Hausmittel, Homöopathie & Naturheilkunde

Hausmittel gegen Darminfektion

Darminfektion? Mit unseren Tipps helfen wir dir bei der Behandlung. © Bauer Alex

Darminfektion? Mit unseren Tipps helfen wir dir bei der Behandlung. © Bauer Alex

Eine Durchfallerkrankung kann in der Regel leicht behandelt werden. Vorsicht aber, wenn Sie sich mit EHEC-Erregern infiziert haben! Sie gehören zu den gefährlichsten Darmkeimen und müssen unbedingt vom Arzt, gegebenenfalls intensivmedizinisch behandelt werden. Hier können Sie mit Hausmittel, Naturheilkunde oder Homöopathie nicht heilen. Die Symptome ähneln einer „einfachen“ Durchfallerkrankung. Bauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall. Der Durchfall bei EHEC ist jedoch wässrig-blutig. Eine sichere Diagnose kann nur über eine Untersuchung des Stuhls in einem Labor gestellt werden. Der extrem hohe Verlust an Flüssigkeit und Nährstoffen kann unter Umständen zu Blutarmut und Nierenversagen führen. Bei Nicht-Behandlung kann dies zum Tod des Patienten führen. Schon eine winzige Menge Mikroben genügen für eine massive Infektion. EHEC-Erreger finden sich in unseren Nutztieren ebenso wie auf Rohkost. Die Ansteckung erfolgt also über die Nahrung und bereits infizierte Menschen. EHEC ist hochgradig ansteckend. Eine besonders sorgfältige Hygiene bei der Zubereitung Ihrer Nahrung und sanitären Verrichtungen kann Sie schützen und sollte selbstverständlich sein. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Sie sich mit EHEC angesteckt haben, gehen Sie unverzüglich zum Arzt. Der schnelle Verlauf der Infektion macht ein ebenso schnelles Handeln nötig. Sie können einer Infektion mit EHEC jedoch vorbeugen oder eine Therapie unterstützen. Das geht mit einfachen Hausmitteln. Die folgenden Tipps aus der Naturheilkunde und der Homöopathie helfen Ihnen dabei.

Diese Tipps helfen bei Darminfektion – EHEC

  1. Waschen Sie sich die Hände nach jedem Toilettenbesuch gründlich mit Seife und desinfizieren Sie sie mit Alkohol oder einem Desinfektionsmittel. Für unterwegs nehmen Sie etwas in einer kleinen Flasche mit.
  2. Es lässt sich nicht vermeiden, in Verkehrsmitteln und anderen Gebäuden Haltegriffe, Türklinken und andere Gegenstände zu berühren. Waschen Sie sich auch dann sorgfältig die Hände und desinfizieren Sie sie. Sagrotan oder ein anderes Desinfektionsmittel können Sie bequem in kleinen Sprühflaschen mit sich führen.
  3. Wischen Sie nach jeder „Sitzung“ die Toilettenbrille mit Desinfektionsmittel ab. Legen Sie für Gäste und Familie Sagrotantücher bereit, eventuell mit einem kleinen schriftlichen Hinweis. Ihre Gäste werden Ihnen dies sicher eher danken als verübeln.
  4. In Zeiten hoher Infektionsgefahr verzichten Sie auf das Händeschütteln. Ein freundlicher Gruß und ein Lächeln erfüllen den gleichen Zweck und verhindern den schnellen Austausch von Keimen und Bakterien.
  5. Tragen Sie Einweghandschuhe beim Hantieren mit rohem Fleisch, rohem Gemüse und rohen Eiern.
  6. Vermeiden Sie den Verzehr von Hackfleisch, Tatar und nicht durchgebratenen Steaks.
  7. Verzichten Sie ebenfalls auf den Genuss von Rohmilch und Rohmilchkäse.
  8. Waschen Sie Nahrungsmittel unter fließendem Wasser gründlich ab. Nutzen Sie für festes Gemüse eine Gemüsebürste.
  9. Schälen Sie Gemüse vor dem Verzehr, vor allem, wenn es roh gegessen werden soll. Beim Kochen und Garen achten Sie darauf, das Gemüse hoch zu erhitzen.
  10. Braten Sie Hackfleischgerichte, Burger und Buletten gut durch. Auf Hackfleisch entwickeln sich Keime naturgemäß sehr schnell.
  11. Trennen Sie rohes Fleisch von anderen Lebensmitteln. Das gilt für Lagerung, Zubereitung und auch beim Grillen.
  12. Entfernen Sie die äußeren Blätter von Kopfsalat und Kohl und werfen Sie diese weg.
  13. Reinigen Sie Arbeitsflächen und Gegenstände, die mit rohem Fleisch, dessen Verpackung oder Tauwasser in Kontakt gekommen sind. Desinfizieren Sie gegebenenfalls die Gegenstände. Handtücher und Lappen sollten täglich bei mindestens 60 Grad am besten separat gewaschen werden.
  14. Gerade Kleinkinder achten nicht so auf besondere Hygienemaßnahmen. Achten Sie auf ihre Kleinen, zum Beispiel beim Besuch eines Tierparks oder auf dem Bauernhof. Die Kinder sollten nicht bei den Tieren essen. Händewaschen nach dem Streicheln ist Pflicht.
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