Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Hausmittel gegen Völlegefühl

Der Begriff Völlegefühl beschreibt das Gefühl des Vollseins, womit das Empfinden eines übervollen Magens oder Darm gemeint ist. Der Bauch ist in den meisten Fällen aufgebläht und angespannt, denn es hat eine übermäßige Gasbildung im Darmbereich oder aber eine mangelnde Gasabfuhr stattgefunden. Doch Völlegefühl ist nur selten Indiz für eine Krankheit. Nach einer üppigen und vor allem sehr fetthaltigen Mahlzeit kann dieses Gefühl jeden treffen. Auch verschiedene Kohlsorten oder Hülsenfrüchte tragen dazu bei.

Tritt ein Völlegefühl allerdings nach einer normalen Mahlzeit oder gehäuft auf, sollten Sie einen Arzt hinzuziehen. Denn es könnte eine Verdauungsstörung dahinterstecken. Kommen Blähungen, Übelkeit und Erbrechen oder sogar Magenschmerzen hinzu, kann etwas nicht in Ordnung sein.

Bei Frauen kann das Völlegefühl auf eine Schwangerschaft hinweisen. In jedem Fall sollten Sie einen Mediziner konsultieren. Nach einer genauen Befragung zu Häufigkeit und Intensität kann es zwar unter Umständen nötig sein, eine Magenspiegelung machen zu müssen, manchmal reicht aber schon eine Ultraschalluntersuchung.

In manchen Fällen steckt auch einfach nur Stress oder Anspannung dahinter oder eine Lebensmittelallergie. Tritt das Völlegefühl nun lediglich vorübergehend auf und ist kein Begleitsymptom einer Grunderkrankung, gibt es einige Hilfsmittel, gerade auch aus der Naturheilkunde und der Homöopathie, die die Beschwerden schnell und einfach lindern können oder Ihnen helfen, ein Völlegefühl (beim nächsten Mal) gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Diese Tipps helfen bei Völlegefühl

  1. Essen Sie langsam und mit Andacht. Geben Sie dem Magen Zeit zu erkennen: „Ich bin satt“. So vermeiden Sie zu große Portionen.
  2. Gewöhnen Sie sich einen kurzen Verdauungsspaziergang nach dem Essen an.
  3. Kauen Sie Ihre Speisen gut durch, dann verdaut der Magen schneller.
  4. Tragen Sie keine engen Hosen wie zum Beispiel Jeans die den Magen einschnüren.
  5. Bei akutem Völlegefühl kann eine heiße Wärmflasche auf dem Bauch helfen.
  6. Laut zu rülpsen ist in der heutigen Zeit zwar unanständig, früher war das jedoch nicht so. Da gehörte zum guten Essen ein kräftiger Rülpser. Auch in China ist es ein Zeichen dafür, dass das Essen lecker war. Ein Weißbier kann Ihnen dabei helfen.
  7. Würzen Sie Ihr essen wenn möglich mit Kümmel oder bereiten Sie Ihre Mahlzeiten mit Fenchel zu.
  8. Radiccio, Artischocken, Löwenzahn oder frischer Chicorée eignen sich hervorragend als Beilage oder sogar als Hauptspeise.
  9. Essen Sie zum Nachtisch frische Ananas.
  10. Eingeweichte Dörrzwetschgen helfen gleich 2 mal; zum einen werden die Zwetschgen gegessen und zum anderen, den Saft kann man auch trinken
  11. Trinken Sie regelmäßig einen Tee aus Beifuß, Bitterklee, Chinarinde, Hopfen, Ingwer, Fenchel, Anis, Kümmel, Pfefferminze, Kardamom, Wermut oder gelbem Enzian zur Stärkung von Magen und Darm.
  12. Akut können Sie 1 Teelöffel Wermutkraut mit 1 /4 Liter kochendem Wasser übergießen. 5 Min. ziehen lassen. Trinken Sie drei mal täglich etwa eine Stunde nach dem Essen 1 Tasse von dem ungesüßten Tee.
  13. Oder: Übergießen Sie zwei Teelöffel Rosmarinblätter mit einem Achtelliter heißem Wasser, eine Viertelstunde ziehen lassen, abseihen – dreimal täglich eine Tasse frisch zubereitet zwischen den Mahlzeiten trinken.
  14. Lösen Sie eine Messerspitze Natron in einem Glas Wasser auf und trinken Sie es langsam.
  15. Mischen Sie 5 Gramm getrockneten Rosmarin mit 100 ml 70%igem Alkohol und lassen Sie dies rund drei Wochen verschlossen an einem warmen Ort ziehen. Danach seihen Sie es ab und füllen Sie es in eine verschließbare dunkle Flasche. Bei Bedarf nehmen Sie einen Esslöffel dieser Tinktur zu sich.
  16. Legen Sie sich auf den Rücken und winkeln Sie Ihre Beine an. Massieren Sie anschließend den Bauch für circa 5-10 Minuten mit Basilikum- oder Kümmelöl mit kreisförmigen Bewegungen im Uhrzeigersinn. Der Druck darf ruhig etwas stärker sein, sollte aber angenehm bleiben.
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