Hausmittel und Alternativmedizin gegen Krankheiten

Hausmittel gegen Gicht

Die Gicht, früher auch als „Zipperlein“ bekannt, ist eine Gelenkerkrankung die durch einen hohen Harnsäuregehalt im Blut ausgelöst wird. Oft wird sie für eine Art Rheuma gehalten, da bei beiden Krankheiten die Gelenke entzündet sind und schmerzen. Bei der Gicht verletzen die im Blut enthaltenen scharfkantigen Harnsäurekristalle das Gewebe und es kommt zu den typischen Gichtanfällen. Innerhalb kurzer Zeit entzünden sich die Gelenke und schmerzen heftig.

Eine sehr fleischreiche Ernährung, Übergewicht und hoher Alkoholkonsum begünstigen eine Gichterkrankung. Allerdings muss man verschiedene Arten von Gicht und deren Ursachen unterscheiden. So gibt es zum einen die chronische Gicht, die sich aus einer akuten Form entwickeln kann, wenn Ernährung und Lebensweise nicht auf Dauer umgestellt werden. Bei einer solchen Dauerbelastung werden nicht nur die Gelenke angegriffen, auch die Nieren können in Mitleidenschaft gezogen werden. Eine weitere Form der Gicht ist die sogenannte „primäre Gicht“. Dies bedeutet, dass dem Gichtleiden keine andere Krankheit vorausgegangen ist. Es wurde festgestellt, dass sie meist familiär gehäuft auftritt, daher wird von einer erblichen Veranlagung ausgegangen. Genau ist dies jedoch noch nicht geklärt. Außerdem ist zu beobachten, dass besonders Männer betroffen sind. Die „sekundäre Gischt“ wiederum, ist eine Folgeerkrankung. Typische Grunderkrankungen sind Diabetes Mellitus, Blutarmut, Leukämie und Nierenleiden im Allgemeinen.

Besonders eiweißreiche Nahrung liefert viele Purine (Harnsäuren). Darunter sind gerade die Innereien zu nennen, die Gichtpatienten möglichst meiden sollten. Auch fettes Schweinefleisch und Hülsenfrüchte enthalten viel Harnsäure. Alkoholische Getränke haben kein oder wenig Purin, verhindern aber dessen Ausscheidung und sind somit eine der möglichen Ursachen für Gicht, da bei häufigem Alkoholkonsum der Harnsäurespiegel im Blut steigt. So lässt sich ein akuter Gichtanfall oft nach einer deftigen Fleischmahlzeit mit hohem Bierkonsum beobachten.

Schon mit einfachen Mitteln kann man der Gicht vorbeugen und akute Anfälle vermeiden. Hier finden sie die besten Hausmittel und Tipps aus der Naturheilkunde aufgelistet:

Diese Tipps helfen bei Gicht

  1. Verzichten Sie auf den Verzehr von Schweinefleisch und Innereien.
  2. Spargel enthält ebenfalls Purin, Sie sollten ihn daher meiden, falls Sie schon an Gicht leiden.
  3. Tinken sie so viel Wasser wie möglich, allerdings am besten natriumarmes Mineralwasser ohne Kohlensäure.
  4. Zitronen, Aprikosen und Bananen helfen bei der Entsäuerung des Blutes.
  5. Orangen- und Apfelsaftschorlen mit stillem Wasser machen basisch. Das ist gut gegen Gischt. Der ph- Wert des Blutes sollte 7,4 nicht unterschreiten.
  6. Eine Tasse Brennnesseltee täglich fördert die Nierenfunktion.
  7. Bei einem akuten Anfall können kalte Quarkwickel Linderung verschaffen. Hierzu ein Leinentuch mit Quark bestreichen und auf die betroffenen Gelenke geben.
  8. Saunagänge fördern durch das Schwitzen die Ausscheidung von unerwünschten Salzen und Säuren.
  9. Bei leichten Gichtbeschwerden kann Wärme helfen.
  10. Holunderblüten in Weinessig ziehen lassen und bei Gichtanfällen zwei Esslöffel täglich einnehmen. Trockene Holunderblüten können Sie in der Apotheke erstehen. Geben Sie 15 g auf einen halben Liter reinen Weinessig.
  11. Mischen Sie  Lavendelbüten, Pfefferminzblättern und Rosmarin (aus Reformhaus oder Apotheke) zu gleichen Teilen.  Füllen Sie diese Mischung in einen Nylonstrumpf oder ein Sieb und lassen Sie sich ein Bad ein. Hierzu stellen sie das Wasser ganz heiß ein und halten den Strumpf unter den Strahl. Erst später kaltes Wasser hinzugeben.
  12. Schüsslersalze Nr. 6, 9 und 11 einnehmen. Lassen Sie sich über Anwendung und Dosierung beraten.
  13. Erhitzen Sie einen halben Liter Wasser und geben sie 5 g Meerrettich hinzu. Aufkochen lassen und abseihen. Trinken sie eine Woche lang täglich auf nüchternen Magen ein kleines Gläschen.
  14. Personen die an Gicht leiden, sollten ihr Gewicht reduzieren. Jedoch nicht durch eine strenge Blitzdiät sondern langsam und stetig.
  15. Schmerzende Gelenke können mit einem Apfelessig- Wasser- Gemisch (1:7) eingerieben werden.
  16. Arnikablüten in 70% Alkohol einlegen und nach 10 Tagen abseihen. Wiederum hinzugeben und weitere zwei Wochen ziehen lassen. Nach dem Abseihen einen Esslöffel auf 500 ml Wasser geben und Leinenwickel darin tränken. Diese dann auf die schmerzenden Stellen geben.
Andreas

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