starten. Wer diese von vielen als lähmend empfundene Zeit des Stillstands im Spätherbst überspringen und auf der südlichen Halbkugel im einsetzenden Sommer verbringen könnte, wer würde diese Gelegenheit der Überwinterung ausschlagen wollen? Doch schon im Mittelmeerraum kennt man Winterdepressionen kaum. Im skandinavischen Raum ist das Phänomen hingegen weit verbreitet. All jene, die ihre beruflichen und familiären Verpflichtungen hindern, werden sich nach anderen Therapieformen gegen den Winterblues umsehen müssen, ehe sich dieser zu einem echten Problem auswächst. Bei Frauen kommt es viermal häufiger zu solcherart saisonal bedingter Gemütserkrankungen als bei Männern.

Winterdepressionen treten in unterschiedlichen Ausprägungen und Intensitäten auf. Lassen Sie daher sich massiv auswirkende Depressionen unbedingt medizinisch abklären. Je nach Schwere der Verstimmung lassen sich aber auch vorbeugend sehr wirksame Maßnahmen ergreifen. Die Homöopathie und Naturheilkunde bietet demjenigen einige Anwendungsmöglichkeiten, der die dauerhafte Einnahme stimmungsaufhellender Psychopharmaka umgehen möchte, solange diese nicht unbedingt notwendig sind. Andererseits haben sich viele Hausmittel bewährt über die wir Ihnen hier einen kurzen Überblick geben wollen.

Diese Tipps helfen bei Winterdepressionen:

  1. Ein vorbeugendes Mittel gegen Winterdepressionen ist eine Blutreinigungskur, die der Übersäuerung des Körpers entgegenwirkt. Eine derartige Kur sollten Sie am besten bereits im früheren Herbst durchführen. Die Heilkräutermischung aus Löwenzahnkraut, Brennnessel- und Birkenblättern, Ackerschachtelhalmkraut und Hagebuttenfrüchten lässt man sich am besten in der Apotheke zubereiten. Den daraus gebrühten Heilkräutertee nehmen Sie über einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen dreimal täglich ein.
  2. Gesteigerte Vitalität in den Wintermonaten spenden Eisen, Kalium und Magnesium, so sie sich reichhaltig in unserer Nahrung befinden. Mittel die helfen gegen Eisenmangel sind Sojaprodukte, Linsen, Rotkohl, Rote Beete, Brennnessel, Hagebutten und Rosinen. Auch der Feldsalat wirkt im Winter Wunder gegen Winterdepressionen. Kalium findet sich in Erbsen, Bohnen, Grünkohl, Kartoffeln, Karotten und diversen Nusssorten. Magnesiummangel im Winter wirken Vollkornreis und weiße Bohnen neben den bereits erwähnten Multikönnern Sojabohnen und Nüssen entgegen.
  3. Die aus dem winterlichen Lichtmangel entstehende Niedergeschlagenheit regulieren Sie gezielt mit einem aus getrocknetem Johanniskraut bereiteten Tee. Apotheken bieten auch unterschiedlich stark konzentrierte Präparate mit dem Wirkstoff dieses Heilkrautes an. Vergessen Sie nicht, dass Ihnen dabei das stimmungsvolle Ritual des Teetrinkens verloren ginge.
  4. Ein ausgezeichnetes Mittel gegen Winterdepressionen ist viel Bewegung in der freien Natur. Die frische Luft und das natürliche Licht sind wahre Stimmungsaufheller, selbst wenn der Himmel von dichten Wolken verhangen ist. Jeder Spaziergang kurbelt den Stoffwechsel an und versorgt den Körper mit neuer Energie.
  5. Weitere Mittel die helfen sind anregende Farben und Düfte als stimulierende Sinnesreize, die gedrückte Stimmung vertreiben helfen. Wählen Sie heitere, warme Farben zur Gestaltung ihres Wohnraums aus und setzen Sie die Kenntnisse der Farbtherapie auch gezielt in der Küche ein: Wie wäre es mit einer Roten-Beete-Suppe mit raffiniertem Schlagsahnehäubchen, einem orangegelben Safranreis, einer Hokkaido-Kürbiscremesuppe oder einem blauen Kartoffelsalat? Vor allem Düfte können unsere Stimmung entscheidend beeinflussen. Lavendel, Patchouli, Zitrusdüfte, Neroli und Bergamotte wirken stimmungsaufhellend. Sie finden Anwendung in der Duftlampe oder in beliebigen Kombinationen in nach Lust und Laune selbst zubereiteten Badezusätzen oder Körperölen.
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