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Das homöopathische Mittel Dolichos pruriens wird aus der Juckbohne gewonnen. Diese zu den Schmetterlingsblütlern zählende einjährige Kletterpflanze wird bis zu 18 Metern hoch und ist in den Tropen zu finden. Ihren Namen verdankt sie ihren Früchten. Sie ähneln tatsächlich anderen Hülsenfrüchten wie Bohnen oder Erbsen, sind aber pelzig behaart. Hinzu kommt, dass diese Fasern eine Substanz enthalten, welche bei Berührung starken Juckreiz hervorruft. Die Juckbohne ist als Viehfutter in den Tropen weit verbreitet und wird auch als Nahrungsmittel verwendet. Hierzu eignen sich aber nur junge Bohnen, welche zuvor lange gekocht und in Wasser eingelegt werden müssen, da sie sonst für Menschen und nicht wiederkäuende Tiere giftig sind.

Für die Herstellung von Dolichos pruriens werden in erster Linie die seidigen Haare der Hülsen aber auch die Wurzeln und die Fruchthülsen selbst verwendet. Im Handel ist das Mittel meist in Form von Globuli oder Tabletten zu finden.

Steckbrief
Volkstümlicher Name Juckbohne
Art der Substanz Heilpflanze
Typische Potenzen D2 – D12
Verschreibungspflichtig bis
Erscheinung  zerkratzt
Hauptanwendungen Altersjucken
Hautjucken
Juckreiz

Anwendungsgebiete von Dolichos pruriens in der Homöopathie

Homöopathie: Dolichos pruriens gegen Afterjucken, Hautjucken und Juckreiz

Bild: Wikipedia
Homöopathie: Dolichos pruriens gegen Afterjucken, Hautjucken und Juckreiz

In der Homöopathie dient Dolichos pruriens meist zur Behandlung von dermatologischen Krankheitsbildern. So kann Pruritus in seinen verschiedenen Formen mit Dolichos pruriens behandelt werden. Bei Pruritus handelt es sich um Juckreiz, der mit oder ohne sichtbare Hautveränderungen auftreten kann und die verschiedensten Hautregionen betrifft. Meist tritt Juckreiz nachts auf und raubt den Betroffenen so den Schlaf. Sie verspüren Juckreiz im Gesicht, über den ganzen Körper verteilt oder auch an den Genitalien. Oft wird das Jucken von einem Ausschlag begleitet, der trocken und flechtenartig auftritt. Wenn zusätzlich noch Fieber auftritt, deuten die Symptome auf eine Herpeserkrankung hin. Besonders Herpes Zoster, eher als Gürtelrose bekannt, ist in diesem Zusammenhang zu nennen.

Die richtige Dosierung des Mittels ist entscheidend für den Behandlungserfolg. Tritt das Jucken aufgrund von Ekzemen oder sonstigem Ausschlag auf, sollten morgens, mittags und abends je drei Globuli Dolichos pruriens mit der Potenz C5 eingenommen werden. Mit dieser Dosierung können auch andere Formen des Juckreizes behandelt werden, besonders auch dann, wenn der Reiz durch Allergien ausgelöst wird. Wird eine Verschlimmerung der Symptomatik durch Wärme wahrgenommen, dann sollte die Potenz C7 gewählt werden.

Auch bei Beschwerden mit dem Zahnfleisch kann Dolichos pruriens helfen. So werden Zahnungsschmerzen bei Kleinkindern durch die Einnahme spürbar gelindert. Auch Zahnfleischentzündungen können mit Dolichos pruriens behandelt werden. Wenn das Zahlfleisch stark anschwillt oder Parodontitis den Zahnhalteapparat schwächt, neigen viele Betroffene dazu, die entzündete Stelle zu meiden und kauen einseitig. Durch diese zusätzliche Belastung kann der Schmerz bis in den Rachenraum ausstrahlen oder auch die Gehörgänge betreffen. Gerade in solchen Fällen ist die Einnahme von Dolichos pruriens angebracht, da nicht selten auch ein Juckreiz im Mund- oder Rachenraum die Beschwerden begleitet. Die passende Dosierung in diesem Fall sind dreimal täglich fünf Globuli der Potenz C5. In besonders schweren Fällen kann die Potenz auch bis C9 gesteigert werden.

Andere Erkrankungen, die mit Dolichos pruriens behandelt werden können sind Hämorrhoiden und Meteorismus. Bei Hämorrhoiden handelt es sich um knotige Erweiterungen des Gewebes im Analkanal. In schwereren Fällen können diese empfindlichen Schwellkörper bei der Darmentleerung aus dem Anus treten und verursachen dabei starken Juckreiz und Schmerzen. Mit Meteorismus wiederum wird eine übermäßige Ansammlung von Verdauungsgasen bezeichnet, welche meist im Dickdarm auftritt und starke Blähungen hervorruft.

Dolichos pruriens hilft außerdem bei folgenden Krankheiten:

  1. Hauttrockenheit
  2. Juckende Fusssohlen
  3. Juckende Nasenspitze
  4. Neurodermitis
  5. Pruritus
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Anwendung und Dosierung von Homöopathie