Hausmittel und Alternativmedizin gegen Krankheiten
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Hausmittel gegen Hämorrhoiden

Haemorrhoiden? Mit unseren bewährten Tipps kannst du deine Beschwerden lindern. © bilderzwerg

Haemorrhoiden? Mit unseren bewährten Tipps kannst du deine Beschwerden lindern. © bilderzwerg

Hämorrhoiden, oft auch als Hämoriden bezeichnet, sind Geschwülste, die sich zumeist im Bereich zwischen Mast- und Enddarm bilden und dort große Schmerzen verursachen. In Deutschland sind Hämorrhoiden weit verbreitet, wobei die Gefahr der Hämorrhoidenbildung mit dem Alter zunimmt. So sind 30% der Bevölkerung ab einem Alter von 50 Jahren betroffen. Entgegen der weit verbreiteten Annahme, dass Hämorrhoiden entstehen, weil man auf kalten Flächen sitzt, sind sie eher auf generelle Verdauungsprobleme zurückzuführen. Bei wiederholten Verstopfungen bilden sich Geschwülste, da das Gewebe durch starkes Pressen überbeansprucht und geschädigt wird. Typische Symptome für Hämorrhoiden sind ein starker Juckreiz im Analbereich, oft begleitet von großen Schmerzen und Schleimabsonderungen. Wichtig ist vor allem, dem Juckreiz in keinem Fall nachzugeben, auch wenn er sehr stark werden kann. Die empfindliche schon stark angegriffene Haut könnte sich sonst noch zusätzlich entzünden. Sollte Blut im Stuhl auftreten, ist ein Besuch beim Arzt angeraten.

Je weiter die Erkrankung unbehandelt voranschreitet, desto schlimmer werden die Beschwerden. Dies kann dazu führen, dass die Hämorrhoiden beim Stuhlgang durch zu starkes Pressen nach außen gedrückt werden und wieder zurückgeschoben werden müssen. Im schlimmsten Falle, ist dies nicht mehr selbständig möglich und die Hämorrhoiden müssen operativ entfernt werden.

Auch wenn sie für viele ein unangenehmes Thema sind und einige Betroffene aus Scham erst dann einen Arzt aufsuchen, wenn die Schmerzen überhand nehmen, sollten Hämorrhoiden möglichst früh behandelt werden. Oft können schon einfache und natürliche Hausmittel genügen, um sie erfolgreich zu behandeln.

Diese Tipps helfen bei Hämorrhoiden

  1. Nehmen Sie viel Flüssigkeit zu sich, das verdünnt den Stuhl etwas und erleichtert die Ausscheidung. Verstopfungen sollten vermieden werden, da sie die Hauptursache für Hämorrhoiden sind.
  2. Versuchen Sie viel Sport zu treiben, da dadurch der Kreislauf angeregt wird und die Verdauung in Schwung kommt. Planen Sie zumindest regelmäßig einen Verdauungsspaziergang ein.
  3. Apfelmost kann gegen Hämorrhoiden helfen. Trinken Sie täglich ein Glas davon.
  4. Versuchen Sie ihren Schließmuskel zu trainieren. Hierzu sollten Sie ihr Gesäß einige Male bewusst anspannen und wieder lockern. Zweimal täglich mindestens 25 Wiederholungen einplanen.
  5. Treten die Hämorrhoiden aus dem After aus, können Sie sie mit Ringelblumensalbe behandeln. Diese wirkt zum einen entzündungshemmend und pflegt die empfindlichen und gereizten Schleimhäute außerdem zusätzlich.
  6. Betroffene müssen verstärkt auf ihre Hygiene achten. Nach jedem Stuhlgang sollte der After mit warmem Wasser gereinigt werden.
  7. Führen Sie täglich ein Sitzbad durch. Geben Sie Eichenrindenextrakt hinzu und baden Sie 15 Minuten lang in lauwarmem Wasser. Eichenrindenextrakt können Sie in der Apotheke erstehen. Hämorrhoiden nach dem Bad mit Quark bestreichen und diesen abgedeckt einwirken lassen, bis er trocken ist.
  8. Trinken Sie täglich einen Tee aus Rhabarberwurzelpulver.
  9. Wählen Sie beim Stuhlgang auf die richtige Haltung. In der Hocke fällt die Darmentleerung leichter und man kommt mit weniger Pressen aus. Das schont das betroffene Gewebe etwas.
  10. Achten Sie auf ballaststoffreiche Ernährung. Gleichzeitig empfehlen sich Reis- und Haferschleimsuppen.
  11. Mischen Sie Johanniskraut, Mariendistel, Schafgarbe, Königskerze, Kamille und Kastanienblüten zu gleichen Teilen. Nehmen Sie einen Esslöffel der Mischung pro Tasse Wasser und trinken Sie morgens und abends einen Tee davon.
  12. Vierteln Sie eine Knoblauchzehe und nutzen Sie das Stück als Zäpfchen. Der Knoblauch hilft vor allem gegen den störenden Juckreiz, allerdings kann es zu unangenehmen Ausdünstungen kommen.
  13. Um Hämorrhoiden zu lindern, können Sie diese mit Rosskastaniensalbe behandeln. Um die Salbe selbst herzustellen benötigen Sie 4 g Bienenwachs, 30 ml Olivenöl und 15 g Lanolin. Erwärmen sie das Ganze in einem Wasserbad und geben Sie anschließend 20 Tropfen Wacholderöl und 30 ml Rosskastanientinktur hinzu. Alles gut vermischen und in einem geeigneten Behälter abkühlen lassen. Die Zutaten können Sie in Reformhäusern und Apotheken erstehen.
  14. Achten Sie darauf, scharfe Gewürze zu vermeiden, um den Darm nicht zusätzlich zu beanspruchen. 
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