Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Hausmittel gegen Neurodermitis

Neurodermitis? Wir haben mit Sicherheit den Ein oder Anderen guten Tipp für dich um Neurodermitis unterstützend zu behandeln. © DOC RABE Media

Neurodermitis? Wir haben mit Sicherheit den Ein oder Anderen guten Tipp für dich um Neurodermitis unterstützend zu behandeln. © DOC RABE Media

Eine immer häufiger auftretende Volkskrankheit der Industriestaaten ist die so genannte Neurodermitis. Ihr Name rührt aus dem 19. Jahrhundert her, indem man noch daran glaubte, dass die Krankheit von einer Nervenentzündung ausging. Diese These ist Mittler Weile widerlegt, doch die Bezeichnung ist immer noch die geläufigste. Außerdem verwendete Alternativnamen sind unter anderem atopisches Ekzem, Asthmaekzem oder endogenes Ekzem.

Der Krankheitsverlauf einer Neurodermitis ist äußerst individuell und zum Leidwesen der Betroffenen oft auch unberechenbar. Die Krankheit verläuft in Schüben und ist als nicht ansteckende, chronische Erkrankung einzustufen. Das bedeutet, dass sie zwar nicht heilbar, sehr wohl aber behandelbar ist.

Die Hauptsymptome, mit denen Neurodermitiker zu kämpfen haben, sind eine trockene und gerötete Haut, schuppende und manchmal sogar nässende Ekzeme mit starkem Juckreiz und sekundäre Pilz- und Bakterieninfektionen der betroffenen Hautareale. Nicht zu vernachlässigen ist auch die immense psychische Belastung, die mit dem kosmetischen Makel und auch dem durch den vor allem nächtlichen Juckreiz entstehenden Schlafmangel einhergeht.

Als Ursachen der Erkrankung wird heute ein komplexes Zusammenspiel dreierlei Faktoren vermutet. Zum Einen sollen genetische Faktoren und immunologische Veränderungen am Ausbruch beteiligt sein, die sich vor allem in einer gestörten Hautbarrierefunktion zeigen. Zum Anderen stehen vor allem bestimmte Umwelteinflüsse, so genannte Provokationsfaktoren, stark mit den auftretenden Schüben in Verbindung. Diese sind von Betroffenem zu Betroffenem verschieden und können sowohl mechanische Reize, der Genuss bestimmter Nahrungsmittel oder verstärkte Schweißbildung, als auch psychischer Stress, Allergien oder eine histaminreiche Ernährung sein.

Neben den medikamentösen Behandlungen der Schulmedizin bestehen noch einige Möglichkeiten im Bereich von Hausmitteln, Naturheilkunde und Homöopathie. Wenn Sie also schon alles versucht haben, was Ihr Hausarzt Ihnen anzubieten hatte und der Erfolg auf sich warten ließ, verzweifeln Sie nicht. Lesen Sie weiter.

Diese Tipps helfen bei Neurodermitis

  1. Verordnen Sie sich eine strikte Eiweiß-Diät und essen Sie für drei Wochen keinerlei tierische Eiweiße. Dazu gehören z.B. Milch, Eier und Fleisch.
  2. Streichen Sie zudem von nun an scharfe oder stark gewürzte Speisen aus Ihrem Speiseplan, denn diese können unter Umständen allergen auf Sie wirken.
  3. Garnieren Sie Ihr Frühstück fortan mit einigen Blättern Brunnenkresse, das schmeckt gut und tut gut!
  4. Bei Neurodermitis gibt es eine ganze Reihe an Schüssler Salzen, die Hilfe versprechen. Namentlich sind dies Nr. 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9 und 11.
  5. Mischen Sie einmal täglich drei Esslöffel Borretschöl unter Ihre Mahlzeiten. Die Inhaltsstoffe unterstützen die Haut dabei, Ihren geschwächten Säureschutzmantel wieder intakt zu halten.
  6. Werfen Sie einen Blick in Ihren Kleiderschrank und füllen Sie diesen vor allem mit Kleidungsstücken aus reiner Baumwolle. Pullover oder ähnliches aus Schurwolle sollten jedoch vor allem während einem akuten Schub tabu sein.
  7. Gönnen Sie sich etwas Ruhe. Wissenschaftler haben nämlich einen direkten Zusammenhang zwischen Stress und akuten Neurodermitis Schüben herstellen können.
  8. Vorbeugend haben sich regelmäßige Bestrahlungen mit UV-Licht bewährt. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem Hautarzt oder einem vertrauenswürdigen Sonnenstudio beraten.
  9. Bei entzündlichen Vorgängen der betroffenen Hautareale können Sie diese mit Teebaum- oder Johanniskrautöl bestreichen.
  10. Bei starkem Juckreiz nicht kratzen, sondern für Kühlung in Form von Coolpacks oder zerstoßenem Eis sorgen.
  11. Achten Sie auf ausreichend Luftfeuchtigkeit in Ihren Wohn- und Arbeitsräumen.
  12. Verwenden Sie rückfettende Hautpflegeprodukte mit einem möglichst hohen Anteil an Urea pura(Harnsäure).
  13. Baden Sie zwei Mal pro Woche mit einem Badezusatz aus Totem Meer Salz.
  14. Waschen Sie schmerzende und juckende Stellen mit Kamillentee ab und reiben Sie sie anschließend mit Kamillen- oder Ringelblumensalbe ein.
  15. Stellen Sie sich kühlende Umschläge aus Heilerde her oder nehmen Sie diese (auch präventiv) täglich zu sich.
  16. Rote Beete Saft kann in Form von Umschlägen Linderung verschaffen.
  17. Bauen Sie vermehrt Lebensmittel mit einem hohen Anteil an Omega-3-Fettsäuren in Ihren Speiseplan ein (z.B. Fisch, Sojaprodukte).
  18. Gönnen Sie sich während eines Krankheitsschubes eine Kur aus Kapseln oder Salben mit Urvitalmilch.
  19. Nehmen Sie regelmäßig Nachtkerzenöl ein.
  20. Verwenden Sie nach dem Duschen und auch in akuten Fällen 100 %iges Aloe Vera Gel. Dieses beruhigt, spendet Feuchtigkeit und wirkt zudem entzündungshemmend.
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